Sohn von Louis Gustav Kochheim (1865–1942), Arbeiter, und Luise Sophie geb. Streppel (1861–1934). 1910 Abitur am Dortmunder Realgymnasium, Studium der Germanistik und Philosophie in Tübingen und Münster (ohne Abschluss). 1914–1918 Teilnahme am 1. Weltkrieg, ab 1919 in Hamburg wohnhaft. 1921–1923 bei der Behörde für Strom- und Hafenbau, 1923–1926 als Schutzhelfer im Jugendamt beschäftigt, 1927 Eintritt in den Dienst der Hamburgischen Landeskirche als Sozialpädagoge, 1928 Verbeamtung. 1934 unter dem Landesbischof Fra...
Ernst Koehne, geb. 13.12.1856 in Berlin, gest. 14.3.1933 in Hamburg, Sohn eines Berliner Kaufmanns. In Hamburg als Kaufmann tätig. Mitbegründer des Hamburger Deutschen Schauspielhauses und 1900-1928 dessen Verwaltungsdirektor und verantwortlicher Geschäftsführer.
Der in Hessen/Darmstadt 1734 geborene Bauhof-Zimmermeister – 1767 Bauhofinspektor – Johannis Kopp arbeitete vielfach mit Tiltzig am gleichen Bau. Kopp war auch Nachfolger Tiltzigs in der Zeichenklasse der Bauhandwerker, und ebenfalls Schüler Sonnins. Die Zusammenarbeit erfolgte auch beim Bau des Eimbeckschen Hauses und beim Bau als Zimmermeister bei der Großen St. Michaeliskirche. Ferner bei der Erstellung von Gutachten für den baufälligen Turm von St. Katharinen und beim Abbruch und Neubau der Sakristei und des Ki...
Walter Koppel gründete nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit Gyula Trebitsch die Filmproduktionsfirma Real-Film, für den Medienstandort Hamburg eine wichtige Entscheidung beim Aufbau als Filmstadt in der Bundesrepublik. Zahlreiche Komödien, aber auch Kultur- und Dokumentarfilme, zählen zu den Werken der Real-Film, darunter Kassenschlager wie „Der Hauptmann von Köpenick“ oder „Des Teufels General“, die zu den einflussreichsten deutschen Filmproduktionen der Nachkriegsjahre zählen. Ausführlichere Informationen ent...
In Hamburg geboren machte Egbert Kossak am Johanneum Abitur und absolvierte anschließend eine Maurerlehre. Nach dem Studium der Architektur und Stadtplanung an der TU Berlin gründete er gemeinsam mit Thomas Sieverts und Herbert Zimmermann 1965 die „Freie Planungsgruppe Berlin“.1972-1981 lehrte und forschte er als ordentlichen Professor für Städtebau und Wohnungswesen an der Technischen Universität Stuttgart. 1981-1999 erfolgte die Berufung zum Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit 1999 war Egbert...
Dieter Kottysch stammt aus der oberschlesischen Industriestadt Gleiwitz. 1956 kam er als 13jähriger mit seinen Eltern nach Hamburg. Wenig später begann er beim „Hamburger Box Club von 1922“ unter Trainer Werner Pries mit dem Training. 1959 stand er zum ersten Mal im Ring und wurde zweimal Deutscher Jugendmeister. Sechsmal erkämpfte er den Titel Deutscher Meister im Weltergewicht. In 250 Kämpfen siegte er 200 Mal. Seinen größten Erfolg errang er 1972. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Halbmittelgewicht...
Carl Johannes Koyemann entstammt einer niederländischen Familie, die um 1580 nach Hamburg gekommen ist. Am 6. März 1828 wurde er in Hamburg geboren. Seine Lehrzeit verbrachte er in der Firma Wilhelm Röper. Ab 1. Januar 1852 arbeitete er als Commis bei J. P. L. Bartels & Co., 1863 wurde er Teilhaber. Im Juli 1878 trat er aus diesem Geschäft aus und gründete 1879 die Firma Koyemann & Sohn. Von 1901 bis 1902 war er Partner in der Firma Paul Nirrnheim. Am 29. Dezember 1866 wurde Koyemann in die Handelskammer gewählt, d...
