Grell studierte von 1892 bis 1896 an der Technischen Hochschule (Berlin-)Charlottenburg und an der Technischen Hochschule Stuttgart. Ab 1898 arbeitete er als Architekt in Hamburg. Ab 1917 Mitglied der Baupflegekommission. Partnerschaft mit Peter Pruter. Von 1929 bis 1936 Vorstand des AIV Architekten- und Ingenieur-Vereins Hamburg e. V.. Nach dem Ersten Weltkrieg waren es der Ingenieur Gustav Leo sowie der Architekt Henry Grell, die den Verein bis zur Zwangsauflösung 1939 durch schwierige Zeiten führten.
Am 19.7.2016 haben bei einer großen Trauerfeier in der St. Michaelis Kirche rund 800 Gäste von dem Hamburger Ehrenbürger Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Greve Abschied genommen. Der im Alter von 94 Jahre verstorbene Hamburger Bauunternehmer (Dr. Helmut Greve Bau und Boden AG) war einer der größten Mäzen und Stifter der Nachkriegszeit. Besonders hervorzuheben ist die zusammen mit seiner Ehefrau Hannelore Greve getätigte Spende zweier neuer Flügelbauten für die Universität Hamburg. Die Kosten hierfür sollen insgesamt rund...
Eduard Grimm war ein evangelisch-lutherischer Theologe und Hauptpastor der St. Nikolai-Kirche in Hamburg. Er war prominenter Vertreter theologisch liberaler Positionen. Der Sohn eines Theologieprofessors studierte von 1867 bis 1870 Theologie und Philosophie in Jena. 1870/71 war er Kriegsfreiwilliger. 1872 legte er in Hamburg das theologische Examen ab und wurde in Jena zum Dr. phil. promoviert. Von 1872 bis 1878 war er Lehrer in Hamburg, ab 1878 Pastor in Bürgel bei Jena und ab 1881 Archidiakonus in Weimar. 1892 wu...
Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 als Freiwilliger, Studium in Jena, 1872 theologisches Examen und Promotion zum Dr. phil., 1872-1878 Lehrer in Hamburg, 1878 Pfarrer in Bürgel, 1881 Archidiakonus in Weimar, 1892 Hauptpastor an St. Nikolai in Hamburg, 1894 Mitglied des Kirchenrats, 1897 Promotion zum Dr. theol., 1911 Senior der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate, 1920 Ruhestand. Grimm war ein evangelischer Theologe der liberalen Richtung, der sich auch intensiv mit der neuzeitlich...
Bekannt ist Willem Grimm vor allem für seine Grafiken. Ab 1931 beschäftigte ihn vor allem das Motiv der sog. „Rummelpottszenen“: Der Hamburger Brauch des „Rummelpottlaufens“, bei dem Kinder verkleidet am Silvesterabend von Haus zu Haus ziehen, um Süßigkeiten zu erhalten, erhält bei Grimms Holzschnitten einen düster-makabren Ton. Weiter gehören Porträts, Stilleben und Landschaftsbilder zu seinem Oeuvre. In Eberstadt geboren, studierte Willem Grimm zunächst an der Kunstgewerbeschule in Offenbach. Schon Großvater und...
Berthold Grosse wurde am 2.6.1863 in Welsleben bei Magdeburg geboren. Er machte eine Lehre zum Tischler und begab sich auf Wanderschaft. Es folgte der Eintritt in die Gewerkschaft der Tischler (1883), das Amt als Vorsitzender des Tischler-Fachverein Hannovers (1888), die Mitgliedschaft im Hamburger Tischlerverband und das Amt als Delegierter im Hamburger Gewerkschaftskartell (1890). Ab 1900 war er Angestellter bei der Ortskrankenkasse in Altona. Seit 1884 war Grosse Mitglied der SPD und mitverantwortlich, dass die...
Felix Paul Greve, deutscher Schriftsteller, Poet und bedeutender Übersetzer englischer, französischer und spanischer großer Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts ( H.G. Wells, O. Wilde, H. Balzac, G. Flaubert, H. Murger, M. Cervantes), wurde am 14. Februar 1879 in Radomno (ehemals Westpreußen, heute Polen) geboren, machte an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg Abitur, studierte in München, Bonn und Rom Klassische Philologie und Archäologie und starb nach abenteuerlichem Leben am 19. August 1948 als m...
Volumina im Sonnenlicht Von Katharina Kulke überarbeitet von Bartosz Cejer Das Werk von Friedhelm Grundmann ist durch zwei gegensätzliche Aufgabenbereiche gekennzeichnet: Seit mehr als vierzig Jahren prägt er das Erscheinungsbild der Stationen der Hamburger Hochbahn mit. Zum einen durch zahlreiche Restaurierungen wie etwa an der Mundsburg oder Umbauten wie etwa Dehnhaide, zum anderen durch Neubauten wie der Haltestelle Lübecker Straße. Mit letzterer Station gelang es dem Büro Sandtmann und Grundmann mittels einer S...
Friedrich Carl Gröger, geb. 14.10.1766 in Plön, gest. 8.11.1838 in Hamburg. Zunächst autodidaktisch als Miniaturmaler in Schleswig-Holstein und Lübeck tätig, seit 1787 künstlerische Weiterbildung in Hamburg und an der Berliner Akademie. 1782-1805 in Lübeck ansässig, Beginn der Ateliergemeinschaft mit Heinrich Jacob Aldenrath, Hinwendung zur großformatigen Porträtmalerei in Öl. Nach längeren Aufenthalten in Kiel und Kopenhagen 1816 Übersiedlung nach Hamburg, dort seit 1818 auch Mitarbeit an der Speckterschen Steindr...
