Der "große Bach" – damit war im 18. Jahrhundert nicht Johann Sebastian gemeint, sondern sein berühmter Sohn, Carl Philipp Emanuel. Der so genannte "Hamburger Bach" wirkte von 1768 bis 1788 als Musikdirektor der fünf Hamburger Hauptkirchen und war Kantor an der Gelehrtenanstalt Johanneum. Unterricht in Komposition und Klavierspiel erhielt der zweitälteste Bach-Sohn bei seinem Vater parallel zur schulischen Ausbildung, die anfangs in Köthen und ab 1723 an der Leipziger Thomasschule absolviert wurde. Ganz der Musik wi...
Als Bauernsohn im thüringischen Langendorf aufgewachsen, absolvierte Franz Bach in Weißenfels eine Maurerlehre und ging anschließend auf die Sächsische Staatsbauschule in Leipzig, wo er ein Stipendium erhielt. Von dort aus machte er sich 1885 auf, um mit seiner jungen Familie über Hamburg auszuwandern, blieb dann aber doch in der Hansestadt. Hier errichtete er als selbstständiger Architekt zahlreiche Villen, Wohn- und Kontorhäuser und spielte gerade bei der Ausbildung dieses Bautyps eine bedeutende Rolle. Bach, mit...
1885 geboren in Langendorf als Sohn von Franz Bach; nach seiner akademischen Ausbildung Partnerschaft mit seinem Vater; 1924 Gründung eines eigenen Büros mit Fritz Wischer; Wiederaufbau der Bach’schen Kontorhäuser 1946 Tod in Hamburg
Walter Bacher war von 1927 bis 1933 Lehrer an der Klosterschule in Hamburg und engagierte sich besonders beim Aufbau eines altsprachlichen Gymnasialzweiges. Bacher war Sohn jüdischer Eltern, wurde aber evangelisch-lutherisch getauft. Von 1911 bis 1914 und von 1918 bis 1919 studierte er in Halle und Freiburg Latein, Griechisch, Geschichte und Archäologie. Als Freiwilliger nahm er am Ersten Weltkrieg teil. 1919 wurde er zum Dr. phil. promoviert und legte ein Vierteljahr später das Staatsexamen für das Höhere Lehramt...
1880 geboren in Essen Sohn des Verlegers Julius Baedeker (Reiseführer); 1901-1904 Studium an der Königlich Technischen Hochschule in Stuttgart bei Therodor Fischer ; Hauptschwerpunkt Entwurf von Wohnhäusern auf Sylt und in Hamburg 1959 Tod in Altenschwand, jetzt Rickenbach
1852 gründete Samuel Joel Ballin zusammen mit Samuel Moritz Hirsch die Auswanderer-Agentur Morris & Co. Seit 1874 arbeitete Albert Ballin in der väterlichen Firma, ein Jahr später erhielt er Prokura und wurde 1879 schließlich deren Mitinhaber. 1881 begann er die Zusammenarbeit mit dem Neffen des Hamburger Großreeders Robert Miles Sloman jr., Edward Carr, und dessen Reederei. Bereits 1882 liefen 17 Prozent des gesamten Hamburger Auswandererverkehrs über die Carrsche Linie. 1886 trat Ballin den Posten als Leiter der...
Karl Ballmer war zeitlebens sowohl als Schriftsteller als auch als Künstler tätig. In beiden Bereichen stellten sich insbesondere die Jahre, die er in Hamburg verbrachte, als prägende Erfahrung heraus. Ein Teil davon war sein Beitritt in die Künstlergruppe Hamburger Sezession 1931. Mit diesem stieß er einen künstlerischen Austausch an, der nicht nur auf sein eigenes Werk, sondern auch auf das der anderen Mitglieder wie Rolf Nesch, Karl Kluth und Willem Grimm auswirkte. Des Weiteren waren Karl Ballmers Vorbilder die...
Alma del Banco war eine Malerin und Grafikerin, die – obgleich erst relativ spät zur Malerei gekommen – zu einer der wichtigsten Mitgliedern der Hamburgischen Sezession zählte und vor allem in den 1920er Jahren großen Erfolg hatte. Motivisch konzentrierte sich Alma del Banco besonders auf Porträts und Ansichten, entweder von norddeutschen Häfen oder von Städten in Südeuropa, die sie bereiste. Während ihre Werke der 1920er Jahre noch kubistische Anklänge haben und die Farbigkeit sehr zart, durchscheinend und aquarel...
Schon früh präferierte Eduard Bargheer die Technik des Aquarells, und obwohl er auch in Öl malte, sollte das Aquarell seine „ureigenste“ Technik bleiben, die ihn zu nationalen und internationalen Erfolgen führte. Landschaften spielten sicher eine besondere Rolle in Bargheers Werk, er malte jedoch auch Porträts und einige Stilleben. Vor allem durch seine Reisen in den Süden, speziell nach Italien, eröffnete sich ihm das Thema „Licht“ als zentraler Impuls seines Lebenswerkes. Sein frühes Schaffen orientierte sich noc...
Die künstlerischen Anfänge Ernst Barlachs sind geprägt von Experimentierfreudigkeit, auch was das Medium seiner Kunst angeht: Neben dem Bildhauen malte, schrieb und zeichnete er. Stilistisch orientierte er sich vorerst an Jugendstil und Symbolismus. Vor allem seine Russland-Reise 1906 veränderte seinen Stil entscheidend, neue Motive (Bettler, Bauern) wurden aufgenommen. Später sollte Ernst Barlach einmal sagen, dass er sein gesamtes Schaffen vor diesem Zeitpunkt leichten Gewissens verabschieden könne. Er begann, se...
