K. R. H. Sonderborg

Biografie

K. R. H. Sonderborg, der als Kurt Rudolf Hoffmann geboren wurde und sich nach seinem dänischen Geburtsort benannte, war in Deutschland einer der prägendsten Künstler der gegenstandslosen Malerei. Neben Werken in Tempera, Tusche und später in Acryl entstanden auch zahlreiche Zeichnungen. Ab den späten 1950er Jahren entwickelte er seine typisch dynamische und bewegungsbetonte Malweise, schuf seine Werke schnell und eruptiv, und näherte sich dabei auch dem Action Painting an. Die Musik – Sonderborg war sein Leben lang ein Jazz-Fan, sein Vater war Jazz-Musiker gewesen – spielte eine Rolle für einige, rhythmisch betonte Werke der 1960er Jahre. 

Die Familie Hoffmann zog von Dänemark 1924 nach Hamburg, wo Sonderborg zunächst bis 1940 eine kaufmännische Ausbildung absolvierte. 1941 Jahr wurde er für vier Monate wegen „Anglophilie und staatsabträglichem Verhalten“ verhaftet und im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert. Nachdem er zunächst auch als Kaufmann tätig war, begann er 1946 privaten Unterricht bei dem Hamburger Maler Ewald Becker-Carus zu nehmen. Ab 1947 studierte er an der Landeskunstschule Hamburg bei Willem Grimm und Maria May. 1951 nannte er sich „Sonderborg“, auch, um sich von seiner deutschen Herkunft zu distanzieren. 1953 wurde Sonderburg Mitglied der Gruppe „Zen 49“ und stellte als jüngstes Mitglied der Gruppe in Hamburg, München, und den USA aus. Im gleichen Jahr besuchte er das erste Mal Paris, wo er später auch eines seiner Ateliers haben sollte. 1955 wurde Sonderborg mit dem Lichtwark–Preis geehrt. 1958 siedelte er nach Paris über.  Ab den späten 1950er Jahren war Sonderborg oft auf Reisen beziehungsweise arbeitete und lehrte an den verschiedensten Orten: 1959 reiste er auf die Hebriden, arbeitete kurz darauf in London, 1960 – 61 in New York, 1964 in Ascona. Im folgenden Jahr lehrte er bis 1990 an der Stuttgarter Akademie. 1969 – 70 hatte er eine Gastprofessur in Minneapolis inne und reiste durch Kalifornien, 1973 nach Cornwall und Lappland. 1985 hielt er sich in der Villa Massimo in Rom auf, 1986 lehrte er als Gastdozent in Chicago. Ende der 1980er Jahre folgten weitere Reisen in die USA und nach Tokio, Anfang der 1990er Jahre nach Dänemark. Ab 1996 lebte er wieder in Hamburg, wo er 2008 verstarb. 

Bilder, Dokumente und Medien

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K. R. H. Sonderborg_ Literatur.pdf
literaturhinweise