Professor Carl Otto Czeschka
Biografie
Das sehr umfangreiche und vielfältige Werk, das Otto Czeschka hinterließ, umfasst sowohl graphische als auch plastische Arbeiten sowie Entwürfe für Dekorationen und Schriften. Bereits im Alter von elf Jahren hielt sich der aus Österreich stammende Künstler häufig in der Bibliothek des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien auf. Später entwickelte er eine dem Wiener Jugendstil zugeordnete Bild- und Formsprache, die zum Teil abstraktere, flächigere Züge trägt als diejenige von Gustav Klimt. In Hamburg vermittelte er an der Kunstgewerbeschule die Impulse des strengen Jugendstils Wiener Prägung und besonders seine freikünstlerischen Arbeiten der Jahre 1897 bis 1914 und 1940 bis 1955 waren dem Wiener Jugendstil in großer Präzision und Schärfe der Beobachtungen verbunden. Zu seinen bekannteren Entwurfsarbeiten zählen die Schrift „Olympia-Antiqua“ für die Hamburger Schriftgießerei Genzsch und Heyse, die 1914 als „Czeschka-Antiqua“ erschien, sowie der Titel der Wochenzeitung DIE ZEIT.
Spuren in Hamburg
Die Vorlagen (Kartons), die Carl Otto Czeschka für die großen Glasfenster anfertigte, sind weitgehend erhalten und befinden sich im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Des Weiteren befinden sich dort die Vorlage für den Gobelin „Tausendundeine Nacht“ mit über 110 Farbschattierungen sowie der von Carl Otto Czeschka für Sigmund Gildemeister entworfene silberne Deckenleuter. Auch die Glasfenster im Treppenhaus der heutigen Hochschule für bildende Künste konnten durch den rechtzeitigen Ausbau vor der Bombardierung Hamburgs gerettet werden und wurden später wieder eingebaut.
Bilder, Dokumente und Medien
biographisches
literaturhinweise