Willi Bartels war in Hamburg unter dem Spitznamen „König von Sankt Pauli“ bekannt. Als Besitzer zahlreicher Immobilien in diesem Stadtteil, vor allem auf der Reeperbahn, prägte er den Kiez bis in die 1980er Jahre stark. Begründet im Jahr 1937 mit der Übernahme des Vergnügungslokals „Tanzpalast“ von seinem Vater, wuchs Bartels Immobilienimperium im Laufe der Jahre immer mehr an. Zu den bekanntesten Grundstücken und Gebäuden gehören unter anderem das Schmidts Tivoli, das Dollhouse sowie das Hotel Hafen Hamburg und da...
Eine Gedenktafel in der Hamburger St. Michaeliskirche ehrt den großen Komponisten, Pianisten, Dirigenten und Musikorganisator mit folgender Inschrift: "Am 5. Februar 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy nahe dieser Kirche geboren. Seine Psalmkompositionen für den evangelischen Gottesdienst verbinden jüdische Tradition mit christlichem Bekenntnis. Wir gedenken seiner an dieser Stelle als des Wiederentdeckers von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion und Georg Friedrich Händels Oratorien". Tatsächlich wurde Felix...
Horst von Bassewitz studierte von 1953 bis 1959 an der TU Braunschweig. Das Diplom machte er bei Professor Oesterlen, dessen Mitarbeiter er danach für zwei Jahre wurde. Von 1961 bis 1965 war er Assistent am Lehrstuhl von Prof. Oesterlen. 1965 war Horst von Bassewitz Mitarbeiter im Architekturbüro Schnittger in Kiel. Danach, 1967, begann eine Partnerschaft mit Carl Friedrich Fischer in Hamburg, die bis 1974 währte. In dieser Zeit entstanden Bauten wie der "Astra-Turm" der Bavaria-Brauerei in der Bernhard-Nocht-Straß...
Hermann Baumeister wurde am 4.1.1806 als Sohn einer Hamburgischen Kaufmannsfamilie geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und arbeitete danach als Advokat. Zwischen 1835 und 1859 war er als Richter am Niedergericht tätig. Seine Entscheidung Richter zu werden, hing vor allem damit zusammen, dass er sich vermehrt wissenschaftlichen und politischen Themen widmen wollte und dies in seiner Position als Richter besser verfolgen konnte. Ab 1859 bis zu seinem Tod war er Richter am Obergericht. 1876 wurde er...
1940 Abitur an der Oberschule in Rottweil 1940 - 1945 Wehrdienst bei der Kriegsmarine als leitender Ingenieur auf U-Booten 1945 - 1946 Zimmermannspraktikant 1946 - 1950 Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe 1950 Diplomprüfung bei Professor Egon Eiermann 1950 im Sommer erste Anstellung als Architekt bei der Benzin- und Petroleum-Gesellschaft in Hamburg. Entwicklung von Schwingendächern, Zahlpavillons, Werbe- und Platz-leuchten, Entwürfe und Oberbauleitung von Tankstellen und Lagern, baulich...
Ulrich Becker war ein Verwaltungswissenschaftler und Jurist. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Organisationsreform der Hamburger Verwaltung in den 1960er und 1970er Jahren. Er war der Sohn des Verwaltungsdirektors Karl Becker und dessen Ehefrau Erna. Nach dem Abitur in Zoppot 1935 leistete er zunächst Arbeitsdienst, bis September 1936 Wehrdienst. Von 1936 bis 1939 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in München, Marburg und Königsberg, wo er am 21. September 1939 die erste juristische Staatsprüfung besta...
Ursula Becker-Mosbach, geborene Mosbach, wurde am 23.12.1922 in Balikpapan, im indonesischen Teil der Insel Borneo geboren. Aufgewachsen ist Ursula Becker-Mosbach bis 1937 in Venezuela, danach kehrte die Familie nach Deutschland zurück und nach Stationen in Berlin und Dresden schloss sie die Schule in Hamburg ab. Danach begann sie 1943 eine zweijährige fotografische Ausbildung im Lette-Verein in Berlin, bevor sie 1946 bis 1953 das Studium in der Fotografieklasse von Prof. Grubenbecher an der Landeskunstschule in Ha...
Walter Beckhoff wurde 1648 als Sohn des ursprünglich aus Bremen stammenden Kaufmanns Johannes Beckhoff geboren. Sein Vater sorgte dafür, dass er nicht nur eine gute Schulbildung erhielt, sondern auch in allen Kenntnissen und Fertigkeiten ausgebildet wurde, die ein Kaufmann für seine Tätigkeit benötigte. Dazu gehörte nicht nur die lateinische Sprache, sondern auch moderne Sprachen, die Grundlagen der Rechenkunst und Handelslehre. Um den Erfolg seiner auswärtigen Geschäfte zu erweitern, ging er 1683 erst nach Belgien...
Emmy Beckmanns Mutter starb nach der Geburt der Zwillinge Emmy und Hanna an Kindbettfieber, der Vater ging eine neue Ehe ein. Zu den drei Kindern (es gab noch einen älteren Bruder, der später Pastor wurde) kamen im Laufe der Zeit vier weitere Geschwister hinzu. Emmy und Hanna Beckmann wurden Lehrerinnen und blieben unverheiratet. Nach ihrem Examen für die Lehrbefähigung an mittleren und höheren Schulen war Emmy Beckmann von 1900 bis 1906 als Lehrerin tätig, studierte dann in Göttingen und Heidelberg Geschichte, Eng...