Der Komponist György Ligeti zählt zu den erfolgreichsten Vertretern der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts. Er lehrte von 1973 bis 1989 als Professor für Komposition an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater. Ursprünglich wollte Ligeti Mathematik und Physik studieren, doch als Jude wurde er von der Universität abgewiesen. Statt dessen begann er 1941 eine musikalische Ausbildung. Während sein Vater und sein Bruder deportiert werden und in Vernichtungslagern umkommen, gelang es Ligeti, durch mehrmalige Flucht s...
Detlev (eigentlich Friedrich Adolph Axel Freiherr) von Liliencron, geboren 03.06.1844 in Kiel, gestorben 22.07.1909 in Alt-Rahlstedt, Sohn des dänischen Zollbeamten Louis von Liliencron und der Generalstochter Adeline von Harten. Nach militärischer Laufbahn 1878 bis 1886 im preußischen Verwaltungsdienst in Schleswig-Holstein tätig, danach als freier Schriftsteller, seit 1901 in Alt-Rahlstedt ansässig. Erste Heirat 08.10.1878 mit der Oberstleutnantstochter Helena von Bodenhausen (Ehe 1885 geschieden), zweite Vermähl...
Jenny Lind, geboren 06.10.1820 in Stockholm, gestorben 02.11.1887 in Malvern Wells bei London, Tochter des schwedischen Fabrikanten Nils Johan Lind und der Anna Maria Fallborg. Ausbildung zur Sängerin durch die Oper in Stockholm, später bei dem Gesangspädagogen Manuel Garcia in Paris. Gefeiert in ganz Europa als die „schwedische Nachtigall“; seit ihrem ersten Auftritt in Hamburg 1845 von den Musikfreunden der Stadt enthusiastisch umschwärmt. Seit 1852 verheiratet mit dem Hamburger Pianisten Otto Goldschmidt. Vermac...
Er war britischer Ingenieur, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgreich auf den Gebieten der Ver- und Entsorgungstechnik, des Eisenbahn- und Wasserbaus, des Strom- und Hafenbaus und der Stadtplanung tätig war. Während seines Aufenthaltes in Hamburg zwischen 1838 und 1860 trug er maßgeblich zur Modernisierung der Stadt und zur Wasserversorgung in Hamburg bei. Danach plante er, zunehmend unterstützt von seinen Söhnen, Wasserver- und entsorgungssysteme in zahlreichen weiteren europäischen Städten. __Quelle: htt...
Marion Lindt war eine berühmte Rundfunkautorin und folkloristische Vortragskünstlerin. Die gebürtige Ostpreußin kam infolge des Krieges nach Hamburg. Wie Millionen andere auch verlor Marion Lindt durch Flucht und Vertreibung 1945 ihre Heimat. In Hamburg arbeitete sie für den Nordwestdeutschen Rundfunk (den späteren Norddeutschen Rundfunk), bekam aber ebenfalls etliche Aufträge des Süddeutschen oder des Westdeutschen Rundfunks und wurde bundesweit bekannt. Ihre Spezialität waren Sendungen über die ostpreußische Kult...
Carl Robert wurde als Sohn eines Zigarettenfabrik-Arbeiters in Altona geboren. Er besuchte zusammen mit dem späteren Bürgermeister Max Brauer in Ottensen die Volks- und Realschule. Anschließend absolvierte er bis 1894 bei der Firma Wöhler, Bartning Sucesores (WB) seine Kaufmannslehre. Danach siedelte Linga als WB-Vertreter nach Mazatlán/Mexiko um. Ab 1904 setzte er selbstständig sein erfolgreiches und wechselvolles Leben im Zuckerhandel und als Reeder fort. Im Zuge des Ersten Weltkriegs kamen seine Geschäfte zum er...
Leo Lippmann war Jurist und Staatsrat in der Finanzbehörde sowie Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg. Er wurde am 26.5.1881 in Hamburg geboren und stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie. Nach dem Abiturabschluss im Jahre 1899 entschied er sich für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach Studium, Doktorat, Referendariat und Assessorexamen wurde ihm 1906 auf besonderen Wunsch von Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg ein neu geschaffenes Referat in der Finanzdeputation übertrage...
Clemens Samuel Lipstorp, geboren 13.5.1696 in Stade, gestorben 8.12.1750 in Hamburg, Sohn des Stader Arztes Gustav Daniel Lipstorp und der Catharina Hedwig von Katten. Nach Jurastudium in Leipzig und Halle und der Grand Tour durch Westeuropa 1726 Promotion zum Lizentiaten der Rechte in Leiden. Seit 1730 Syndicus in Hamburg, mit zahlreichen diplomatischen Missionen, u.a. an den preußischen Königshof, betraut. 30.4.1737 Heirat mit der Hamburger Theologentochter Anna Margaretha Meurer. Seit 1749 Bürgermeister von Hamb...
Gertrud Lockmann (geb. Buschow) war Politikerin. Sie wurde am 29.4.1895 in Hamburg geboren. Als 14-Jährige verlor sie ihre Mutter. Nach ihrem Abschluss an der Selekta machte Lockmann eine Ausbildung als Buchhalterin und Steuergehilfin. 1912 trat sie der SPD bei und war von 1926 bis 1929 war Bezirksführerin in Hamburg-Uhlenhorst. Zu jener Zeit lernte sie ihren späteren Ehemann, einen Behördenangestellten, kennen. Sie bekamen eine Tochter und zogen 1929 nach Goslar, wo sie gemeinsam das Genesungsheim der Betriebskran...
