Hans Hamelau
Biografie
Nachdem der im Holsteinischen um 1610 geborenen Zimmermeister Hans Hamelau 1653 Hamburger Bürger geworden war, wurde er schon 1659 Nachfolger des verstorbenen Bauhofzimmermeisters Bartholomäus Groenefeld bzw. beeidigter Leiters des alten städtischen Bauhofes am Wandrahm, der sich dort von etwa 1386 bis 1675 befunden hatte. Über die handwerkliche Ausbildung Hamelaus und seine vorhamburgische Tätigkeit ist nichts bekannt, aber seine Bauten in Hamburg sprachen für die Solidität seiner Arbeiten, hatten doch seine Bauten zum Teil eine zweihundertjährige Lebensdauer erreicht.
Seine Backstein- und Werksteinfassaden (Drittes Millerntor, Zucht- und Spinnhaus u. a.)
zeigten künstlerische Beziehungen zu Holland und die für die Niederlande charakteristische
Gliederung durch Sandsteinpilaster, Säulen und dekorativen Schmuck. Hamelau war neben
dem Bau- und Zimmermeister Peter Marquardt (in Hamburg 1653-1672) wohl der
bekannteste Vertreter des Baufachs in Hamburg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Quelle: Hamburgisches Architekturarchiv, Bibliothek des AIV, J II 752, Paul H.M. Gädtgens: Sammlung von Aufsätzen und Auszügen aus älterer Fachliteratur über Hamburger Baumeister bis zum 19. Jahrhundert, 1982, zusammengestellt von Britta Knust
Spuren in Hamburg
Hamelausweg, Winterhude, seit 1926
Bilder, Dokumente und Medien
biographisches
lebensdaten