Rudolf war des erste von neun Kindern des aus den Niederlanden nach Hamburg geflüchteten Kaufmanns Willem Amsinck (1542-1618) und Henrica, geb. van de Rouse. Er betätigte sich als Kaufmann und wurde 1618 Mitinhaber der väterlichen Assekuranzfirma "Rudolf und Arnold Amsinck". Zwischen 1615 und 1619 gründete er eine Drahtmühle in Grönwohld bei Trittau/Holstein. 1619 wurde er Ratsherr, Senator und Mitbegründer der Hamburger Bank. Er wurde 1623 Prätor (oberster Gerichtsherr) und gehörte der im selben Jahr gegründeten A...
Wilhelm Amsinck, geboren 19.7.1793 in Hamburg, gestorben 4.1.1874 ebd., Sohn des Bürgermeisters Wilhelm Amsinck und der Elisabeth Schuback. Nach Studium der Rechte Promotion zum Dr. jur. und Niederlassung als Advokat in Hamburg. 1824 Ernennung zum Richter am Niedergericht, 1827 zum Senatssyndikus. Vermählt 9.11.1824 mit Marie von Schwartz.
Zimbert Amsinck, geb. 09.11.1650 in Hamburg, gest. 28.08.1696 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns Rudolph Amsinck und der Hamburger Kaufmannstochter Anna Jenisch. Nach Jurastudium 1674 Licentiat der Rechte in Straßburg, seitdem als Advokat in Hamburg tätig. 08.10.1691 Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter Johanna Ulcken.
Johann Anderson d. Ä., geb. 14.3.1674 in Hamburg, gest. 3.5.1743 ebd., Sohn des Kaufmanns Ammon Anderson und dessen zweiter Frau, der Ratsapothekerstochter Gesa Stahl. Nach Studium der Theologie und dann der Jurisprudenz in Halle 1697 Promotion in Leiden. 1702 Ratssekretär, 1708 Ratssyndicus mit umfangreicher Gesandtentätigkeit, seit 1723 Bürgermeister in Hamburg. Erste Eheschließung 17.5.1700 mit der Domdechantentochter Margaretha Katharina Westermann (gest. 1702), zweite Heirat mit der Bürgermeisterstochter Marga...
Johann Anderson d. J., geb. 30.09.1717 in Hamburg, gest. 12.01.1790 ebd., Sohn des Johann Anderson d. Ä. und dessen zweiter Ehefrau Margarethe von Lengerke. Nach Studium der Rechte in Halle 1741 Promotion in Utrecht. 1748 Ratssekretär in Hamburg, 1751 Ratsherr, seit 1783 Bürgermeister. 13.05.1749 Heirat mit der Oberaltentochter Gesa Matfeldt.
Ansgar (geb. vermutlich 801 in der Picardie, gest. 3.2.865 in Bremen, auch Anskar oder Anschar genannt); Kirchenheiliger, Erzbischof von Hamburg und Bremen sowie Missionsbischof für Skandinavien. Ein Großteil der Urkunden, die als Quellen zu Ansgars Leben und Wirken dienten, haben sich als Fälschungen erwiesen, sodass viele Daten unklar bleiben. Die wichtigsten Informationen stammen aus der Biografie, die sein Schüler und Nachfolger Rimbert verfasste. Demnach wurde der Benediktiner von Papst Gregor IV. als Missions...
Fritz Arndt wurde am 6. Juli 1885 in Hamburg geboren. Er besuchte das Matthias Claudius Gymnasium in Wandsbek und legte 1904 das Abitur ab. Er studierte Chemie in Genf, Hamburg und Freiburg und promivierte hier 1908 mit der Arbeit „Untersuchungen über neue Derivate des o-Toluchinolins“. Er arbeitete dann als wissenschaftlicher Assistent an den Universitäten Freiburg, Greifswald und Kiel. Von dort folgte er seinem Professor Heinrich Blitz nach Breslau und habilitierte hier 1912. Aus gesundheitlichen Gründen ausgemus...
