Nicolaus Alardus
Biografie
Sohn des gleichnamigen aus Süderau in der Kremper Marsch gebürtigen Pastors und General-Superintendenten für die Grafschaft Oldenburg-Delmenhorst. Alardus besuchte das Akademische Gymnasium in Hamburg und studierte dann Theologie an den Universitäten Wittenberg, Leipzig und Kopenhagen (an der letzteren ohne Immatrikulation). 1711 war Alardus Kandidat der Hamburgischen Kirche, bevor er 1712 Diaconus zu Neuenkirchen in Dithmarschen wurde. 1713 heiratete Alardus Elisabeth geb. Forcke aus Steinbek östlich von Hamburg. 1717 wechselte er auf die Pfarrstelle zu Steinbek, die mit dem Predigtamt an der Schlosskirche in Reinbek verbunden war. Von 1738 bis zu seinem Tode war Alardus Prediger und Zweiter Lektor am Hamburger Dom. Aus gesundheitlichen Gründen musste Alardus sich in den letzten zwölf Jahren seines Lebens in seinen Ämtern teilweise vertreten lassen. Für die Landesgeschichte Nordelbingens ist Alardus aus zwei Gründen von Bedeutung: 1) Er machte die „Nordalbingia“ seines Urgroßvaters Lambertus Alardus (1602–1672) durch den Abdruck in der von Ernst Joachim v. Westphalen (1700–1759) edierten Quellensammlung „Monumenta Inedita Rerum Germanicarum Praecipue Cimbricarum Et Megapolensium“ (1739–1745) der Forschung zugänglich. 2) Er verfasste in seiner Steinbeker Zeit die „Historische Nachricht von dem Reinbeckischen Closter und der Steinbeckischen Kirche.“ Diese blieb leider unvollendet, bildet aber trotzdem bis heute eine wichtige Quelle für die Geschichte des Klosters.
Bilder, Dokumente und Medien
literaturhinweise