1921 - 24 Studium an der Höheren Schule für Baukunst Hamburg 1924 - 31 Mitarbeiter in mehreren Stadtplanungsämtern 1931 Gründung des eigenen Architekturbüros in Altona 1934 - 61 Werksarchitekt der Borgward-Automobilwerke 1947 - 50 Vorsitzender des Werkbundes Nordwestdeutschland 1950 - 78 Mitglied der freien Akademie der Künste Hamburg __Quelle: Jan Lubitz _Nico Klaffert, Hamburgisches Architekturarchiv
Johann Matthias Wilhelm Karl Loehrs, geboren 1756 in Braunschweig, gestorben 26.2.1802 in Hamburg, Sohn des Braunschweiger Brauers Johann Georg Loehrs. Schauspielerisches Debüt 1773 in Hamburg bei Friedrich Ludwig Schröder, danach Auftritte an verschiedenen Bühnen, u.a. in Schleswig und Kiel, seit 1783 wieder in Hamburg und dort seit 1798 Mitdirektor des Hamburger Theaters. Vermählt 1787 mit der Schauspielerin Johanna Sophia Naetsch.
Christian Heinrich Lohmann, geboren am 28.03.1747 in Glückstadt, gestorben am 08.01.1821 in Hamburg. Seit 1768 in Hamburg als Gewürzhändler tätig. Nach zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern seit 1814 Oberalter. Vermählt am 03.07.1771 mit Anna Catharina von der Neuenburg.
Bernhard Lohse zählte zu den international bedeutendsten deutschen Kirchenhistorikern. Sein Schwerpunkt lag auf der Reformationsgeschichte und dem Wirken Martin Luthers. Von 1963 bis 1992 war er Professor an der Universität Hamburg. Nach der Reifeprüfung studierte Lohse von 1947 bis 1951 in Heidelberg, Göttingen und – durch ein Stipendium des Ökumenischen Rates der Kirchen – in Bristol bzw. Cambridge. 1951 legte er in Hamburg das erste, 1953 nach dem Vikariat an St. Johannis das zweite theologische Examen ab. 1954...
Eduard Lohse war ein evangelisch-lutherischer Theologe, Landesbischof und Ratsvorsitzender der EKD. Eduard Lohse war das älteste von vier Kindern des Studienrats Dr. Walther Lohse und seiner Frau, der Dozentin Dr. Wilhelmine Lohse (1896–1980). Sein jüngster Bruder war der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Bernhard Lohse (1928–1997). Nach der Reifeprüfung 1942 und dem Kriegsdienst konnte Eduard Lohse 1945 das Studium der Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel aufnehmen und wechselte ein Jahr später a...
Elfriede Lohse-Wächtler schuf zahlreiche Grafiken, Aquarelle und Bleistiftzeichnungen. Als Motive haben sich Porträts und Selbstbildnisse erhalten, weiter viele Szenen aus dem Hafen- und Arbeitermilieu und einige Landschaften. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, war sie auch kunstgewerblich tätig und schuf Gebrauchsgrafik. Künstlerisch prägte sie zunächst ihr Dresdner Freundeskreis, später wandte sie sich der neuen Sachlichkeit und dem Realismus zu. Bekannt sind neben den zahlreichen Szenen des Hamburger Nachtle...
Albrecht Lorenz Lorenz-Meyer, geb. 16.06.1891 in Hamburg, gest. 22.07.1960 in Bad Gastein, Sohn des Hamburger Kaufmanns Eduard Lorenz Lorenz-Meyer und der Alice Sieveking. Kaufmann in Hamburg. Heirat 26.05.1922 mit der niederländischen Admiralstochter Constantia Margareta Wilhelmina Umbgrove. Setzte die Kunstpflege seiner Familie fort; Initiator der Stiftung Lorenz-Meyer im Museum für Hamburgische Geschichte.
Nachdem Eduard Lorenz-Meyer seine kaufmännische Lehrzeit bei Schlüter & Maack absolviert hatte, wurde er Anfang 1879 Angestellter bei Behn, Meyer & Co. in Singapur. 1885 avancierte er zum Partner. Drei Jahre später ging er zurück nach Hamburg und wurde Teilhaber der Firma Arnold Otto Meyer. Diese betrieb vor allem Export- und Import-Produktengeschäfte (u.a. Kopra und Pfeffer). Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit engagierte sich Lorenz-Meyer im kulturellen Leben Hamburgs. Er betrieb genealogische Forschungen,...
1859 geboren in Hamburg; Studium bei Conrad Wilhelm Hase am Polytechnikum Hannover, anschließend beim Hase-Schüler Johannes Otzen in Berlin; Bauführer beim Bau der von Otzen entworfenen Altonaer Friedenskirche. Fernando Lorenzen hatte seit 1886 sein Büro in der Ferdinant Straße 35 zusammen mit seinem Partner Edmund Stehn. Seit 1885 war Lorenzen Mitglied im Architekten- und Ingenieurverein Hamburg, seit 1898 Mitglied in der von Hase 1880 gegründeten ,,Bauhütte zum weißen Blatt" und seit 1906 Mitglied im Bund Deutsch...
Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt (genannt „Lori“) war einer der bedeutendsten norddeutschen Landeshistoriker. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er von 1969 bis 1974 Geschichte, Soziologie, Ethnologie sowie Ur- und Frühgeschichte an der Universität Hamburg. Dort legte er 1974 die Magisterprüfung ab. 1979 wurde er mit einer Studie zur Sozial- und Wirtschaftsstruktur schleswig-holsteinischer Landstände zwischen 1500 und 1550 zum Dr. phil. promoviert. Er falsifizierte darin das von der DDR-Geschichtswissenschaft aufge...