Landherr der Hamburger Marschlande, Senator im Rath der Stadt Nach seiner Promotion 1808 kam der in Minden geborene Arning nach Hamburg, um sich hier als Advokat nieder zu lassen. Am 15. April 1835 wurde er Senats-Mitglied im Rath der Stadt, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Johann Carl Gottlieb Arning war verheiratet mit Henriette Wilhelmine, geb. Oppenheimer. Sie war die Tochter des Hamburger Kaufmanns Jacob Amschel Oppenheimer (1778-1845) und seiner Frau Esther, geb. Heckscher. Ihr Sohn war der spätere Landge...
Johannes Arnold wurde 1867 in Lübeck geboren und erhielt dort auch seine kaufmännische Ausbildung. Als 22jähriger trat er in die Wilhelmsburger Chemische Fabrik Hamburg ein. 1896 wurde er an die Spitze der Firma berufen. Außerhalb seiner Tätigkeit als Fabrik-Direktor entfaltete Arnold eine rege Aktivität für seinen Wohnbereich Wilhelmsburg. 1905 war er Mitglied im dortigen Gemeinde-Ausschuß. Darüber hinaus verwaltete er zahlreiche Ehrenämter, war Mitglied der Handelskammer Harburg und Mitglied des Kreistages für de...
Hans Christian Asmussen war von 1932 bis 1934 Pastor an der Altonaer Hauptkirche St. Trinitatis. Von 1917 bis 1921 studierte er Evangelische Theologie in Kiel und in Tübingen. 1921 legte er das erste, 1923 das zweite theologische Examen in Kiel ab. Am 30. April 1923 wurde er in Flensburg ordiniert. Er war dort anschließend Hilfsgeistlicher, ab 1925 Pastor in Albersdorf (Süderdithmarschen), ab 1932 in Altona. Unter seiner Führung erarbeiteten fünf Theologen das am 11. Januar 1933 verkündete „Wort und Bekenntnis Alto...
Als jüngste Tochter von Dr. David und Rosa Maria Assing, geborene Varnhagen, wurde Ludmilla am 22. Februar 1822 in Hamburg geboren, wurde musisch, literarisch und politisch aufgeklärt gebildet und erzogen und lebte in der Poolstraße 9 bis 1842 in Hamburg. Sie starb hochangesehen als Herausgeberin bedeutender kulturgeschichtlichter Nachlässe, Briefwechsel und literarischer Werke, als Autorin eigener Schriften, als Zeichnerin vielfältiger Porträts von Zeitgenossen und als Gründerin der Handelsschule "Scuoloa Ludmilla...
Am 11. Februar 1819 wurde Ottilie Davida Assing in Hamburg geboren und wuchs gemeinsam mit ihrer Schwester Ludmilla in einem von liberalen Ideen geprägten und literarisch äußerst engagierten Elternhaus in der Poolstraße in der Hamburger Neustadt auf. Im Salon ihrer Eltern Dr. David und Rosa Maria Assing, geborene Varnhagen, organisierte sie Lesungen klassischer Literatur unter der Regie von Karl Gutzkow, eine der wichtigen Stimmen in der Jungdeutschen Bewegung. Sie führte ihre Theaterbegeisterung später in der Hamb...
Rosa Maria Assing wurde als ältestes Kind der evangelisch getauften Straßburger Ratsherrntochter Anna Maria und des katholischen Arztes Andreas Jacob Varnhagen von Ense, ein überzeugter Aufklärer und Anhänger der Ideale der französischen Revolution, am 28. Mai 1783 in Düsseldorf geboren. Die Schriftstellerin, Lyrikerin, Scherenschnittkünstlerin und Erzieherin Rosa Maria Assing, die 1796 dann zusammen mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder dem aus Straßburg vertriebenen und aus Düsseldorf ausgebürgerten Vater na...
Albertine Assor kam aus einer baptistischen Pastorenfamilie. Beruflich war sie als Schneiderin tätig, eignete sie sich jedoch auch kaufmännische Kenntnisse an. Viele Jahre arbeitete sie für verschiedene Diakonien, unter anderem auch als Oberin. 1907 gründete sie den Diakonissenverein Siloah, welcher spätere in Albertinen-Diakoniewerk e.V. umbenannt wird. Der Verein war ursprünglich ein Heim für junge erwerbstätige Mädchen und Träger des ersten baptistischen Krankenhauses.
