Alexander Zinn

Biografie

Alexander Zinn war Journalist, Schriftsteller und Leiter der Staatlichen Pressestelle in Hamburg. Als solcher prägte er das kulturelle Leben in der Hansestadt der 1920er Jahre entscheidend. In seiner leitenden Funktion war er auch am Aufbau der Nordischen Rundfunk AG (Norag) beteiligt und gestaltete deren Programmarbeit konstruktiv mit. Alexander Zinn war darüber hinaus Gründer des Zeitungswissenschaftlichen Seminars an der Universität Hamburg und hielt von 1922 bis 1933 Vorlesungen im Fach Zeitungskunde. Zinn verfügte über jahrelange journalistische Erfahrungen, die er seit der Jahrhundertwende als Journalist bei verschiedenen sächsischen und Hamburger Zeitungen und Illustrierten vor und während des Ersten Weltkriegs gesammelt hatte, so war er unter anderem zwischen 1907 und 1914 Leiter des Feuilletons beim „Hamburger Anzeiger“. Alexander Zinns Engagement für die kulturpolitische Entwicklung Hamburgs während der Weimarer Republik war weit verzweigt und wirkte nachhaltig. Doch seine Karriere endete 1933 jäh und unfreiwillig. Die nationalsozialistischen Machthaber entließen den liberalen DDP-Politiker aus dem Staatsdienst. Zinn zog sich in der Folge weitgehend zurück und starb 1941 61-jährig an einem Herzversagen.

Spuren in Hamburg

Alexander-Zinn-Straße, Groß Flottbek, seit 1950

Bilder, Dokumente und Medien

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biographisches