Eduard Rhein
Biografie
Eduard Rhein war ein äußerst vielseitig begabter Journalist, Schriftsteller und Erfinder. Sein größter Erfolg wurde der Aufbau der Rundfunk- und Fernsehprogrammzeitschrift „Hör Zu!“. Unter seiner Leitung in den Jahren 1946 bis 1964 entwickelte sich die Zeitschrift zu einem Grundstein des Hamburger Verlags Axel Springer. Rhein schaffte es bis 1962, die Auflagenzahlen der „Hör Zu!“ von 250.000 Exemplaren auf 4,2 Millionen zu erhöhen. Das Geheimnis lag in der inhaltlichen Bandbreite der Zeitschrift: Ratgeberteile und Fortsetzungsromane, von denen Eduard Rhein dreizehn selbst verfasste, machten die „Hör Zu!“ zur Familienzeitschrift für jedermann. „Hör Zu!“ zählte damit zu den meistgelesenen bundesrepublikanischen Printmedien der frühen Nachkriegszeit. Außer für seine Karriere bei der „Hör Zu!“ wurde der studierte Elektroingenieur Rhein auch berühmt für seine technologischen Innovationen. Seine Erfindung des Füllschriftverfahrens war bahnbrechend für die Entwicklung der modernen Langspielplatte, denn dank Rheins neuer Technik konnte die Spieldauer von Langspielplatten bei gleich bleibender Qualität verdoppelt werden. 1976 rief Eduard Rhein die Eduard-Rhein-Stiftung ins Leben, die Preise für herausragende Leistung in Wissenschaft und Forschung vergibt. Neben anderen Ehrungen wurde Rhein 1990 mit der Medaille für Kunst und Wissenschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. In Hamburg ist das Eduard-Rhein-Ufer an der Außenalster nach dem Erfinder und Journalisten benannt.