Rudolf Höckner

Biografie

 Rudolf Höckner wird oft im Zusammenhang mit dem (älteren) Freilichtmaler Thomas Herbst genannt: beide hatten eine Vorliebe für tonige Malerei in kleineren Formaten und „unspektakuläre“ Motive. Höckner wird – nach einem bekannten Zeitungsartikel über ihn – auch als „der Maler der Stille“ bezeichnet. Er war vom späten Impressionismus beeinflusst, und seine Motive sind fast ausschließlich in der holsteinischen Landschaft rund um Wedel zu finden. Zudem malte er aber auch Stilleben, (wenige) Porträts und hamburgische Motive.

Als Rudolf Höckner acht Jahre war, starb sein Vater, und seine Mutter zog mit ihren fünf Kindern erst nach Freiberg, dann nach Leipzig. Nach dem Abitur begann er ein Theologiestudium, ein Treffen mit dem Landschaftsmaler Charles Johann Palmié brachte ihn jedoch dazu, es abzubrechen und in Weimar bei Theodor Hagen (bei dem auch Thomas Herbst und Max Liebermann gelernt hatten) die Malerei, insbesondere die Landschaftsmalerei, zu studieren. Hier lernte er auch Christian Rohlfs kennen. Nach seinem Studienabschluss im Jahre 1890 unternahm er eine Italienreise, 1891 heiratete er Brigitte Ebsen, die er in Weimar kennengelernt hatte, und mit der er erst nach Flensburg, später nach Kiel zog. Von der Malerei konnte Höckner kaum nicht leben, sodass er bei verschiedenen Zeitungen, u.a. auch in Hamburg, als Journalist arbeitete; ab 1907 jedoch war er nur als freischaffender Künstler tätig und stellte nun regelmäßig, unter anderem in der Galerie Commeter, aus. Ab 1915 lebte Höckner in Wedel. 1937 zeigte die Hamburger Kunsthalle eine Einzelausstellung, 1940 das Altonaer Museum. Dennoch war seine finanzielle Situation stets schwierig, oft musste er kleine Ölstudien, die er auf grundierte Zeitungen und alte Briefe malte, gegen Lebensmittel eintauschen. Trotz seiner Ausstellungstätigkeit arbeitete er abseits des Kulturbetriebes und galt eher als Einzelgänger. 1942 verstarb er. Große Teile seines Nachlasses gelangten ab 1955 in den Besitz der Stadt Wedel, welche in Folge immer wieder Ausstellungen organisierte.

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise