Friedrich Ernst Martin Wield
Biografie
Ab 1901 zeichnete Friedrich Ernst Martin Wield erste Aktstudien, die noch durch den Stil Rodins geprägt waren, und fertigte später Radierungen sowie Holzschnitte an, die teils in jugendstilnaher Gestaltung ausgeführt waren. Erste Anerkennung als Künstler erfuhr er mittels seiner Porträtbüsten bekannter Hamburger Persönlichkeiten. An diesen lässt sich ein stilistischer Wandel ablesen; waren sie zunächst klassisch, wurden sie zunehmend flächig formalisiert und abstrakt. Sein Ziel innerhalb dieses Wandels blieb, Plastiken nach antikem Vorbild anzufertigen. Dieses setzte er in tänzerisch bewegten Plastik des menschlichen Körpers um, die sich durch eine formale Sicherheit und symmetrische Einfachheit auszeichnen. Nach 1918 reduzierte er die Formverläufe und grenzte sich formal von der impressionistischen Plastik ab. Außerdem entwarf er als Denkmal für Heinrich Hertz die Ärtherwelle, in der die schwungvollen Bewegungen zweier Figuren eine Allegorie zu Forschergeist und Materie darstellen. 1933 wurde die Fertigstellung des Denkmals von der NS-Kulturbehörde verhindert. In der darauffolgenden Zeit fokussierte sich Friedrich Wield auf Gipsreliefs mit religiösen Motiven („Kreuzigung“) und Tierdarstellungen.
Spuren in Hamburg
Folgende Kunstwerke von Friedrich Ernst Martin Wield befinden sich im öffentlichen Raum Hamburgs: „Krugträgerin“ (1919) im Hamburger Stadtpark, „Ehrenmal“ (1922) in Hamburg-Bergedorf, „Kauernde“ (1928) in der Schule Uferstraße 10, „Mutter mit zwei Kindern“ (1929) in der Finkenau Institut für Geburtshilfe, „Aby Warburg“ (1930) am Planetarium im Stadtpark, „Gertenbiegerin“ (1931) in der Schule Alsterthal, „Ätherwelle“ (1933/Aufstellung 1994) im Eichenpark. Zudem befinden sich Arbeiten des Künstlers in den Sammlungen der Hamburger Kunsthalle, des Museums für Kunst und Gewerbe, der Hamburger Sparkasse und des Winterhur Museums.
Bilder, Dokumente und Medien
Hauptporträt
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biographisches
literaturhinweise