Lic. theol. Walther Clarus Otto Heinz Heinrich Hunzinger
Biografie
Walther Hunzinger war ein lutherischer Theologe und ab 1932 Pastor in St. Georg. Er gilt als erster Studentenseelsorger an der Hamburger Universität. Der Sohn des Theologieprofessors und späteren Hamburger Hauptpastors an St. Michaelis August Wilhelm Hunzinger (1871-1920) studierte Evangelische Theologie in Erlangen, Göttingen und Marburg. 1927 und 1929 legte er die theologischen Examina in Hamburg ab und engagierte sich als Hilfsprediger in der Studentenseelsorge. In dieser Funktion leitete er auch die Arbeitsgemeinschaft für Studierende mit dem Unterrichtsfach Religion. 1930 wurde ihm der Pastorentitel verliehen, 1931 erfolgte in Marburg die Promotion zum Lic. theol. 1932 wurde er Pastor in St. Georg. Im „Dritten Reich“ gehörte Hunzinger, der früh das Wesen des Nationalsozialismus erfasst hatte, dem Bruderrat der Bekenntnisgemeinschaft an.
Nach der Ausbombung im Zweiten Weltkrieg zog Hunzingers Familie nach Wiesbaden. Walther Hunzinger folgte nach Kriegsdienst und amerikanischer Kriegsgefangenschaft. 1945 übernahm er als vikarischer Verwalter die Krankenhausseelsorge an der Bergkirche zu Wiesbaden, wo er 1947 eine Pfarrstelle erhielt. Dort arbeitete er eng mit Martin Niemöller zusammen, war engagiertes Mitglied der Dekanatssynode und setzte sich für die Zusammenarbeit zwischen Protestanten und Katholiken ein. Neben Vorträgen und Kursen an der Volkshochschule hielt er oft Andachten im Hessischen Rundfunk. Er war Beauftragter der Deutschen Ostasien-Mission der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat Wiesbaden und Leiter der Pfarrerbruderschaft in Hessen und Nassau.
Bilder, Dokumente und Medien
literaturhinweise