Klaus Peter Brehmer

Biografie

Klaus Peter Brehmers Oeuvre zeichnet sich durch eine unverkennbare Heterogenität aus, in welchem aber die Visualisierung gesellschaftlicher Entwicklungen und politischer Tendenzen die Konstante bildete. Bereits in den 60er Jahren setzte er sich mit den Inhalten und der Ästhetik der Werbe- und Medienbilder auseinander und entwickelte parallel zur amerikanischen Pop-Art eine Formsprache, welche die Phänomene der kapitalistisch orientierten Gesellschaft abbildete. Diesen Rahmen erweiterte er schnell um abstraktere Motive und reale Objekte wie architektonische, technische und organische Elemente. Für diese vorwiegend graphischen Arbeiten verwendete er fotomechanische Reproduktionstechniken, wie den Klischeedruck, Siebdruck und Offsetdruck. Zu den in den 60er Jahren entstandenen Werken gehörten auch eine Briefmarkenserie, in der er die Motive veränderte und um eigene Entwürfe ergänzte, sowie Aufsteller und Schachteln, die er als „gefaltete Objekte“ bezeichnete. In den 1970er Jahren stellte Klaus Peter Brehmer neue Werkgruppen her, die auf einer kritischen Auseinandersetzung mit Demografien und Soziografien zur basierten. Um seine Idee, abstrakte Entitäten in diagrammatische Arbeiten umzusetzen, bediente er sich einerseits der Deutung und Bedeutung von Farbe als Symbol und verwendete andererseits Farbmuster, Landkarten und Statistiken. Jedoch fokussierte er sich nicht ausschließlich auf gesellschaftliche Analysen, sondern veranschaulichte auch Abstrakta des menschlichen Körpers. Seine Arbeiten wurden später der Richtung Kapitalistischer Realismus zugerechnet, zu dessen weiteren Vertretern Konrad Lueg, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Wolf Vostell zählen. Der Name dieser Richtung bezog sich auf eine Gemeinschaftsausstellung, die 1963 in Düsseldorf stattgefunden hatte und in der Kunstwerke all dieser Künstler gezeigt worden waren. Klaus Peter Brehmer beschränkte sich nicht nur auf druckgraphische Arbeiten; des Weiteren malte er ab den 80er Jahren Bilder und produzierte bereits ab Ende der 60er Jahre Filme, wie zum Beispiel den Film Walkings. Zudem beschäftigte er sich mit der Verbindung zwischen Bildern und Musik indem er Musik in Bilder und vice versa Bilder in Musik umsetzte.

Spuren in Hamburg

Werke von Klaus Peter Brehmer befinden sich in der Hamburger Kunsthalle.