Elias Galli

Biografie

Das bekannteste Werk von Elias Galli ist wohl eine großformatige Ansicht von Börse und Rathaus. Es entstand wahrscheinlich 1682 und schildert außergewöhnlich detailreich nicht nur die Architektur, sondern vor allem auch das Straßenleben der Stadt im Stil von niederländischen Genreszenen. Jedoch malte Galli auch Porträts von Hamburger Bürgern, angeblich auch Familienstücke, die sich jedoch nicht erhalten haben. Stilistisch wurde der in den Niederlanden tätige Porträt- und Genremaler Caspar Netscher als Vorbild genannt. Da er nicht als Malermeister in Hamburg verzeichnet war, arbeitete er entweder als „freier Künstler“ oder war im Umland Hamburgs ansässig. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt. 1687 war er für die künstlerische Ausstattung eines Altares in Groden verantwortlich. Gesichert sind nur sechs Werke Gallis überliefert, von denen sich fünf in Hamburg befinden: Drei Brustbilder eines unbekannten Paares und eines Ratsherren, zwei Stadtansichten sowie ein Ganzfigurenbild. Die Zuordnung der einzelnen Werke sowie der biografischen Daten wurde dadurch erschwert, dass der Vater des hier thematisierten Künstlers, er selbst und sein Sohn alle den Namen „Elias Galli“ trugen. Der ältere Elias Galli war ab 1648 in St. Georg als Küster und Schulmeister tätig, der Sohn des Künstlers, 1676 geboren, war ebenfalls als Maler tätig.

Bilder, Dokumente und Medien

Datei öffnen / herunterladen
Elias Galli_Literatur.pdf
literaturhinweise