Ursula Querner

Biografie

Ihr Werk gehört in formaler und motivischer Hinsicht zu den eigenständigsten Beiträgen der Kunst der 1960er Jahre. Dieses beinhaltet neben Federzeichnungen und Lithographien eine Vielzahl von bildnerischen Arbeiten. Letztere stellen zumeist Gestalten aus dem Alltag dar, die sie abstrahiert und mit einer rissigen Oberfläche versieht. Durch ihre Reisen nach Südeuropa inspiriert, widmet sie sich auch der Darstellung von Schwimmern und Tauchern. Diesbezüglich schreibt Hans Theodor Flemming: „In all diesen Schnorchlern und Ozeanautinnen, zerklüfteten Torsen und zeitgenössischen Nereiden lebt eine abgründig verspielte und zugleich surreal verfremdete Antike bis in die Gegenwart fort.“ Mit dieser Bezugnahme auf die Antike geht auch die Auseinandersetzung mit mythologischen Themen einher, denen sie sich in ihren Kunstwerken widmet. Hinzu kommen auch religiös konnotierte Arbeiten wie "Kruzifix" und "David mit Harfe" und die Darstellung von Schwimmern und Tauchern. Diese veranschaulichen einerseits das Thema bewegte Figur im Raum, andererseits sind sie auch Zeugen ihrer Begeisterung für das Tauchen.

Spuren in Hamburg

Folgende Plastiken von Ursula Querner befinden sich in Hamburg im öffentlichen Raum: „Aurora“ (1954) in Planten un Blomen, „Kruzifix“ (1954) in der Iserbrook Martin-Luther-Kirche, „Auferstehungsgruppe“ (1956) in der Philippuskirche, „Eselreiter“ (1956) auf dem Gelände der Grindelhäuser, „Orpheus und Euridice“ (1958) im Alstervorland, „3 Knabenbrunnen“ (1959) in Bernerau, „Kanzelreliefs“ (1959) in der Petrikirche, „Thalia“ (1960) im Foyer des Thalia-Theaters, „Großer Taucher“ (1965) im Niendorfer Bad Bondenwald, „Großes liegendes Paar“ (1966) an der Tangstedter Landstraße und „Großer Schwertfisch“ (1970) am Zoll Brooktor.

Ursula-Querner-Straße, Bergedorf, seit 1985

Bilder, Dokumente und Medien

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biographisches
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literaturhinweise