Brigitte Kraft-Wiese war als Architektin und Stadtplanerin in leitender Stelle in der Baubehörde Hamburg tätig. Geboren 1942 in Nowe in Polen gelang ihr zusammen mit ihrer Mutter die Flucht über die Ostsee. In Dänemark wurden sie von 1945 – 1948 interniert. Nach einer Schulausbildung in Osnabrück, einem Tischlerpraktikum und einer Bauzeichner-Lehre begann sie 1962 das Studium der Innenarchitektur an der Werkkunstschule Münster, 1964 das Studium Architektur und Stadtplanung an der HfbK Hamburg. 1970 verkaufte sie Ih...
Die Schauspielerin und Tochter eines Berliner Arztes, gelangte über die Bühnen in Kattowitz, Stralsund und Erfurt nach Braunschweig, wo sie ihren Kollegen Willy Maertens kennenlernte, den sie einige Jahre später in Hamburg heiratete. Willy Maertens hatte seit 1927 ein Engagement am Thalia-Theater, und auch Charlotte Kramm gelang der Sprung in die Hamburger Theaterlandschaft. Nach einem erfolgreichen Gastspiel als Maria Stuart wurde sie 1928 ans Altonaer Stadttheater engagiert und blieb dort bis 1931. Sie ging dann...
Hans Johann Detlef Kraus war ein international renomierter Pianist, der sich insbeondere als Brahms-Interpret einen Namen gemacht hat, dessen sämtliche Werke er beherrschte. Er lehrte als Professor für Klavier unter anderem am Konservatorium Osnabrück und von 1963 bis 1988 an der Folkwang Hochschule in Essen. Als Mitbegründer der Hamburger Brahms-Gesellschaft war er ihr Präsident von 1982 bis 1997 und hat zahlreiche Aufsätze über Brahms veröffentlicht. 1975 erhielt er die Johannes-Brahms-Medaille des Hamburger Sena...
Hans-Joachim Kraus war Theologieprofessor an der Universität Hamburg von 1954 bis 1967. Der Pastorensohn studierte von 1941 bis 1944 in Halle, Jena und Heidelberg evangelische Theologie und wurde in Heidelberg 1944 promoviert. 1946/47 war er Assistent an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, 1947/48 in Bonn, wo er sich 1948 für Altes Testament habilitierte. Nach einer Lehrstuhlvertretung 1949/50 in Göttingen wurde er 1951 außerordentlicher Professor in Bonn und erhielt 1954 den Lehrstuhl für Altes Testament an der...
Siegfried Lenz schreibt in seiner Monografie „Diether Kressel – Rückblick 1995–1946“: „Kressels Bildersprache ist eine eigene Erzählsprache.“ Diese Bildsprache entwickelte Diether Kressel mittels Motiven wie Spiegellungen und Assoziationen in raffiniert eingefügten Selbstporträts sowie Gegenständen, die an Vergänglichkeit gemahnen. In seinen Werken thematisierte er Erinnerungen, Wünsche sowie besondere Situationen und setzt diese mit ironischen Bezügen zum Intimen, Humanen und Beschaulichen zusammen. Bevor er jedoc...
Georg Kretschmar war ein einflussreicher Kirchenhistoriker und Erzbischof. Von 1956 bis 1967 war er Professor an der Universität Hamburg. Er studierte von 1945 bis 1948 Evangelische Theologie in Tübingen, Bonn, Heidelberg und Oxford. 1948 legte er das Fakultätsexamen in Heidelberg und 1952 die zweite theologische Dienstprüfung in Stuttgart ab. Nach einer kurzen Vikarszeit in Württemberg wurde er 1954 in der Tübinger Stiftskirche ordiniert. Von 1948 bis 1952 war er Assistent im Fach Neues Testament bei Otto Michel i...
