Adolph Heinrich Ferdinand Schönfelder

Biografie

Adolph Schönfelder wurde am 5.4.1875 in Hamburg geboren und wuchs im Stadtteil Barmbek auf. Sein Vater, Louis Gustav, war ein gelernter Tischler und Konstabler, seine Mutter Maria Sophia arbeitete als Dienstmädchen.
Zunächst wurde er Zimmerer und war u. a. an den Bauarbeiten des Hochbahnhauses an der Steinstraße, dem Ziviljustizgebäude und dem Haus der Hamburger Feuerkasse beteiligt.
1901 wurde er Mitglied der SPD und 1919 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, wo er sich der Bildungspolitik widmete. Er interessierte sich vor allem für die pädagogische Reformbewegung, dem Zusammenwirken von Eltern und Lehrern und der Gründung der Universität. Ab 1919 gehörte er zum Landesvorstand der SPD, ab 1920 zur Kontrollkommission der Partei auf Landesebene. 1925 wurde er Mitglied des Senats, hier war er zunächst für die Baubehörde zuständig, später für die Polizei.
Nach dem Verbot der sozialdemokratischen Zeitung „Hamburger Echo“ durch die Nationalsozialisten, traten die der SPD angehörigen Senatoren zurück. Im Juni 1933 wurde Schönfelder verhaftet und des Hoch- und Landesverrats beschuldigt. Zwar wurde ihm kein Prozess gemacht, aber er musste sich von der SPD lossagen und stand unter Beobachtung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum Zweiten Bürgermeister von Hamburg ernannt. 1946 wurde er zum Präsidenten der Hamburger Bürgerschaft gewählt. Weiter war er an dem neuen Aufbau der SPD und der Gewerkschaften beteiligt. 1948 und 1949 war er der Alterspräsident des Parlamentarischen Rates und fertigte zusammen mit Konrad Adenauer und Hermann Schäfer das Grundgesetz aus.
Schönfelder verstarb am 3. Mai 1966 in Hamburg.

Spuren in Hamburg

Adolph-Schönfelder-Straße, Barmbek-Süd, seit 1970

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise