Berthold Grosse

Biografie

Berthold Grosse wurde am 2.6.1863 in Welsleben bei Magdeburg geboren. Er machte eine Lehre zum Tischler und begab sich auf Wanderschaft. Es folgte der Eintritt in die Gewerkschaft der Tischler (1883), das Amt als Vorsitzender des Tischler-Fachverein Hannovers (1888), die Mitgliedschaft im Hamburger Tischlerverband und das Amt als Delegierter im Hamburger Gewerkschaftskartell (1890). Ab 1900 war er Angestellter bei der Ortskrankenkasse in Altona.
Seit 1884 war Grosse Mitglied der SPD und mitverantwortlich, dass die Novemberrevolution in Hamburg einigermaßen friedlich verlief. Im November 1918 wurde er für die Gewerkschaften in den Arbeiter- und Soldatenrat für Hamburg gesandt. Nach dem Rücktritt Heinrich Laufenbergs wurde Grosse neben Karl Hense zum Vorsitzenden des Rates gewählt. Neuwahlen für die Hamburgische Bürgerschaft wurden im März 1919 angesetzt. Neuer Präsident der Bürgerschaft wurde Grosse, der Mitglied seit 1907 war. Nach dem Tod des Senators Max Hegemann wurde er an dessen Stelle in den Hamburger Senat gewählt, wo er für das Ressort Jugend verantwortlich war.
Grosse verstarb am 7.10.1927 in Hamburg.

Bilder, Dokumente und Medien

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literaturhinweise