Carl Vincent Krogmann wurde am 3.3.1889 als Sohn einer Hamburger Kaufmannsfamilie in Hamburg geboren. Er war Mitinhaber des Handelshauses Wachsmuth und Krogmann. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Krogmann politisch aktiv. Im März 1933 wurde er Mitglied des Hamburger Senats und trat im Mai 1933 der NSDAP bei. Mit Krogmanns Wahl zum Ersten Bürgermeister versprach man sich eine engere Bindung der Hamburger an die Partei und die Ideologie der Nationalsozialisten. Eine Umsetzung dieser Ideologie errei...
Seiner starken Nähe zu George Braque wegen nannte man Fritz Kronenberg scherzhaft auch „Kronenbraque“. Besonders beschäftigte ihn das Formale des Kubismus, also die Gliederung des Raumes im Bild, womit das Motiv selbst für ihn eher nachrangige Bedeutung hatte. Auch wenn er dabei stark abstrahierte, blieb er doch stets gegenständlich. Neben Stilleben und Landschaften entstanden auch Figurenbilder. 1919 begann Fritz Kronenberg seine künstlerische Ausbildung. An der Kunstgewerbeschule in Köln konzentrierte er sich bes...
Arnold Krug war Pianist, Komponist und Musikpädagoge. Von 1881 bis 1888 war er Dirigent und Leiter eines eigenen Gesangvereins, der Arnold Krugschen Singakademie. Ab Oktober 1885 war Arnold Krug dann als Lehrer für Komposition am Bernuth’schen Konservatorium in Hamburg tätig. 1885 übernahm er noch für zehn Jahre die Leitung der Altonaer Singakademie. 1902 wurde ihm in Hamburg der Professorentitel für Komposition („Comp. Prof.“) verliehen.
Peter Krusche war ein evangelischer Theologe, Bischof und Mitglied der nordelbischen Kirchenleitung. Nach dem Abitur 1942 leistete der Pastorensohn Peter Krusche seinen Kriegsdienst bei der Luftwaffe und gelangte durch die Kriegsgefangenschaft nach Bayern. In Erlangen studierte er von 1945 bis 1948 Evangelische Theologie und trat 1948 in den Pfarrdienst. Am 18. April 1949 wurde er in Kitzingen ordiniert. Zuerst wirkte er dort als Stadtvikar und als Religionslehrer am Gymnasium in Hof/Saale, anschließend war er Schü...
Hellmut Kruse war das erste von drei Kindern des Hamburger Kaufmanns und Senators Hans Emil Bernhard Kruse (1891-1968). Nach erfolgreichem Studium der Literaturgeschichte und Philosophie an den Universitäten Hamburg und Fribourg/Schweiz, betätigte er sich zunächst als Exportkaufmann im väterlichen Betrieb Wiechers & Helm, Hamburg. Dieses Unternehmen leitete er von 1954 bis 1961 als persönlich haftender Gesellschafter und ab 1989 als geschäftsführender Gesellschafter. 1961 trat er bei der Beiersdorf AG mit Zuständig...
Hugo Krüss war ein Hamburger Physiker, Unternehmer und Präsident des Kirchenrates. Der Sohn des Optikers Edmund Johann Krüss und seiner Frau Agathe Auguste wurde in das 1796 gegründete Familienunternehmen, die optisch-mechanischen Werkstätten A. Krüss hineingeboren. Nach dem Besuch der Privatschule Dr. Schuster absolvierte er eine entsprechende Ausbildung in Altona und München, wo er anschließend an der Ludwig-Maximilians-Universität studierte und 1873 mit einer Arbeit über die „Vergleichung einiger Objectiv-Constr...
Hugo Krüss legte 1871 in München als Externer sein Abitur ab. Anschließend besuchte er dort die Universität und die Technische Hochschule und wurde 1873 promoviert. Drei Jahre später wurde er von seinem Vater, dem "Fabrikant wissenschaftlicher Instrumente" Edmund Krüss, in dessen Geschäft A. Krüss aufgenommen. Hier führte der Sohn schon bald neue Fabrikationszweige in Photometrie, Spektroskopie, Kolorimetrie und Projektion ein. Seit 1886 war er alleiniger Inhaber des Geschäfts. Neben seiner beruflichen Tätigkeit pu...