Curt Weber
Biografie
Nach dem Abitur in Greiz studierte Curt Weber Jura, legte im Juli 1914 die erste und im Oktober 1920 die zweite Staatsprüfung ab und wurde im Dezember 1920 zum Dr. jur. promoviert. Anschließend stand Weber im öffentlichen Dienst von Dezember 1920 bis Ende 1922 als Assessor beim Magistrat in Wilhelmshaven, dann drei Monate als Syndikus in Guben, von Mai 1923 bis August 1925 als Stadtrat in Oldenburg und schließlich in Königsberg bis Mai 1930. Anschließend war er dort bis Oktober 1939 Bürgermeister. Nach seinem Wehrdienst bis März 1941 war Weber zunächst Prokurist im Gemeinschaftswerk der Deutschen Arbeitsfront, dann vom 16. November 1942 bis zum 15. März 1946 Geschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Brauerei, beides in Hamburg. Mit Vertrag vom 16. März 1946 wurde er mit Wirkung vom gleichen Tage zunächst für drei Jahre zum Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg bestellt. Seit November 1946 war Weber auch Geschäftsführer des von den Kammern, Gewerkschaften und Genossenschaften gebildeten Hamburger Wirtschafts-Ausschusses. Die Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in der britischen Zone, später die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern des vereinigten Wirtschaftsgebietes, übertrugen Ihm den Vorsitz ihres Kammerrechts-Ausschusses. Im Frühjahr 1948 entsprach die Handelskammer Webers wiederholt geäußertem Wunsch auf vorzeitige Auflösung seines Anstellungsvertrages zum 30. April dieses Jahres. Von Mai 1948 bis Anfang 1959 war Weber im Mineralölwirtschaftsverband als Hauptgeschäftsführer bzw. Vorstandsmitglied tätig.