Zu Beginn des Jahres 1907 trat Paul Wirtz in die 1877 gegründete Firma Hugo Wirtz ein, die er in den folgenden Jahren zur angesehensten Salpeter-Maklerfirma Hamburg entwickelte. Er war Geschäftsführer der Chilean Nitrate of Soda Distributors GmbH, Hamburg. 1929 folgte er einer Berufung zum Generaldirektor der Nitrate Corporation of Chile Ltd. In London. Die Übernahme dieses Amtes veranlasste ihn, seinen Wohnsitz dorthin zu verlegen. Damit endete zunächst auch seine Mitgliedschaft in der Handelskammer, der er vom 16...
1885 geboren in Leimbach; Mitarbeiter von Franz Bach bzw. Max Bach; Zu Beginn des 1. Weltkrieges übernimmt er das Architekturbüro; Während der Weimarer Republik wird Wischer Büropartner von Max Bach (Bach & Wischer); Wiederaufbau der Kontorhäuser der Familie Bach; 1953 Tod in Hamburg
Karl Witte war ein evangelisch-lutherischer Theologe, Hamburger Landesbischof und Hochschullehrer für Neuen Testament und Praktische Theologie. Witte studierte in Berlin und Halle Evangelische Theologie. 1914 und 1918 bestand er in Berlin die beiden theologischen Prüfungen. Von 1914 bis 1918 leistete er Kriegsdienst - er war einer der wenigen Überlebenden der Schlacht von Langemarck. 1919 wurde Witte Hilfsprediger, 1920 Pastor in Oranienburg, verzichtete jedoch schon ein Jahr später aus persönlichen Gründen auf di...
Der Dichter, Schriftsteller und Journalist Ben Witter (1920 – 1993) lebte und arbeitete stets mit nur kleinen Unterbrechungen in Hamburg, wirkte aber mit seinem unverwechselbaren Stil und seiner stets wachbleibenden kritischen Haltung weit über Hamburg hinaus. Nach dem Besuch der höheren Schule und einem kurzen Studienaufenthalt in Heidelberg ließ er sich zunächst einmal zum Antiquar und Verlagsbuchhändler ausbilden. Darauf folgte dann eine journalistische Ausbildung beim „Hamburger Fremdenblatt“, die er mit einer...
Franz Heinrich Witthoefft ging, kurz nachdem er seine Lehrzeit bei der Firma Arnold Otto Meyer beendet hatte, 1885 nach Singapur, wo er (mit Unterbrechungen) 15 Jahre für Behn, Meyer & Co. tätig war. 1896 wurde er Teilhaber und baute seitdem äußerst erfolgreich die Organisation des Handelshauses neu auf. 1900 kehrte er endgültig nach Hamburg zurück, trat in die Firma Arnold Otto Meyer als Teilhaber ein und übernahm dort die Geschäftsleitung. Witthoefft gehörte den Aufsichtsräten zahlreicher Gesellschaften an. 1902...
Adolph Woermann, 1847 geboren, besuchte ab 1856 das Johanneum in Hamburg. Nach Vollendung des 14. Lebensjahrs wurde er Lehrling in der väterlichen Firma C. Woermann. Ab 19. Juli 1873 Prokurist der Firma C. Woermann, ab 31. Dezember 1873 Teilhaber, ab 1880 alleiniger Inhaber. Am 31. Dezember 1879 wurde er in die Handelskammer gewählt, der er ein erstes Mal vom 21. März 1884 bis zum 2. Januar 1885, ein weiteres Mal vom 2. Januar 1899 bis zum 2. Januar 1903 als Präses vorstand. Außerdem vertrat er die Handelskammer in...
Carl Woermann, geb. 01.03.1813 in Bielefeld, gest. 25.07.1880 in Hamburg, Sohn des Bielefelder Kaufmanns Gottlieb Christian Woermann und der Professorentochter Nicoline Milow. Als Kaufmann in Hamburg tätig, seit 1847 auch als Reeder, vor allem in der Afrikafahrt mit Faktoreien in Afrika. 1859-1869 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Erste Heirat 24.06.1837 mit der Hamburger Kaufmannstochter Eleonore Weber (gest. 1860), zweite Eheschließung 28.09.1861 mit der Hamburger Kaufmannstochter Aline Ferber.
