Arnold Fiedler
Biografie
Bekannt wurde Arnold Fiedler besonders durch seine Holz– und Linolschnitte, die vor allem Eindrücke der Großstadt Hamburg zeigen: Bilder vom Hafen, dem Hamburger Dom, und St. Pauli. Diese Motive bevorzugte er auch in der Malerei, bevor er sich ab den späten 1940er Jahren auch der abstrakten Kunst zuwendete. Fiedler bereitete, vor allem auch durch seinen engen Bezug zur Stadt Paris, in Hamburg den Weg zur gegenstandslosen Kunst, etwa zum Informel.
Er begann sein Studium an der Kunstgewerbeschule Hamburg bei Arthur Illies und Julius Wohlers. Besonders beschäftigte er sich hier mit dem Lithografieren und Zeichnen. Nach seiner Einberufung 1918 fertigte er Instruktionsplakate. Um sich – vor allem in der Malerei – weiterzuentwickeln, setzte er nach Kriegsende seine Ausbildung in München bei dem Expressionisten Hans Hofmann fort. 1929 kehrte er zurück nach Hamburg, konzentrierte sich fortan aber auf das Gebiet der Grafik. 1930 konnte er Paris besuchen. Die Hamburger Kunsthalle erwarb einige seiner Blätter, 1932 wurde er Mitglied der Hamburgischen Sezession, mit der er auch zuvor schon ausgestellt hatte. Obwohl er auch Aufträge erhielt (etwa durch Fritz Schumacher), war er vor allem in den 1930er Jahren auf finanzielle Unterstützung, etwa der Künstlernothilfe und der Amsinck-Stiftung, angewiesen. Dennoch konnte er auch zu Studienzwecken reisen, etwa 1932 und 1934 nach Italien, und 1933 (mit Fritz Kronenberg und Kurt Löwengard) an die Nordsee, 1937 nach Jugoslawien. Bei der Aktion „Entartete Kunst“ wurden in der Hamburger Kunsthalle im Jahr 1937 sechzehn seiner Arbeiten beschlagnahmt. Fiedler entschloss sich so zur Emigration, und ging nach Paris, wo er jedoch eingezogen wurde und 1944 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Zwei Jahre später konnte er nach Hamburg zurückkehren, wo er mit Zeichenunterricht sein Geld verdiente; ab 1947 leitete er schließlich die „Werkstättengemeinschaft und Lehranstalt für alle Künste“, auch bekannt als „Baukreis“, bis zum Ende des Projektes 1951. Reinhard Drenkhahn gehörte hier zu seinen Schülern. 1956 wurde Arnold Fiedler mit dem Edwin-Scharff-Preis geehrt, zwei mal (1958 und 1967) war er als Ehrengast der Villa Massimo in Rom. 1959 – 1969 verbrachte Arnold Fiedler nur die Winter in Hamburg, die restliche Zeit lebte er in Paris. Durch diesen ständigen kulturellen Austausch konnte er der Hamburger Kunstszene wichtige Impulse liefern.
Bilder, Dokumente und Medien
literaturhinweise