Georg Heinrich Sieveking
Biografie
Kaufmann, Hanseat und Anhänger der Aufklärung
Georg Heinrich Sieveking entwickelte früh ein Intresse an der Literatur. Gemeinsam mit seinen etwa gleichaltrigen Freunden Johann Michael Hudtwalcker - dem späteren Bruder Freimaurer - und Caspar Voght, verfasste er Gedichte und Prosa. Im Kreis von Hudtwalckers Schwestern führten die Freunde Theaterstücke auf. Sievekings Frau Johanna Magdalena, geb. Reimarus, führte in Hamburg einen litherarischen Salon, in dem ebenfalls seine aufklärerischen Ideen gepflegt wurden. Zu den größten Vorbildern dieses Kreises gehörten viele Freimaurer-Brüder wie: Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Gottlieb Klopstock, Friedrich Wilhelm von Schütz, Friedrich Johann Lorenz Meyer, Friedrich Ludwig Schröder, um nur einige zu nennen.
Gemeinsam mit seinem Freund Caspar Voght führte er in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eines der größten Handelshäuser in der Hansestadt. Vom Februar 1791 bis März 1792 war es Präses der Handelskammer Hamburg.
Um eine Verständigung mit Frankreich herbeizuführen, schickte ihn der Senat 1796 mit einer Sondergesandtschaft nach Paris - ihr gehörte auch der Domherr und Bruder-Freimaurer, Friedrich Johann Lorenz Meyer an. Unter Einsatz seines Privatvermögens gelang es Sieveking, am 24. Juni 1796 einen Handelsvertrag mit der Französischen Regierung zu vereinbaren, mit dem das seit 1793 bestehende Handelsembargo gegen Hamburg aufgehoben wurde.
Spuren in Hamburg
Georg Heinrich Sieveking war überzeugter Freimaurer. In dieser Bruderschaft verfolgte er sehr engagiert die Ideen der Aufklärung. Er wurde 1780 in der Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" im I. Grad geführt. In der Hamburger Loge "St. Georg zur grünenden Fichte" hatte er am 19. Juni 1783 den IV. Grad inne. Diese Loge leitete er als Meister vom Stuhl vom 6. August 1789 bis zum Jahre 1790.
Spuren in Hamburg:
- in der Rathausdiele befindet sich an einer Säule sein Portrait-Relief
Bilder, Dokumente und Medien
Hauptporträt
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