Albrecht Jobst war ab 1931 Pastor an der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, daneben forschte er im Bereich der religiösen Volkskunde. Nach dem Abitur 1921 studierte er in Greifswald und Berlin Evangelische Theologie und Philosophie. 1925 und 1927 absolvierte er die beiden theologischen Prüfungen und wurde Hilfsprediger in der Niederlausitz. 1931 wurde er Pastor an der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg, im folgenden Jahr in Berlin zum Lic. theol. promoviert. 1935 übernahm er seelsorgerliche Aufgaben am Untersuc...
Eduard Johns, geb. 11.8.1803 in Hamburg, gest. 23.12.1885 ebd., Sohn des Kaufmanns Christian Jakob Johns und der Charlotte Wilhelmine Jürgens. Kaufmann, zugleich in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern tätig, seit 1861 Senator. Erste Eheschließung 30.1.1830 mit Anna Louise Schönhütte (gest. 1834), zweite Eheschließung 14.11.1835 mit Maria Schmidt.
1856 geboren in Hamburg als Sohn von Jean David Jollasse; Besuch der Industrieschule in Nürnberg; 1875-1879 Studium an der TH München; 1879 - 1881 Fachlehrer an der Bauschule in Buxtehude; 1881 - 1884 angestellt im Architekturbüro Hugo Stammann und Karl Friedrich Gustav Zinnow; 1884 Gründung eines eigenen Büros mit Johann Gottlieb Rambatz; 1921 Tod in Hamburg
Otto Jonas entstammte einer wohlhaben- den jüdischen Familie, die seit dem 18. Jahr- hundert eine Gold-und Silberscheideanstalt in der Hamburger Neustadt besaß. Nach der Lehre ging er nach England und kehrte Ende der 1870er Jahre in die Hansestadt zurück, um im großväterlichen Geschäft, der 1826 gegründeten Privatbank Jonas & Co., zu arbeiten. Bereits 1882, im Alter von nur 24 Jahren, machte ihn sein schwer erkrankter Vater zum Teilhaber des Bankhauses, welches überwiegend im Bereich Wertpapiergeschäfte und der Ver...
Ernst Jung war ein bedeutender Hamburger Mineralölkaufmann. Einer breiten Öffentlichkeit sind er und seine Frau Claere aber auch als großherzige Stifter mit insgesamt vier Stiftungen bekannt. Die Familie Jung wollte ursprünglich 1897 nach Amerika auswandern, jedoch wurde der Einschiffungshafen Hamburg zur Endstation und Hamburg zur Heimat. Ernst Jung hatte noch vier Geschwister und wurde trotz seiner einfachen Schulausbildung ein erfolgreicher Kaufmann, der eine eigene Firma gründete. Er war Reeder und Unternehmer....
Georg Hinrich Justus, geb. 9.5.1761 in Hamburg, gest. 10.3.1803 ebd., Sohn des Hamburger Kaufmanns und Tabakfabrikanten Friedrich Justus und der Elisabeth Gertrud Büsch. Führte die Firma seines Vaters weiter. 16.10.1792 Heirat mit Maria Carolina to der Horst.
1903 geboren in Altona; 1913 - Oberrealschule Altona (heute: Gymnasium Bleickenallee); 1920 Eintritt in die Bibelkreise an höheren Lehranstalten in Altona; 1923 Abitur. Praktikum in einer Tischlerei; 1924 Eintritt in den DCSV – Deutsche christliche Studentenvereinigung; 1924 - 1928 Studium TH Stuttgart (Ernst Fiether, Schmitthenner und Bonatz) und Charlottenburg; 1925 Vorprüfung TH Stuttgart; 1926 Praktikum in der Oberpostdirektion Hamburg und Finanzministerium Württemberg; 1927-1928 Wintersemester an der TH Berlin...
Carl Rudolph Jänisch, geb. 10.10.1786 in Altengamme, gest. 5.1.1838 in Hamburg, Sohn des Hamburger Pastors Rudolph Jänisch und der Charlotte Christiane Encke. Kaufmann in Hamburg, vorübergehend in Rußland und Ostasien tätig.
Helene Kaemmerer, geb. 15.9.1869 in Hamburg, gest. 18.3.1957, Tochter des Hamburger Kaufmanns Georg Heinrich Kaemmerer und der Hamburger Bürgermeistertochter Emilie Goßler. Erste Eheschließung am 15.6.1889 mit dem Hamburger Kaufmann Francis Julius Heise (gest. 1899), zweite Eheschließung am 19.3.1910 mit dem Hamburger Kaufmann Charles George Hesse.
Richard Kahl war zeitlebens ein überzeugter Freimaurer. Er wurde in Hamburg am 10. Februar 1910 von der Johannis-Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" zum Lehrling aufgenommen - bereits im Jahre 1911 hatte er den Meistergrad inne. Er war einer der ersten Brüder, der nach Kriegsende die durch die Nationalsozialisten verbotene Freimaurerei wieder mit Leben erfüllte. Im Matrikel von 1949 wird er wieder als Mitglied seiner Loge "Ferdinande Caroline zu den drei Sternen" geführt.
Wettbewerbe, Wettbewerbe, Wettbewerbe_______________ Werner Kahl: “ Ich habe sehr oft an Wettbewerben teilgenommen, weil es für mich der einzige Weg war - ich hatte hier keine Vorfahren, die schon Architekturbüros hatten -, um mich für Aufträge zu bewerben” (Interview mit Werner Kahl am 12.9.1995 in: 30 Jahre Architektenkammer). In der Tat, eine Auflistung der Wettbewerbe und Gutachten, an denen Werner Kahl, ab 1955 in Partnerschaft Garten + Kahl und später Garten, Kahl + Hoyer, manchmal auch in Zusammenarbeit mit...
Im Alter von 39 Jahren baute Karl von Kalckreuth das erste Mal eine Beziehung zu Hamburg auf. Diese basierte auf dem Auftrag von Alfred Lichtwark, für die Sammlung von Bildern aus Hamburg der Hamburger Kunsthalle Hafenbilder zu malen. Davor hatte Karl Leopold Walter Graf von Kalckreuth 1875 bei seinem Vater, dem Begründer und ersten Leiter der Kunstschule Weimar, das Studium der Malerei begonnen. 1879 setzte er dieses an der Kunstakademie München bei Karl von Piloty und Wilhelm von Diez fort. Zu dem Zeitpunkt, an d...
Friedrich Kallmorgen entwickelte seinen Malstil in besonderer Auseinandersetzung mit der französischen Malerei. Durch die Schule von Barbizon und der holländischen Malerei wurde er von einem Maler von Genreszenen zu einem hervorragenden Landschaftsmaler. Seinen Vorbildern folgend, wendete er sich realistischen Naturdarstellungen zu, die einen Gegensatz zu den klassisch-idealisierten Landschaftskompositionen darstellten. Auch bereitete er seine im Atelier entstehenden Gemälde mittels ausführlicher Skizzen vor Ort vo...
1920 - 25 Studium an der TH München und TH Dresden 1927 - 28 Mitarbeiter im Hochbauamt Altona bei Gustav Oelsner 1928 Gründung des eigenen Architekturbüros in Altona 1945 - 47 Mitglied im Arbeitssausschuß Stadtplanung in Hamburg 1963 Büro-Partnerschaft Kallmorgen & Partner 1974 Ausscheiden aus dem Architekturbüro __Quelle: Jan Lubitz _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv
Carlo Karges war als Gitarrist und Keyboarder 1971 Gründungsmitglied der deutschen Rockband "Novalis". Anfang der 80er Jahre stieg er als Gitarrist bei der Neue-Deutsche-Welle-Band "Extrabreit" ein. Bekannt wurde er später vor allem als Gitarrist und Songschreiber für die Band Nena (u.a. 99 Luftballons, Irgendwie Irgendwo, Irgendwann). Karges starb am 30. Januar 2002 an Leberversagen.
Paula Karpinski, geb. Thees war Hamburgs erste Senatorin und erste Länderministerin der Bundesrepublik Deutschland. Bereits im Alter von 14 Jahren trat sie dem „Arbeiterjugendbund“ bei und mit 16 Jahren der SPD. Auch ihre Eltern, der Vater ein Hafenarbeiter, die Mutter vor der Heirat Dienstmädchen – waren Sozialdemokraten. Nach dem Besuch der Volksschule und dem Handelsschulabschluss arbeitete Paula Karpinski von 1913 bis 1925 als Kontoristin, Stenotypistin und Buchhalterin. Von 1925 bis 1927 besuchte sie das Sozia...
Dietrich Katzenstein war ein Jurist, der in Hamburg als Präsident des Landeskirchenamtes, später als Richter am Bundesverfassungsgericht wirkte. Der Enkel des Bürgermeisters Karl August Schröder und Sohn des Kaufmanns Edgar Katzenstein schloss die Gelehrtenschule des Johanneums 1940 mit dem Notreifezeugnis als Kriegsfreiwilliger ab. Nach dem Reichsarbeitsdienst und der Entlassung aus der Wehrmacht aus gesundheitlichen Gründen begann er das Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg i.Br., das er von 1942 bis 1944 i...
Hermann Kauffmann, geb. 07.11.1808 in Hamburg, gest. 24.05.1889 ebd. 1823-1826 künstlerische Ausbildung bei Gerdt Hardorff d. Ä. in Hamburg, 1827-1833 Studium an der Akademie in München. Seitdem in Hamburg als Landschafts- und Genremaler tätig und eines der führenden Mitglieder des Hamburger Künstlervereins. Gilt als Hauptvertreter der sog. Hamburger Schule des 19. Jahrhunderts.
Jean Paul Kayser (der seinen Vornamen Jean Zeit seines Lebens jedoch nie benutzte und seine Werke stets nur mit „Paul Kayser“ signierte) blieb sein Leben lang Hamburg stark verbunden, seine Motive sind vor allem im späteren Werk gerne der Hafen, Schiffe und Kräne. Stets ließ sich Kayser dabei auf aktuelle Kunstströmungen ein, wie zunächst den Impressionismus, später auch den Kubismus. Einen weiteren wichtigen Einfluss stellt Paul Cézanne dar. Ab 1886 erlernte Paul Kayser zunächst (gemeinsam mit Arthur Illies) den B...
Paul Kayser ist ein Beispiel für einen Hamburger Künstler, der Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark in der Stadt Hamburg und ihrem kulturellen Kreis vernetzt war. Nachdem er seine Ausbildung zum Dekorationsmaler abgeschlossen und mehrere Jahre lang als solcher in Hamburg gearbeitet hatte, wurde er 1897 zu einem der Gründungsmitglieder des Hamburger Künstlerclubs. Zudem war er an der Gründung der Hamburger Sezession beteiligt und trat dem Hamburger Künstlerverein von 1832 bei. Es folgten gemeinsame...
Robert Kayser, von Beruf Kaufmann, ging 1829 nach Chile. Im Jahre 1839 kehrte er wieder nach Hamburg zurück und legte vier Jahre später den Bürgereid ab. Bis zum 6. September 1843 war er Teilhaber einer Handlungssozietät unter dem Namen Kayser, Hayn & Co. in Matzatlán. Am 30. Juni 1843 gründete er zusammen mit Kunhardt und Hayn eine Handlungsgesellschaft in Valparaiso, die bis zum 16. Mai 1849 bestanden hat. Als Neugründung entstand im Dezember 1846 in Hamburg die Handlung Kunhardt, Kayser & Hayn, die nach Kunhardt...
Reinhard Keiser war einer der führenden deutschen Opernkomponisten des Barock. Sein melodisch galanter Stil beeinflusste viele zeitgenössische Komponisten. Sein intensives Schaffen (Rund 80 Opern, szenische Werke, Arien, Duette, Kantaten, Serenaden), war für die Entwicklung der Oper in Deutschland von großer Bedeutung. Unter seiner Leitung erlebt die Oper am Gänsemarkt einen künstlerischen Höheflug, die Mehrzahl seiner Opern erlebte dort ihre Uraufführung. Im thüringischen Teuchern geboren, kam Keiser 1697 nach Ham...