Julius Wohlers spielte nicht nur als Maler, sondern auch als Kunsterzieher und enger Berater Alfred Lichtwarks eine bedeutende Rolle im damaligen Kulturleben Hamburgs. Künstlerisch konzentrierte er sich besonders auf die norddeutsche Landschaft, zunächst noch impressionistisch geprägt, später auch mit expressiver Farbigkeit. Sein Kunststudium absolvierte Julius Wohlers von 1886-1889 an der Akademie in Berlin, wo er sich vor allem mit der Kunst des Radierens beschäftigte. 1890 ging er für kurze Zeit nach Kopenhagen,...
Emil Wohlwill wurde am 24. November 1835 in Seesen geboren. Er besuchte das Akademische Gymnasium in Hamburg, Für das Studium der Chemie verließ er Hamburg, kehrte jedoch 1875 wieder zurück. Nach seinem Studium war er zunächst als Lehrer in der Physik tätig und stieg dann als freiberuflicher Chemiker in die Dienste der Norddeutschen Affinerie ein; dort arbeitete er in der chemischen Forschung. Hier entwickelte er ein elektrolytisches Verfahren zur Trennung von Kupfer und Silber, das als „Wohlwill-Prozess“ bis heute...
Obwohl die Malerin und Grafikerin Gretchen Wohlwill keineswegs unbekannt war und mit Anita Rée und Alma del Banco zu den sehr erfolgreichen weiblichen Mitgliedern der Hamburgischen Sezession zählte, geriet ihr Werk nach ihrem Tod, bzw. schon zur Zeit ihrer Emigration, etwas in Vergessenheit. Zu Beginn ihrer Schaffenszeit entstanden vor allem Grafiken, die sich an ihrem Lehrer Arthur Illies orientierten, gerne Szenen mit Arbeitern in der Umgebung des Hafens. Bald ließ sie sich, vor allem auf Ansichten, vom Kubismus...
Immanuel Wohlwill wurde am 28. August 1799 als "Joel Wolf" in Herzgerode geboren. Schon mit acht Jahren wurde er Vollwaise und wuchs fortan im Haushalt eines jüdischen Lehrers auf. Von 1811 bis 1815 besuchte er die Jacobson-Schule in Seesen und war im Anschluss daran Schüler an einem Berliner Gymnasium. Nach dem Abitur 1818 studierte er u. a. bei Gottfried Wilhelm Friedrich Hegel Philosophie. Nachdem er 1822 Prediger an dem neuen Tempel in Leipzig war, trat er am 1. Januar 1823 eine Lehrerstelle an der israelitisch...
Cäsar Wolf machte als Spross einer alteingesessenen Hamburger Kaufmannsfamilie nach dem Schulabschluss eine Lehre in dem renommierten Bankhaus J. Goldschmidt. Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm er die familieneigene Privatbank in der Straße Raboisen und leitete das Unternehmen erfolgreich - bis es 1933 von den Nationalsozialisten "arisiert" wurde. Er war ein "glühender Patriot". Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete Wolf sich sofort als Soldat - wurde aber als untauglich abgelehnt. Daraufhin richtete er...
Ludwig Wolf, geboren 4.12.1867 in Hamburg, gestorben 9.3.1955 ebd., Sohn des Hamburger Kohlenhändlers Isaac Joseph Isaac, seit 1924 Wolf, und der Pauline Levin. Über die Ausbildung nichts bekannt. Seit 1896 öffentliches Auftreten zusammen mit seinen Brüdern Leopold und James als Coupletsänger unter dem Namen „Wolf Trio Hamburg“ in Hamburg und bald auch außerhalb, von etwa 1907 bis zu Leopolds Tod im Jahre 1926 nur noch als Duo. Berühmt für ihre selbst verfassten Couplets aus dem Hamburger Milieu, überwiegend von Lu...
Hans Wolffheim wurde am 4. Juni 1904 in Lüneburg geboren. 1908 zog die Familie nach Hamburg um. Nach seinem Volksschulabschluss besuchte er ab 1919 das Hamburger Lehrerseminar. Ab 1926 war er im Schuldienst tätig und studierte parallel zu seiner Lehrertätigkeit Germanistik, Anglistik, Geschichte, Philosophie und Psychologie in Hamburg. Zugleich arbeitete er als Sportjournalist. 1933 schloss eine Promotion über die Sonette Eichendorffs ab; eine darauf aufbauende angestrebte Hochschulkarriere konnte Wolffheim, der ei...
