Gretchen Wohlwill
Biografie
Obwohl die Malerin und Grafikerin Gretchen Wohlwill keineswegs unbekannt war und mit Anita Rée und Alma del Banco zu den sehr erfolgreichen weiblichen Mitgliedern der Hamburgischen Sezession zählte, geriet ihr Werk nach ihrem Tod, bzw. schon zur Zeit ihrer Emigration, etwas in Vergessenheit. Zu Beginn ihrer Schaffenszeit entstanden vor allem Grafiken, die sich an ihrem Lehrer Arthur Illies orientierten, gerne Szenen mit Arbeitern in der Umgebung des Hafens. Bald ließ sie sich, vor allem auf Ansichten, vom Kubismus inspirieren; ihre Porträts trugen eher eine expressionistische Prägung. Vor allem in der Zeit um 1930 begann sie, sich eher auf Gemälde zu konzentrieren. In ihren Bildnissen sind meist tonige Farben bestimmend, wie ihre Kollegen der Hamburgischen Sezession konzentrierte sie sich besonders das Flächige. Teilweise werden Konturen kaum sichtbar. Seit ihrer Emigration nach Portugal 1940 hellte sich ihre Farbpalette auf, die Farben wurden insgesamt kräftiger. Motivisch entstanden vor allem Landschaften, jedoch auch viele Bildnisse (meist von Mädchen oder Frauen), wobei Gretchen Wohlwill bei letzterem Motiv gerne eine Fensterarchitektur miteinbezog. Ausführliche Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Gretchen Wohlwill“.
Spuren in Hamburg
Ihr Grabstein steht im Garten der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof
Gretchen-Wohlwill-Platz, HafenCity, seit 2013
Bilder, Dokumente und Medien
biographisches