Karl (Johann) Opfermann

Biografie

Karl Opfermann war sowohl als Bildhauer als auch als Graphiker tätig. Bereits in seiner Ausbildung an der Flensburger Werkschule zeigt sich seine Neigung zum Material Holz. Besonders durch seine Verbindung zu Richard Luksch fand er zur formschönen Eleganz der Wiener Schule, die in Frühwerken und Tierplastiken um 1930 sichtbar ist. Nach dem ersten Weltkrieg fertigte er vorwiegend expressive Holz- und Linolschnitte an, welche von seiner Kriegserfahrung sowie der Hoffnung auf einen Neubeginn geprägt sind. Ab 1920 entwarf er zahlreiche Graphiken, die zum einen in Zeitschriften wie „Sturmreiter“ und „Der Leib“ als auch in Büchern von Wilhelm Niemeyer und Karl Lorenz Büchern veröffentlicht worden waren. Zum anderen im Rahmen von Künstlerfestalmanache, dem Hamburger Künstlerbund und der „Tafelrunde“ von Hans Waldemar Fischer Verbreitung fanden. Zu dieser Zeit fand in seinem Stil eine expressive Vereinfachung der Einzelformen statt. Auch ließ er die Schnitte des Hohleisens bei seinen Skulpturen sichtbar, wodurch diese denen von Karl Schmidt-Rottluff und Ernst Barlach ähnelten. Karl Opfermann versah diese Plastiken mit charakterisierenden Titeln, wie „Not der Zeit“ und „Elend“. 1923 zeigte sich in seinem künstlerischen Werk ein Übergang zu einem formalen Klassizismus. Im Anschluss daran stellt er kleinere Arbeiten in dekorativer oft humoristischer Art sowie weibliche Tanzfiguren mit glatter Oberfläche und grazilen Bewegungen her.  In den 1930er Jahren fertigte er zunehmend Athletenfiguren an. 

Spuren in Hamburg

Kunstwerker von Karl Opfermann befinden sich in den Sammlungend er Hamburger Kunsthalle, des Museums für Kunst und Gewerbe sowie der Hamburger Sparkasse. Zudem befinden sich folgende Arbeiten des Künstlers im öffentlichen Raum Hamburgs: „Ehrenmal“ (1921) am Moorwerder Norddeich, „Ehrenmal“ (1922) in der Georgkirch, „Brunnenfigur“ (1928) in der Schule Langenfort, „Plakette Burgenhagen“ (1929) im Johanneum, „Büste G. E. Lessing“ (1929) an der Universität Hamburg, „Sechs männliche Monumentalfiguren“ (1930) am Haus des DHV (heute DAG-Gebäude), „Zwei Mandolinenspielerinnen“ (1931) im Ohlsdorf Krematorium, „Mähnenrobbe“ (1933) in Stadtpark, „Adler“ (1933) in der Wentorf-Kaserne, „Gestühl mit Ritzzeichnung“ (1946) im St.Katharinen-Chor, „Pinguin-Brunnen“ (1952) in der Billstedt Schule Steinadlerweg 26 und „Ziegenpaar“ (1956) im Wandsbeker Rathaus.

Bilder, Dokumente und Medien

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biographisches
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literaturhinweise