Margarete Adele Caroline Elisabeth Schuster

Biografie

Margarete Schuster war eine der ersten Theologinnen in der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate, konnte aber zwanzig Jahre nur in der deutlich geringer bezahlten und angesehenen Position einer Gemeindehelferin an der Hauptkirche St. Michaelis wirken. Die Tochter eines Gymnasialprofessors studierte unter schwierigen finanziellen Bedingungen Theologie, legte 1925 in Erlangen und 1930 in Hamburg die theologischen Examina ab. Seit 1926 arbeitete sie als Gemeindehelferin am „Michel“. Zuständig war Margarete Schuster für die Jugendarbeit, den Kindergottes­dienst, die Frauenhilfe und die Seelsorge an kirchenfernen Gruppen, also Ausgetretenen, kirchlich nicht getrauten Paaren und Familien, die ihre Kinder nicht taufen ließen. Vereinzelt übernahm sie auch den Konfirmandenunterricht und hielt die Gemeindebibelstunde. Auch vermittelte Margarete Schuster Besucher zur Betreuung von Familien und Alleinstehenden sowie Familien für Pflegekinder. Sie erledigte Behördengänge und kümmerte sich in der weiblichen Jugendarbeit. 1928 unterrichtete sie zusätzlich das Fach Religion in der ersten und zweiten Klasse der Wetkenschen Schule. Erst 1947 wurde sie zur Pfarramtshelferin ernannt, da vorher keine entsprechende Planstelle zur Verfügung stand. Mit Wirkung vom 1. Juli 1950 ließ Margarete Schuster sich aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzen. Nach der Pensionierung blieb die Michaeliskirche weiterhin ihr Lebens­mittelpunkt. 1969 erhielt sie die Amtsbezeichnung „Pastorin i.R.“, machte von den damit verbunden Rechten aber keinen Gebrauch mehr.

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise