Johann Christoph Friedrich Rist

Biografie

Johann Christoph Friedrich Rist war ein Urenkel des bekannten Wedeler Pastors und Kirchenliederdichters Johann Rist (1607–1667) und ein Sohn des aus Haseldorf gebürtigen Pastorensohns Friedrich Christian Rist (1708–1750), der Organist unter anderem an der Marien-Magdalenenkirche in Hamburg war, und dessen Ehefrau Maria Elisabeth geborene Kortkamp, verwitwete Hertzog (1702–1768). Johann Christoph Friedrich Rist besuchte von 1752 bis 1755 das Johanneum, danach von 1755 bis 1758 das Akademische Gymnasium in seiner Geburtsstadt. Infolge des frühen Todes des Vaters wuchs er in sehr bedrängten Verhältnissen auf, so dass der Organistensohn schon früh durch Orgelspielen und Musikunterricht zum Familienunterhalt beitragen musste. Rists Ausbildung wurde deswegen zum Teil durch Stipendien finanziert. Von 1758 bis 1761 studierte Rist Theologie an der Universität Jena, um 1762 vor dem Konsistorium in Altona das theologische Examen abzulegen. Nachdem er in Hamburg keine feste Anstellung als Geistlicher hatte erlangen können, wurde Rist 1769 als Pfarrer für die im Anschluss an den Gottorfer Vergleich von 1768 gegründete Kirchengemeinde in Niendorf in der Herrschaft Pinneberg gewählt und danach durch Christian VII. von Dänemark bestätigt. Rist konnte sein Amt jedoch erst mit der Kirchweihe am 14. 11. 1770 antreten. Über Rists Wahl und Einführung gibt es einen zeitgenössischen Bericht, der im 2. Band von Johann Adrian Boltens „Historischen Kirchen-Nachrichten von der Stadt Altona … und von der Herrschaft Pinneberg“ abgedruckt ist (Altona 1791, S. 244–246). Der Haselauer Pastor Johann Otto Wichmann (1730–1796) ließ 1770 im Stil der Zeit ein an Rist gerichtetes „Glückwunschschreiben“ drucken. Am 2. Juni 1773 ehelichte Johann Christoph Friedrich Rist die Hamburger Pastorentochter Magdalena Elisabeth Werkmeister (1752–1795). Damals umfasste das Kirchspiel neben Niendorf Lokstedt, Stellingen, Langenfelde, Eidelstedt, Hummelsbüttel und Burgwedel. Das Ehepaar Rist hatte drei Söhne, von denen zwei das Erwachsenenalter erreichten: der Diplomat in dänischen Diensten Johann Georg Rist (1775–1847) und der Hamburger Kaufmann Johann Christoph Friedrich Rist d. J. (1780–1822).

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise