Johanna Schütz-Wolff, geb. Wolff

Biografie

Johanna Schütz-Wolff, geb. Wolff war eine in Hamburg wirkende Künstlerin. Sie schloss 1913 das Lyzeum in Halle ab, besuchte dort ein Seminar für Handarbeitslehrerinnen und nahm in Weimar Zeichenunterricht. Nach dem freiwilligen Dienst beim Roten Kreuz besuchte sie die von 1915 bis 1918 die Handwerkerschule in Halle, von 1918/19 studierte sie an der Münchner Kunstgewerbeschule. Von 1920 bis 1925 baute sie die Textilwerkstatt der Burg Giebichenstein auf und schuf ihre ersten großformatigen figürlichen Gobelins. 1925 zog sie mit ihrem Mann, dem Theologen Paul Schütz, nach Schwabendorf bei Marburg, wo ihre erste große Schaffensphase begann. Mit ihm fuhr sie 1928 in den Orient. Durch diese Reise wandte sie sich zur monumentalen Form hin und verließ die expressive Farbigkeit. Von 1940 bis 1952 lebte sie in Hamburg, stellte in der Kunsthalle aus und schuf eine Kupferdrahtplastik für ein Gebäude im Rahmen der Gartenbau-Ausstellung „Planten un Bloomen“; eine Lehrstelle an der Landeskunstschule lehnte sie ab. 1953 zog sie nach Oberbayern. Bis 1960 beschäftigte sie besonders der Farbholzschnitt, danach die Monotypie. In zahlreichen Ausstellungen wurden ihre Bildteppiche, Holzschnitte und Grafiken ausgestellt, viele Werke schuf sie für Kirchenräume. Auf der Mailänder Triennale 1954 erhielt sie eine Goldmedaille.

Bilder, Dokumente und Medien

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Schütz-Wolff Literatur.pdf
literaturhinweise