Wolfgang Grünberg war Professor für Theologie in Hamburg. Nach der Reifeprüfung 1959 studierte er evangelische Theologie in Tübingen (1959/60), Berlin (1960-1962 und 1963-1965), Heidelberg (1962) und Hamburg (1962/63). In den Semesterferien absolvierte er eine Tischlerlehre und bestand 1964 die Gesellenprüfung. 1965 legte er in Bielefeld das erste theologische Examen ab. Von 1965 bis 1968 war er Assistent für Praktische Theologie bei Martin Fischer an der Kirchlichen Hochschule Berlin. Das Vikariat absolvierte er i...
Nach bestandener Reifeprüfung am Wilhelms-Gymnasium in Berlin absolvierte Arnold Gumprecht in Hamburg seine kaufmännische Lehre bei der Schiffsagentur Ernst Niebuhr jr., deren Inhaber Heinrich Gumprecht war. Danach war Arnold Gumprecht zunächst in Bordeaux und später drei Jahre in England tätig. Außerdem unternahm er Reisen nach Süd- und Nordamerika, bevor er 1890 nach Hamburg zurückkehrte. Hier gründete er 1897 zusammen mit Heinrich Gumprecht die Firma Gumprecht & Co. Diese importierte überwiegend Salpeter, Kaffee...
Johannes Gurlitt war ein Hamburger Philologe, Pädagoge und Lehrer. Als Sohn des Schneidermeisters Johann Georg Gurlitt und seiner Ehefrau Johanna Christiane, geb. Carnal, wuchs er in Leipzig auf, wo er die Thomasschule besuchte. Ab 1772 studierte er hier vor allem klassische orientalische Sprachen. Nach Abschluss des Studiums ging er nach Magdeburg und lehrte am benachbarten Kloster Berge Latein, Griechisch, Geschichte und Philosophie. An dieser Schule übernahm er ab 1796 die Direktion des Pädagogikums. 1802 wurde...
Ägidius war der Sohn Ludwig Gutbiers, des Bürgermeisters seiner Geburtsstadt, und der Kaufmannstochter Anna geborene Kirchhof. Im Alter von neun Jahre Vollwaise, besuchte Gutbier die Stadtschule in Weißensee, anschließend die Klosterschule in Roßleben, um seine Ausbildung auf dem Gymnasium in Quedlinburg abzuschließen. Einer der Lehrer Gutbiers, der spätere Superintendent Daniel Heimburger (1606–1661), weckte in ihm das Interesse an den orientalischen Sprachen. Gutbier begann nach einer dreijährigen Tätigkeit als H...
1902 geboren in Hamburg; 1921-1922 Studium an der TH Danzig, 1922 - 1926 an der TH Stuttgart bei Heinz Wetzel (Hilfsassistent), Paul Bonatz und Paul Schmitthenner; 1926 Diplom; 1926 -1928 Anstellungen bei Klaus Hoffmann, Stuttgart, Fritz Höger, Hamburg, und in der Hochbaudirektion Hamburg unter Fritz Schumacher; 1928 zweite Staatsprüfung in Stuttgart, Regierungsbaumeister; 1928 - 1929 Stadtplanungsamt Wandsbek; Ab Januar 1930 eigenes Büro in Hamburg; 1936 Ernennung zum Vertrauensarchitekten des Generalinspektors fü...
Adolf Friedrich Götting, geb. 24.12.1831 in Einbeck, gest. 29.3.1911 in Hamburg, Sohn des Zollverwalters Heinrich Julius Götting und der Caroline Georgine von Jeinsen. Nach Ausbildung als Postbeamter seit 1861 in Hamburg bei der Post tätig, seit 1877 Direktor der Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft, seit 1884 Direktor der Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft. Erste Eheschließung 1856 mit Minna Pahl (gest. 1897), zweite Eheschließung 1899 mit Frieda Hesse.
Camillo Günther wurde am 29. Mai 1881in Lauter geboren. Er war Schüler von Paul Wallot, der von 1894 bis 1911 an der Dresdner Kunstakademie lehrte. Von Paul Wallot stammt der Entwurf des Deutschen Reichstages in Berlin. Camillo Günther beteiligte sich an vielen Wettbewerben. Das Rathaus in Schkeuditz wurde 1913 aufgrund eines 1.Preises im Wettbewerb 1910 nach seinen Entwürfen gebaut. Bekanntestes, noch erhaltenes und von ihm entworfenes Bauwerk in Hamburg ist heute die Auferstehungskirche Nord-Barmbek, Tieloh 22, d...
Gerhard Günther war in der Weimarer Republik ein prominenter Vertreter der „Konservativen Revolution“ und in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter der Evangelischen Akademie in Hamburg. Günther hatte das Studium der Theologie und Philosophie 1912/13 mit den beiden theologischen Prüfungen abgeschlossen und wurde zunächst Hilfspfarrer bei Gelnhausen. Im Ersten Weltkrieg war er als Feldgeistlicher tätig. Nach Kriegsende ließ er sich zunächst beurlauben und schied 1920 auf eigenen Antrag aus der Landeskirche Hesse...
Nach Abschluss seines Jurastudiums in Göttingen und Promotion am 4. Dezember 1875 erwarb Carl Theodor Gütschow das Hamburger Bürgerrecht und wurde am 7. September 1877 Nachfolger von Dr. Embden an dessen Stelle erster Sekretär der Handelskammer. Er wurde über Hamburg hinaus durch theoretische Vorarbeiten zum Zollanschluss Hamburgs bekannt und erwies sich als Spezialist auf dem Gebiet des Seeversicherungswesens und des Seerechtes. Hierüber hat er Bücher und wissenschaftliche Aufsätze verfasst. Zu seinem fünfundzwanz...