August Schoch
Biografie
Schoch war Schweizer Staatsbürger. Er machte eine Zimmermannslehre, danach studierte er 1897-1902 am Technikum Winterthur und an der ETH Zürich. 1902-20 war er Mitarbeiter in Architekturbüros in Köln und Hamburg. 1920 gründete er zusammen mit Rudolf Klophaus das Büro "Klophaus und Schoch". 1927 wurde Erich zu Putlitz dritter Partner. Das Büro "Klophaus, Schoch und zu Putlitz" bestand bis 1932. Nach dem Austritt von Klophaus führte Schoch das Büros zusammen mit zu Putlitz weiter. Nach dem Tod von zu Putlitz am 28.1.1945 übernahm Schoch das Büro zunächst alleine und ging schließlich eine Partnerschaft mit Bruno Gundlach ein.
Die einzelnen Bauten einer der Personen zuzuschreiben ist kaum möglich, man kann nur die Partnerschaften als Urheber angeben: Bis 1927 Klophaus und Schoch, 1927 - 1932 Klophaus, Schoch und zu Putlitz und 1933 - 1945 zu Putlitz und Schoch. Zu den Bauten dieser Büros zählten u.a. viele Bürogebäude in Hamburg. Die Architektenpartnerschaften nahmen auch an vielen Wettbewerben teil, die Urheberschaft wird dabei aber vorallem zu Putlitz zugeschrieben. Während des "Dritten Reiches" entwarfen Schoch und zu Putlitz viele Bauten für das NS-Regime. Zu Putlitz war Mitglied der NSDAP, Schoch nahm als Schweizer Staatsbürger einen besonderen Status ein.
Quellen:
Petra Bojahr: Erich zu Putlitz. Leben und Werk 1892-1945. Untersuchungen zur Monumentalarchitektur. Beiträge von: Frank, Hartmut / Tack, Peter. Hrsg.: Frank, Hartmut / Schwarz, Ullrich. Hamburg: Dölling und Galitz, 1997
Ulrich Bücholdt Historisches Architektenregister. http://www.kmkbuecholdt.de/historisches/personen/architekten_schn.htm
Wolfram Hagspiel: Lexikon der Kölner Architekten vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, Wien, Köln und Weimar: Böhlau Verlag, 2022, S. 351
Wikipedia: Rudolf Klophaus. https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Klophaus
Karl H. Hoffmann
Hamburgisches Architekturarchiv
Bilder, Dokumente und Medien
Hauptporträt
Datei öffnen / herunterladenimage