Albert Nordheimer Hallgarten

Biografie

Albert Hallgartens Großvater Lazarus war 1850 aus Mainz nach New York ausgewandert und hatte dort das Bankhaus Hallgarten & Company gegründet. 1884, nach dem Tod seines Vaters, ging Albert Hallgarten mit anderen Familienmitgliedern nach Deutschland, behielt allerdings die amerikanische Staatsbürgerschaft. Gemeinsam mit seiner Mutter Mathilda (geb. Bauer) lebte er in Hamburg in der Rothenbaumchaussee 19. 1898 heiratete er Hedwig Rée. Aus der Ehe, die 1915 geschieden wurde, gingen zwei Kinder hervor. Seit 1899 besaß das Paar ein Haus an der Schönen Aussicht 12. Hallgarten war in der Hansestadt er als Importkaufmann tätig, außerdem war er von 1907 bis 1914 königlich-serbischer Generalkonsul. 1912 betrug sein Vermögen 2 Millionen Mark. Während des Ersten Weltkrieges verließ er Hamburg Richtung Holland. Seit 1925 arbeitete er dann vermutlich im New Yorker Bankhaus der Familie. Hallgarten bekannte sich ursprünglich zur jüdischen Religion, scheint diese Bindung jedoch in späteren Lebensjahren gelockert zu haben. Er gehörte zur Erbengemeinschaft, in deren Eigentum 1925 die Immobilie an der Rothenbaumchaussee 19 überging. Diese wurde 1935 für 40.000 Mark an die Lehrervereinshaus GmbH für die Abteilung Wirtschaft und Recht im Nationalsozialistischen Lehrerbund veräußert. 1954 wurde das Haus an die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft übertragen, die es wiederum 2013 für 2,5 Millionen Euro an das jüdische Bildungszentrum Chabad e.V. verkaufte und zugleich der Jüdischen Gemeinde Hamburg 400.000 Euro spendete.

Bilder, Dokumente und Medien

Datei öffnen / herunterladen
Literatur zu Albert Hallgarten.pdf
literaturhinweise