Matthias Scheits

Biografie

Matthias Scheits ist einer der wichtigsten Künstler Hamburgs des 17. Jahrhunderts. Unter seinen Gemälden finden sich biblische Szenen, Schilderungen der Gesellschaft aber auch des Volkslebens. Viele seiner Zeichnungen wurden als Vorlagen für Kupferstiche benutzt. Einfluss auf sein Werk hatten neben Rembrandt besonders Adriaen van Ostade und David Teniers mit ihren genrehaften Schilderungen des bäuerlichen Lebens. 

Im Jahr 1640 oder 50 reiste Scheits nach Holland, um unter anderem beim Maler Philips Wouvermann zu lernen. Es kann vermutet werden, dass er schon vorher in Hamburg ausgebildet wurde. Die holländische und flämische Kunst seiner Zeit sollte sein gesamtes Werk entscheidend prägen, was nicht nur an seinem künstlerischen Schaffen sichtbar wurde, sondern auch an von ihm verfassten Kommentaren in einem Exemplar des „Schilderboek“ von Karel van Manders. 1655 bis 1690 lebte und arbeitete Scheits in Hamburg, ab 1651 erhielt er das Bürgerrecht. 1669 bereiste er erneut die Niederlanden. 1672 erschien im Sternschen Verlag in Lüneburg die sogenannte „Scheitsche Bibel“, deren Illustrationen von deutschen und holländischen Künstlern nach Vorlagen von Matthias Scheits geschaffen wurden, und welche bis weit in 18. Jahrhundert hinein eine im norddeutschen Raum sehr beliebte Bibelausgabe blieb.

 Ein Teil seiner Zeichnungen wurden von seinem Sohn Andreas gestochen, der wahrscheinlich von seinem Vater ausgebildet wurde und später auch als Hofmaler in Hannover bekannt wurde. 

Spuren in Hamburg

Hamburg, Barmbek, Matthias-Scheits-Weg

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise