Anna Lydia Katharina Gombert

Biografie

Katharina Gombert war eine in Hamburg wirkende lutherische Theologin. Die Tochter eines Pastors legte 1922 die Reifeprüfung in Königsberg ab. 1923 erwarb sie die Lehrbefähigung für Lyzeen. Zwei Jahre arbeitete Gombert als Hauslehrerin auf einem Gut in Ostpreußen. In Königsberg, Rostock und in Göttingen studierte sie anschließend evangelische Theologie. Schon früh engagierte sie sich im 1925 gegründeten Verband Evangelischer Theologinnen Deutschlands und beteiligte sich an der Diskussion über die Arbeitsmöglichkeiten von Theologinnen in der Kirche. Nach dem ersten theologischen Examen in Göttingen 1930 erhielt Gombert eine Anstellung als Gemeindehelferin an der St. Lukas-Gemeinde in Hamburg-Fuhlsbüttel. Ihre Tätigkeitsbereiche waren die Jugendarbeit, die kirchliche Unterweisung und die Sozialarbeit. Aufgrund ihres erfolgreichen Wirkens wurde sie 1933 fest angestellt. Neben der Gemeindearbeit absolvierte sie das Vikariat und legte im selben Jahr das zweite theologische Examen in Hamburg ab. Laufend hielt sie Vorträge, u.a. im Deutsch-Evangelischen Frauenbund, und leitete die Treffen der Hamburger Mitglieder des Theologinnenverbandes. Im Nationalsozialismus war sie nicht Mitglied der NSDAP, kirchenpolitisch hatte sie sich 1934 der Bekenntnisgemeinschaft Hamburg angeschlossen.

1946 wurde Gombert Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe und zugleich hauptamtliche Leiterin des Evangelischen Frauenwerks in Hamburg. Einen wichtigen Teil ihres neuen Arbeitsfeldes bildeten die Mütter- und Frauen-Freizeiten. 1951 erhielt die bis dahin relativ offene Arbeit des Frauenwerkes eine vom Landeskirchenamt vorgegebene rechtliche Struktur. Aus Protest gegen diese Umstrukturierung des Landeskirchlichen Frauenwerks ließ Gombert sich im Juni 1952 von ihrem Amt als hauptamtlicher Leiterin entbinden und wechselte in die Krankenhausseelsorge. Seit 1955 war sie ausschließlich in Eilbek tätig, wo sie ab April 1964 auch die Gottesdienste übernehmen durfte. 1965 setzte die Synode einen Ausschuss zur Frage der Frauenordination ein, dem Gombert als geistliches Mitglied angehörte. Zum 1. September 1967 trat sie aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Zwei Jahre später, nach der Verabschiedung des Pastorinnengesetzes in der Hamburger Landeskirche, wurde ihr die Amtsbezeichnung Pastorin i.R. verliehen und das Recht zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung übertragen.

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise