Justus Brinkmann war die maßgebliche Persönlichkeit bei der Gründung des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg 1874. Brinkmann war der Sohn des Heidelberger Privatdozenten Karl Heinrich Ludwig Brinkmann (1809–1855). Nach einigen Auslandsreisen begann er Naturwissenschaften, Staatsrecht und Nationalökonomie in Leipzig und Wien zu studieren. Brinkmann entwickelte in der Zeit eine Leidenschaft für die Kunstgeschichte. Er schloss das Jurastudium ab und wurde Anwalt in Hamburg. Seit seiner Jugendzeit sammelte er viel...
Diese als Dichter in die hamburgische Geschichte eingegangene Persönlichkeit hat sich von 1720-1747 auch als Senator Verdienste um die Vaterstadt erworben. Er wurde am 22 September 1680 in Hamburg als Sohn eines angesehenen Kaufmanns und Nachkomme bedeutender Lübecker Senatoren geboren. Nach der Rückkehr von juristischen Studien und Reisen widmete er sich seit 1704 in Hamburg neben rechtswissenschaftlichen Arbeiten der edlen Dichtkunst, deren Werke zuerst 1712 erschienen. Nach seiner Berufung in den Senat 1721 gebü...
Otto Brodde war einer der bedeutendsten Hamburger Kirchenmusiker im 20. Jahrhundert. Bereits seit 1927 war er als Kantor und Organist an der Rothkirchkapelle in Dortmund tätig. Von 1929 bis 1935 studierte in Königsberg und Münster Musikwissenschaft, Evangelische Theologie und Germanistik. 1935 wurde er mit einer Arbeit über Johann Gottfried Walther promoviert. An der Folkwangschule in Essen erhielt er 1935 einen Lehrauftrag für Hymnologie, Liturgik und Musikgeschichte. 1941 wurde er als Kirchenmusiker an die Bugenh...
Arthur von Broecker war Pastor an der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg. Er hatte von 1865 bis 1868 evangelische Theologie in Breslau und Berlin studiert, absolvierte 1869 und 1871 vor dem Brandenburger Konsistorium beide theologischen Examina und wurde 1872 ordiniert. Er wirkte als Zivilerzieher am Kadettenhaus Kulm in Westpreußen, anschließend als Hilfsprediger in Berlin sowie als Divisionspfarrer der Besatzungsarmee im Deutsch-Französischen Krieg. 1883 wurde er zum Pastor an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi...
1863 übernahm Martin Bromberg das 1845 in Porto Alegre gegründete Handelshaus Holzweissig & Cia. und benannte es in Bromberg & Cia. um. 1870 besaß die Firma bereits vier Filialen und mehrere Beteiligungen. In diesem Jahr eröffnete Brombergs Mitgesellschafter Jacob Rech in Hamburg eine Niederlassung, die europäische Waren für die überseeischen Filialen einkaufte. 1873 siedelte auch Bromberg in die Hansestadt über, wohin sich nunmehr der Schwerpunkt der Firmentätigkeit verlagerte. Er gründete weitere Handelsfirmen un...
Elsa Bromeis wurde in eine Hamburger Kaufmannsfamilie geboren. Schon als Fünfjährige begann sie Sport zu treiben. In einem handschriftlichen Lebenslauf schrieb sie später, sie "habe auf allen Sportgebieten viele schöne Erfolge erzielt und habe die Ehre gehabt, Deutschlands Farben wiederholt international vertreten zu dürfen - Kopenhagen, Zoppot, Grag etc.". Sie war Mitglied im 1923 in Hamburg-Fuhlsbüttel gegründeten "Alstereck Verein für Wassersport". Einen ersten internationalen Erfolg erzielte sie mit Platz 2 übe...
Helly Bruhn-Braas, Tochter des Gründers der Braas Gruppe Rudolf H. Braas, war die erste Frau, die den Hamburger Arbeitgeberverband für Groß- und Außenhandel (AGA) führte. Dessen Präsidentin war sie von 2003 bis 2008 und wurde dann dessen Ehrenpräsidentin. Dem Präsidium der AGA gehörte sie schon seit 1995 an. In ihrer Amtszeit als Präsidentin gelang ihr 2006 die Vereinigung der AGA mit der WGA Schleswig-Holstein. Gelernt hatte sie den Beruf der Industriedolmetscherin, außerdem hatte sie in England eine Ausbildung fü...
Gerd Bucerius prägte Hamburg maßgeblich sowohl als Verleger als auch als Stifter und Mäzen. Die 1971 gegründete Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius fördert Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung. Sie ist Trägerin des Bucerius Kunst Forums und der internationalen Bucerius Law School in Hamburg. Gerd Bucerius baute den Medienstandort Hamburg mit auf und gehört zu den großen deutschen Publizisten der Nachkriegszeit. Er gründete und leitete als Herausgeber die renommierte Wochenzeitung „Die Zeit“...
Enno Budde war ein deutscher Jurist und Richter. 1959 löste seine Entscheidung als Vorsitzender Richter der Großen Strafkammer I, kein Verfahren gegen den antisemitischen Publizisten Friedrich Nieland (1896-1973) einzuleiten, einen der größten Justizskandale in der Bundesrepublik Deutschland aus. In der Konsequenz wurde 1960 ein Gesetzentwurf gegen Volksverhetzung mit dem sechsten Strafrechtsänderungsgesetz umgesetzt. Budde studierte nach dem Abitur Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft; in Hamburg legte er...
Aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammend, war Henry (ursprünglich Heinrich) das dritte von sieben Kindern des Wertpapierhändlers Moritz Budge. 1866 wanderte Heinrich in die USA aus, gründete zunächst mit Leo Lehmann und Jacob Schiff die Firma „Budge, Schiff und Co.“ und trat dann 1876 in das Bankhaus L. Hallgarten & Co ein, dessen Teilhaber er 1883 wurde. Budge war Fachmann für die Sanierung von Eisenbahnen und brachte es zu einem Millionenvermögen. 1879 lernte er Emma Lazarus kennen, die einer alteingeses...
Als Sohn des Wolliner Ratsherrn Gerhard Bugenhagen bezog Johannes Bugenhagen 1502 die Universität Greifswald. 1504 ging er nach Treptow an der Rega, um die Leitung der dortigen Lateinschule zu übernehmen, und empfing 1509 die Priesterweihe, ohne einen akademischen Grad erlangt zu haben. Als Theologe war Bugenhagen Autodidakt, dem 1517 das Lektorat an der neu gegründeten Schule am Prämonstratenserstift Belbuck übertragen wurde. Im selben Jahr beauftragte ihn sein Landesherr Bogislaw X. mit der Abfassung einer Landes...
Geboren wurde der Schauspieler 1929 als Pastorensohn im ostpreußischen Insterburg. Nach Kriegsende besuchte er in Hamburg, Köln, Stuttgart und Frankfurt auf der Bühne. Mit Hamburg war Buhre auf besondere Weise durch das Thalia Theater verbunden. Hier setzte sein "Faust" 1979 in Hans Hollmans sprachbetonter, zugespitzter Inszenierung von Goethes Menschheitsdrama Maßstäbe. Traugott buhre starb am 26. Juli 2009 wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag.
Axel Bundsen ist der jüngere Bruder des Malers Jes Bundsen - die Eltern waren der Kaufmann Petter Bondsen und Hedwig, geb. Lund. Nach Beendigung der Schulzeit studierte Axel von 1785 bis 1789 an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen Architektur. Hierauf ging er mit Jes auf eine längere Studienreise durch Frankreich und die Schweiz. 1795 erreichten beide Brüder Altona, um sich hier und im benachbarten Hamburg beruflich zu betätigen. Obwohl er 1801 im dänischen Kiel die Tochter des Gärtners vom Gut Knoo...
Walter J.M. Bunsmann wurde am 16. Januar 1928 in Paderborn geboren. Als 15-jähriger Schüler verpflichtete das Militär ihn 1943 als Luftwaffenhelfer für den Kriegsdienst und er diente bis zum Kriegsende 1945 als Soldat im Ruhrgebiet. In den Jahren 1946 und 1947 besuchte er einen Kriegsteilnehmerlehrgang, den er mit dem Abitur abschloss, um anschließend 1948-53 Architektur an der TH Karlsruhe zu studieren. Bunsmann sammelte erste Berufserfahrung bei bekannten Architekten. Zwischen 1953 und 1959 lernte und arbeitete e...
Werner Burkhardt war ein Hamburger Journalist. Seit den 1950er Jahren zählten seine Musik- und Theaterkritiken zu den einflussreichsten in den bundesrepublikanischen Feuilletons. Er schrieb für „Die Welt“, „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“ über wesentliche Strömungen und Neuentdeckungen aus Klassik, Jazz- und Popmusik. Auch als Theaterkenner machte er sich einen Namen weit über Hamburg hinaus. Burkhardt, der nie aus Hamburg wegzog, wurde 1998 mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille vom Hamburger Senat geehr...
Durch die Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros kommt er 1928 nach Hamburg, wo er bei Hinsch & Deimling und unter Albert Hauschildt im Baubüro des Deutschen Handelsgehilfen-Verbands tätig ist. Daneben beteiligt er sich am Theaterwettbewerb für Charkow und reist 1932 nach Moskau, um dort eine neue Beschäftigung zu finden. Nach seiner Rückkehr gründet er 1935 ein eigenes Architekturbüro. In den Dreißiger Jahren stellen Wohnhausbauten Burmesters Hauptaufgabengebiet dar. Bereits seit 1935 hat er einen Lehrauftrag...
Johann Justus Ludwig Busse, geboren 9.4.1767 in Einbeck, gestorben 14.11.1830 in Hamburg, Sohn des hannöverschen Kapitänleutnants Johann Christoph Busse und der Dorothea Louise Friederike Meyenburg. Kaufmann in Hamburg, seit 1819 Besitzer und Betreiber des Gartenlokals "Trichter" in St. Georg. 3.6.1794 Heirat mit der Braunschweiger Gelbgießertochter Johanna Sabine Christine Winckler.
Der Ruf des Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ als Enthüllungsjournal geht maßgeblich auf die Wirkungszeit Erich Böhmes als „Spiegel“-Chefredakteur zurück. Die großen Skandale, die in seine Ägide fielen, reichten von der „Flick-Affäre“ über die Eklats „Neue Heimat“ und „coop“ bis zum nach wie vor mysteriösen Fall „Uwe Barschel“. Böhmes Zeit beim „Spiegel“ begann 1958, sie währte bis 1989 – 31 Jahre lang. Als einer der führenden Polit- und Wirtschaftsjournalisten der Bundesrepublik zählte nicht nur eine Rei...
Hans Böttcher gehörte zusammen mit Hans Bodenstedt und Kurt Stapelfeldt zu den Gründungsvätern der „Nordischen Rundfunk AG“ (Norag) in Hamburg. Die Arbeit als Rundfunkredakteur verband sich mit dem Engagement für die niederdeutsche Sprache und Kultur. Böttcher betätigte sich, wie sein Studienkollege Stapelfeldt, sehr in der niederdeutschen Bewegung „Quickborn“. Darüber hinaus war Böttcher maßgeblich an der Gründung der Hans-Bredow-Schule, der Rundfunk-Volkshochschule, beteiligt und kann als der Vater ihres ersten Z...