Joachim Luhn

Biografie

Joachim Luhn war einer der bekanntesten und beliebtesten Bildnismaler seiner Zeit in Hamburg, berühmt für seinen neuartigen, „einfühlsamen“ Porträtstil. Weiter malte er neben religiösen und mythologischen Themen auch Landschaften und Ansichten, darunter eine bekannte, großformatige und topographisch genaue Stadtansicht Hamburgs, die für das Rathaus bestimmt war, und seit 1819 in St. Jacobi zu sehen ist. 

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Luhn wohl in den Niederlanden, vielleicht bei Ferdinand Bol, möglicherweise auch in Rom bei dem Niederländer Adriaen Backer. 1673 wurde er Hamburger Bürger, kurze Zeit später war er als Malermeister in Hamburg verzeichnet. Ebenfalls 1673 heiratete er Hanna Margarete Weyers, die Tochter des Hamburger Malers Jacob Weyer. Das bekannte „Porträt einer Familie“, auf dem sich der Maler auch selbst darstellte, zeigt noch den Schwiegervater, der zum Zeitpunkt des Werkes (um 1670) wohl schon verstorbenen war: In seiner Rechten hält er einen Totenschädel, während Joachim Luhn mit seinen Malutensilien dargestellt ist. 1689 bis 1692 war er mit der Ausstattung des Schlosses Salzdahlum des Herzoges von Braunschweig beschäftigt. In Hamburg erhielt er einige offizielle Aufträge, etwa für zehn Gemälde für die Hamburger Ratsstube, für das Malen von Wappen für das Kämmerer-Wappenbuch, oder für die schon erwähnte Ansicht Hamburgs. 1692 wurde er zum Ältermann des Maleramtes. 1717 verstarb er in Hamburg.

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise