Florian Köhler

Biografie

Ende der 1950er und Mitte der 1960er Jahre war Florian Köhler Mitbegründer der Münchener Künstlergruppen „Wir“, „Spur“ und „Geflecht“. Innerhalb der Künstlergruppen wurde sich mit der gesellschaftlichen Stellung des Künstlers auseinandergesetzt und eine kollektive künstlerische Arbeitsform erarbeitet. Dabei wurde besonders in den Kunstwerken der „Geflecht“-Gruppe die Verbindung von Kunst, Gesellschaft, Politik und Technik thematisiert. Gleich der Dada-Gruppe fertigten sie sogenannte Antiobjekte an, die die Grenze der Kunst überschreiten sollten. Das gemeinsame Arbeiten und Ausstellen war ein Prinzip der Künstlergruppen, sodass Florian Köhler ausschließlich mit Teilnahmen im Gruppenkontext wahrgenommen worden war. Erst nachdem er nach Hamburg gekommen war, stellte er seine Werke das erste Mal 1972 allein aus. Sein daraufhin entstandenes Oeuvre fächert sich in den Medien Malerei, Zeichnung, Collage und Druckgraphik auf, seltener fertigt er figürliche Objekte an. Die Idee der Verbindung verschiedener Bereiche war, wie auch schon in den Künstlergruppen, maßgebendes Thematik in Florian Köhlers eigenständigen Kunstwerken.  In den 1970er und 1980er Jahren fokussiert er sich auf spezifische Arbeitswelten wie Kabelleger, Bauarbeiter, Bauern und Taucher. Dabei reflektierte er einschneidende politische Ereignisse und das Zeitgeschehen in seinen Kunstwerken und verband dies mit Rückgriffen auf Kunstgeschichte, Religion und Mythologie. Innerhalb dieser Beschäftigung wechselte er seinen Malstil mehrfach und schnell aufeinanderfolgend. Später fertigte er großformatige Ölbilder von Figurativen und Abstraktem in der der Expressivität der „Neuen Wilden“ mit heftigen Pinselstrichen und kräftigen Farben bei wildbewegten Formen. 

Bilder, Dokumente und Medien

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