Johan van Valckenborgh
Biografie
Als Hamburg während des dreißigjährigen Krieges bedroht wurde, ließ der Rat den holländischen Ingenieur und Festungsbaumeister Johan van Valckenborgh aus den Niederlanden nach Hamburg kommen, der hier zum Schutz gegen eine Belagerung eine uneinnehmbare Festungsanlage 1616 – 1625 mit Wällen, Gräben und Bastionen vom Deichtor bis zum Stintfang anlegen ließ. Durch das Festungswerk wurden Stadterweiterungen um fast das Doppelte erreicht, einbezogen wurden das Wandrahmsviertel, das Kirchspiel St. Michaelis mit der Neustadt sowie der Niederhafen; durch Verlegung des Niederbaumes vom Niederhafen zur Elbe, wodurch weitere Liegeplätze für die Schiffe geschaffen wurden. So wurde das westlich vom Neuen Wall und vom Rödingsmarkt gelegene, gering bebaute Gelände mit den Geesthöhen nach Altona hin, in den neuen Befestigungsring hineingenommen. Es entstand ein mit 22 Bastionen und 11 Ravenlins versehener und durch tiefe Wassergräben und hohe Erdwällen geschützter Festungswall. Der Plan war von Valckenborgh erdacht und in neun Jahren unter seiner Leitung fertiggestellt; noch heute ist der Verlauf des Walles deutlich erkennbar.
Hamburgisches Architekturarchiv, Bibliothek des Architekten- und Ingenieurvereins, Paul Gädtgens: Sammlung von Aufsätzen und Auszügen aus älterer Familienliteratur über Hamburger Bauten und Baumeister bis zum 19. Jahrhundert, Hamburg 1984. zusammengestellt von Britta Knust
Bilder, Dokumente und Medien
literaturhinweise