Karl (auch Carl-Gisbert) Schultze-Schlutius

Biografie

Nach dem Abitur studierte er von 1921-1924 Jura an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Köln. In Köln 1924 Referendar und 1925 Promotion zum Dr. jur. 1928 Gerichtsassessor in Berlin und Eintritt in den Dienst der Bezirksfinanzverwaltung in Düsseldorf. Im Mai 1934 wurde ihm dort die Leitung der Überwachungsabteilung der Devisenstelle übertragen. Am 1. Oktober 1934 zum Reichswirtschaftsministerium (Devisen-Abteilung) abgeordnet, blieb er auf seinem Spezialgebiet tätig, leitete seit dem Frühjahr 1938 das Grundsatzreferat für Devisenfragen des Warenverkehrs und wurde im Dezember 1942 als Ministerialdirigent Leiter der Länderabteilung.
Im April 1945 wurde er zum Arbeitsstab Nord des Reichswirtschaftsministeriums in Hamburg versetzt. Vom 1. September 1946 bis zum 31. Mai 1948 war er Leiter der Wirtschaftsabteilung des Zentralhaushaltsamtes für die britische Zone. Am 1. Juni 1948 wurde er Hauptgeschäftsführer der Handelskammer.
Am 2. Dezember 1953 trat er in den Senat ein und übernahm zunächst das Wirtschafts-, später das Finanzressort. Nach Beendigung der Amtszeit des „Hamburg-Block“-Senats wurde Schultze-Schlutius zum 1. März 1958 in den Vorstand der Vereinsbank in Hamburg berufen, dem er bis zum 31. Dezember 1968 angehörte.
Von 1957 bis 1966 war Schultze-Schlutius Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, seit 1961 ihr erster Vizepräsident.
Als Bankvorstand war Schultze-Schlutius für diese Wahlgruppe am 15. März 1960 Plenarmitglied der Handelskammer geworden und blieb das (später kooptiert) bis zu seinem Tode am 8. März 1969. Von Mai 1960 bis März 1969 war er Vorsitzender des Steuer-Ausschusses (1968 umbenannt in Ausschuss für Steuer- und Finanzpolitik), seit Juni 1960 auch Vorsitzender des Ehrengerichts der Hamburger Börse.
In der langen Geschichte der Commerzdeputation und der Handelskammer war Schultze-Schlutius der einzige, der sowohl haupt- als auch ehrenamtlich dieser Körperschaft gedient hat.

Bilder, Dokumente und Medien

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