Jakob Friedrich Theodor Audorf, der Jüngere, war Schlossermeister, Arbeiterführer, Redakteur und Dichter. Er ist der Sohn des Haartuchwebers Johann Hinrich Jakob Audorf(1807-1891), der eine so bedeutende Rolle in der frühen Arbeiterbewegung in Hamburg innehatte, dass zehntausend Menschen, Fahnen schwenkend, 1891 seinem Sarg folgten. Durch diesen Vater, ein „Zoon Politicon“, früh geprägt, gründete Jakob Audorf 1863 als einer der elf Hamburger Delegierten in Leipzig den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“ und wurd...
Nach seinem Studienabschluss in Heidelberg war Gustav Aufschläger von 1878 bis 1882 Assistent im chemischen Laboratorium des Königlich-Sächsischen Polytechnikums in Dresden. 1882 gründete er die Dynamitfabrik Muldenhütten bei Freiberg und übernahm zwei Jahre später die Leitung der inzwischen gegründeten Dresdener Dynamit-AG bei Radebeul. 1889 wurde er vom befreundeten Alfred Nobel als Generaldirektor in den Vorstand der Dynamit AG (vormals Alfred Nobel & Co.) nach Hamburg berufen und stand 37 Jahre an der Spitze di...
Rudolf Augstein war Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Der seit 1947 in Hannover erscheinende „Spiegel“ zog 1952 nach Hamburg. Hier baute Augstein den „Spiegel“ zu einem der führenden Politmagazine der Bundesrepublik auf und prägte damit den Medienstandort Hamburg entscheidend mit. 1962 sorgte die sogenannte „Spiegel“-Affäre bundesweit für Aufsehen, nachdem die „Spiegel“-Titelgeschichte „Bedingt abwehrbereit“ die Politik des Verteidigungsministers Franz Josef Strauß kritisch ins Visier genommen hatte. D...
Den Hauptteil in Edgar Augustins sehr breit gefächertem Oeuvre nehmen seine plastischen Arbeiten ein. Diese Gewichtung ist damit in Verbindung zu bringen, dass die Bildhauerkunst schon früh im Fokus seiner Ausbildung und seines künstlerischen Schaffens standen. So studierte Edgar Augustin nach einer Goldschmiedeausbildung und einem Studium an der Werkschule in Münster, in der Klasse der gegenständlichen Bildhauerei an der Hamburger Hochschule für bildenden Künste. In den folgenden Jahren bildet die menschliche Figu...
Ein für die damalige Zeit mit ungewöhnlichen Aufwand aufgeführter und viel bewunderter Bau war der vom Architekten Eduard Averdieck für den Eigentümer W.Sillem errichtete Bazar am Jungfernstieg. Die Baukosten betrugen 1200000 Mark und, wie der "Wandsbecker Bote" von 1846 berichtet, kamen selbst die Pariser und Londoner Bauwerke dieser Art dem Bazar an Pracht und Eleganz nicht gleich. Bis zum Brande 1842 stand an dessen Stelle ein im 17.Jahrh. im Renaissancestil aus Ziegeln erbautes Haus, der vornehme Gasthof "Alte...
Elise Averdieck war die Zweitälteste von zwölf Kindern einer Hamburger Kaufmannsfamilie. Als das Geld in der Familie knapp wurde, ging sie als Gesellschafterin zu Madame Schmilinsky nach St. Georg. Im Alter von 27 Jahren erlebte sie am 3. November 1835 ihre Bekehrung. Der Glaube wurde das Fundament ihres Lebens. Fünf Jahre lang pflegte sie kranke Kinder in der Privatklinik des Arztes Dr. Günther am Borgesch. Als er als Professor nach Kiel berufen wurde, eröffnete Elise Averdieck in St. Georg eine Vorschule für Knab...
Otto von Axen, Bruder der Dichterin Christina von Westphalen, stammte aus einer alten Hamburger Bürgerfamilie. Er war Kaufmann und Inhaber einer bekannten Handlung von Kunst- und Industrie-Erzeugnissen aller Art. Als Autodidakt beschäftigte er sich nicht nur mit praktischen Wissenschaften, sondern auch mit Literatur und Philosophie. Schon früh engagierte sich von Axen für die öffentlichen Angelegenheiten im Staats-, Kirchen- und Gemeindeleben. Während der französischen Besatzungszeit übernahm er verschiedene Munici...