Albert Martin Wolffson war Rechtsanwalt und liberaler Politiker. Er wurde am 21.7.1847 in Hamburg geboren und stammte aus einer jüdischen Familie. Sein Vater war der Hamburger Jurist Isaac Wolffson. Albert Wolffson studierte zunächst Rechtswissenschaften, trat 1869 in die Kanzlei seines Vaters ein und etablierte sich dann als Anwalt. Nachdem sein Vater Mitte der 1880er Jahre die Kanzlei verließ, wurden Otto Dehn und später auch Max Schramm Partner der aufstrebenden Anwaltssozietät. Wolffson war politisch sehr aktiv...
Isaac Wolffson wurde am 19.1.1817 als Sohn jüdischer Eltern in Hamburg geboren. Er begann zunächst in Heidelberg Rechtswissenschaften zu studieren, wechselte dann aber nach Göttingen und promovierte dort 1838. 1839 beantragte er eine Advokatur, die jedoch auf Grund seiner Konfession abgelehnt wurde, da es Juden nicht erlaubt war, das Bürgerrecht zu erwerben. Daraufhin betätigte er sich vor dem Handelsgericht und fertigte Schriften für die Anwälte am Oberlandgericht an, was ihm hohe Anerkennung einbrachte. Wolffson...
1943 Volks- und Oberschule in Spandau bis 1943 Einberufung zum Militär 1946 Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft nach Berlin 1947 Abitur 6 Monate Baupraktikum 6 Monate im Architektenbüro 1948 Immatrikulation an der Technischen Universität Berlin 1952 Diplom-Hauptprüfung an der T.U. Berlin Umzug nach Köln, Anstellung im Architekturbüro von Hans Schuhmacher Heirat mit Rena Oppermann 1953 Anstellung im Architekturbüro Hans Schilling 1954 Umzug nach Hamburg Tätigkeit in der Planungsabteilung der Neuen Heimat...
Alice Wosikowski (geb. Ludwig) war Politikerin und Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Sie wurde am 18.10.1886 in Danzig geboren und wuchs als Jüngste von vier Geschwistern auf. Ihr Vater war von Beruf Schneidermeister. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte sie eine Ausbildung als Kindergärtnerin. 1907 heiratete sie den Dreher Wilhelm Wosikowski, der engagierter Gewerkschafter und Sozialdemokrat war. Da er aufgrund seiner gewerkschaftlichen Aktivitäten scharf kritisiert wurde, siedelte die Familie nach Kiel...
Albrecht von Wrochem war einer der einflussreichsten Verwaltungsjuristen für die Hamburger Universität in der Weimarer Republik. Nach dem Abitur 1902 in Münster studierte er zuerst Medizin in Freiburg, dann ab 1903 Rechtswissenschaft in Berlin, Kiel und Münster. 1905 legte er in Hamm die erste, 1910 in Berlin die zweite juristische Staatsprüfung ab. 1908 wurde er in Leipzig zum Dr. jur. promoviert. Von 1911 bis 1914 war er wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Seminar für öffentliches Recht und Kolonialrecht des Hamb...
Wilfried (eigentlich Wilhelm Friedrich) Wroost, geboren 13.9.1889 in Hamburg, gestorben 14.8.1959 ebd., Sohn eines Schiffbauers. Nach Ausbildung zum Schiffbauer seit dem Ende des Ersten Weltkrieges als freier Schriftsteller tätig. Verfasser von niederdeutschen Dramen und Erzählungen überwiegend mit Großstadt-, Hafen- und Seefahrerthematik, mit seinen Komödien das traditionelle Hamburger Volksstück fortsetzend. 1921 Heirat mit Elly Kagelmann. 1930 Übersiedlung nach Buchholz/Nordheide, 1950 Rückkehr nach Hamburg.
Hildegard Wulff zählt zu jenen Hamburger Persönlichkeiten, die Bereiche des öffentlichen Lebens maßgeblich beeinflusst und die Geschichte der Stadt entscheidend mitgeprägt haben. Geboren wurde sie als Tochter eines begüterten Kaufmanns in Dortmund. Im Alter von zwei Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie eine lebenslange Behinderung zurück behielt. 1920 begann sie eine Ausbildung zur Heilpädagogin. Nach Abschluss der Ausbildung übernahm sie eine leitende Funktion in der von ihr und ihrem Vater ins Leben...
1865 geboren in Hamburg; Maurerlehre, parallel dazu Besuch der Hamburger Baugewerkschule; Mitarbeiter bei Hardorff & Schomburgk; 1886-89 Studium an der TH Dresden; 1887 selbstständig; Ab 1889 Partnerschaft mit Ernst Schmidt (Schmidt & Wurzbach); Ab 1900 Sozietät mit Leon Frejtag (Frejtag & Wurzbach); 1905 Tod in Hamburg;