Ernst Hermann Heinrich Rowohlt

Biografie

Ernst Rowohlt war Verleger. Er gründete den Rowohlt Verlag und leitete das Unternehmen bis zu seinem Tod. Ursprünglich 1910 in Leipzig mit Kurt Wolff ins Leben gerufen, gründete Rowohlt nach einem Zerwürfnis mit seinem Leipziger Gesellschafter den Verlag 1919 in Berlin neu. Dort verlegte er namhafte Autoren der Weimarer Republik, darunter Hans Fallada, Kurt Tucholsky und Joachim Ringelnatz. Außerdem gab er mit Willy Haas die einflussreiche Zeitschrift „Literarische Welt“ heraus. Als einer der ersten deutschen Verleger publizierte er systematisch auch Texte amerikanischer Autoren. Nachdem die NSDAP Rowohlt 1938 Berufsverbot erteilte, wurde der Verlag bald ganz geschlossen, auch wenn Rowohlts Sohn, Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, die Geschäftsführung vorübergehend übernommen und versucht hatte, den Betrieb am Leben zu halten. Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten Ernst Rowohlt und sein Sohn den Verlag neu auf und verlegten den Unternehmenssitz nach Hamburg. Von dort aus konnte sich der Verlag schließlich langfristig als einer der bedeutendsten Buchverlage in Deutschland entwickeln. 1946 wagte der Rowohlt Verlag einen großen Schritt: Er brachte Titel der Weltliteratur als großformatige Zeitungsromane heraus. Hiervon ausgehend entwickelte sich die für den deutschen Nachkriegsbuchmarkt besonders prägende rororo-Taschenbuchreihe, die Literatur zu einem günstigen Preis für jedermann erhältlich machte. Rowohlt machte sich besonders verdient in der Verbreitung amerikanischer und französischer Schriftsteller und Philosophen auf dem deutschen Buchmarkt, darunter Jean-Paul Sartre, Ernest Hemingway, Henry Miller und Simone de Beauvoir. Ausführlichere Informationen enthält das beigefügte pdf-Dokument „Ernst Rowohlt“.

Bilder, Dokumente und Medien

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biographisches