Dr. Oscar Troplowitz schloss nach einer Lehre als Apotheker bei seinem Onkel, dem späteren Hofrat Gustav Mankiewicz, 1886 sein Studium der Pharmazie an der Universität Breslau ab. 1890 erwarb er das Laboratorium von Paul C. Beiersdorf in Altona und baute dieses zu einem Unternehmen aus. Er setzte dabei von Beginn an auf den Einsatz technischer Hilfsmittel für die Produktion und errichtete 1992 auf einem damals 1200qm großen Grundstück am Lokstedter Weg ein eigenes Fabrikationsgebäude. Großen Wert legte er auf die w...
Franz Tügel war Hamburger Landesbischof und leitete als überzeugter Nationalsozialist von 1934 bis 1945 die Landeskirche. Nach dem Theologiestudium und den theologischen Examina wurde er 1914 ordiniert und 1916 zum Pastor an der Hauptkirche St. Nikolai gewählt. 1919 wechselte er aufgrund der Konversion seiner Frau zum Katholizismus an die Gnadenkirche-St. Pauli, wo er bis Ende 1933 blieb. Theologisch engagierte sich er nach dem Ersten Weltkrieg in der kurzlebigen Volkskirchenbewegung. In seinem Amtsverständnis nahm...
Tetjus (eigentlich Otto) Tügel, geboren am 18.11.1892 in Hamburg, gestorben am 24.10.1973 in Oese bei Bremervörde, Sohn des Hamburger Kaufmanns Ludwig Tügel. Seit 1909 in Worpswede als Maler ansässig, zugleich Betätigung als Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettist und Komponist. 1918 Heirat mit der Dichtertochter Vera Dehmel. 1945 Übersiedlung nach Oese.
Walter Uhsadel war ein lutherischer Theologe, Pastor und Religionspädagoge. Er studierte von 1920 bis 1924 Theologie und Philosophie in Marburg und Berlin. Nach den theologischen Examina (1924/1926) war er Hilfsprediger in Hamburg Alt-Barmbek und beim Kirchlichen Jugendamt, bis er 1928 Pastor an St. Gertrud wurde. Nach der Ausbombung im August 1943 vertrat er eine Pfarrstelle in Alt-Cuxhaven, die er von 1944 bis 1950 fest übernahm. 1932 gründete Uhsadel die norddeutsche Sektion der Gemeinschaft „Arzt und Seelsorger...
Christian Samuel Ulber, geb. 26.08.1714 in Landshut/Schlesien, gest. 28.08.1776 in Hamburg, Sohn des Pastors Heinrich Ulber. Nach Studium der Theologie in Jena als Hauslehrer tätig. 1738 Berufung zum Prediger in Heinersdorf bei Leipzig, 1741in Landshut; seit 1757 Hauptpastor an der Hamburger Jacobikirche. 27.11.1742 Heirat mit der Kaufmannstochter Beata Rosina Liehr.
Marie Unna, geb. Boehm war die Tochter eines Gutsbesitzers in Westpreußen. Nachdem sie einige Zeit Privatunterricht erhalten hatte, besuchte sie zwischen 1894 und 1896 die städtische höhere Töchterschule in Thorn und von 1898 bis 1902 die Gymnasialkurse für Frauen bei der Frauenrechtlerin Helene Lange in Berlin. Im September 1902 machte sie am kgl. Luisengymnasium in Berlin ihr Abitur. Zwischen 1902 und 1906 studierte sie Medizin in Freiburg, München und Berlin. 1906 promovierte sie an der Universität in Freiburg i...
Als Hamburg während des dreißigjährigen Krieges bedroht wurde, ließ der Rat den holländischen Ingenieur und Festungsbaumeister Johan van Valckenborgh aus den Niederlanden nach Hamburg kommen, der hier zum Schutz gegen eine Belagerung eine uneinnehmbare Festungsanlage 1616 – 1625 mit Wällen, Gräben und Bastionen vom Deichtor bis zum Stintfang anlegen ließ. Durch das Festungswerk wurden Stadterweiterungen um fast das Doppelte erreicht, einbezogen wurden das Wandrahmsviertel, das Kirchspiel St. Michaelis mit der Neust...
Kam 1794 mit seinem als Sympathisant der Revolution aus Düsseldorf ausgewiesenen Vater nach Hamburg, der 1799 starb. Mit Hilfe verschiedener Gönner Studium in Berlin, Halle, Tübingen sowie am Johanneum, Gründung der Dichtergruppe "Nordsternbund" mit A. v. Chamisso (1803). Als Freiwilliger in der Schlacht bei Wagram gegen Napoleon verwundet (1809); 1813 als Adjutant Tettenborns bei der Eroberung Hamburgs beteiligt. Seit 1814 Ehe mit Rahel Levin, deren Briefe er 1811 Goethe vorlegte und 1833 als „Buch des Andenkens“...
Nach dem Abitur in Münster 1867 besuchte Hermann Vering die polytechnische Hochschule in Hannover, wo er die Fächer praktische Geometrie, Geologie sowie Wege- und Straßenbau und Baukunst belegte. Seit 1869 arbeitete er in der Firma seines Bruders Carl, Varnholt & Vering. Auch für dessen 1874 in Bremen neu gegründete Tiefbaufirma C. Vering war Hermann Vering als Bauleiter in verschiedenen Projekten tätig. 1883 wurde er dann gleichberechtigter Gesellschafter, übernahm die Hamburger Niederlassung von C. Vering und sie...
Johannes Georg Andreas Versmann, geboren 7.12.1820 in Hamburg, gestorben 28.7.1899 ebd., Sohn des Apothekers Johann Ernst Versmann und der Elisabeth Magdalene Auguste Richardi. Nach Studium der Medizin 1840-1842 in Jena und der Rechte 1842-1844 in Göttingen und Heidelberg 1844 Promotion zum Dr. jur. Seitdem als Advokat in Hamburg ansässig, zugleich Beginn der politischen Tätigkeit. 1861 Wahl zum Senator, seit 1887 Bürgermeister in Hamburg. Heirat 14.5.1853 mit der Architektentochter Thekla Stammann.
1865 geboren in Stargard; Für Wohnungsbaugenossenschaften (Bauverein zu Hamburg und Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft) tätig gewesen; Reformer des Massenwohnungsbaus vor dem 1. Weltkrieg; Realisiert mehrere Wohnstifte und ein Kontorhaus; Todesort und -zeitpunkt sind unbekannt
1849 geboren in Hamburg; Führt ein Architekturbüro in Hamburg; Entwirft während der Kaiserzeit mehrere gemischte Wohn- und Kontorhäuser; 1929 Tod in Hamburg
Joachim Caspar war Sohn des Kaufmanns Peter Voigt (1685-1749) und Catharina Dorothea, geb. Coldorff (1689.1727). In Hamburg betätigte er sich als Kaufmann und engagierte sich in zahlreichen bürgerlichen Ehrenämtern. 1754 schenkte er das Geld zum Neubau der kleinen St. Michaeliskirche, seit 1755 war er Ratsherr. Am 14. Juni 1746 heiratete er Anna Margaretha, geb. Coldorff (1727-1800), mit der er 14 Kinder hatte, von denen nur vier das Erwachsenenalter erreichten.