Anton Rée war Reformpädagoge und Politiker. Er wurde am 9.11.1815 in Hamburg geboren und stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie. Sein Vater, Berend Isaak Rée, war Hofbankier des dänischen Königs. Seine Mutter war Johanna Nathanson. Rée besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums und des Akademischen Gymnasiums. Anschließend studierte er Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und wurde 1837 mit einer Dissertation über die hebräische Sprache promoviert. 1838 erlangte Rée eine Anstellung...
Johann Heinrich Röding war der Sohn des Lehrers Otto Röding und von dessen Ehefrau Anna Magdalena, später verheiratete Schubart. Seit 1750 war er als Lehrer im Alten Land tätig, 1755 wurde er zum Rektor einer Schule in Tellingstedt/Norderdithmarschen ernannt und seit 1763 arbeitete er als Lehrer an der Jacobi-Kirchenschule in Hamburg. Röding heiratete 1752 Catharina Engel Stamer, verwitwete Ricker. Er verfasste zahlreiche pädagogische und poetische Schriften.
Friedrich Röding war ein deutscher Malakologe (Muschelforscher), Kaufmann und Kunstsammler sowie Verfasser zahlreicher poetischer und pädagogischer Schriften. Er wurde am 17. Juni 1767 in Hamburg als Sohn des Lehrers Johann Heinrich Röding und dessen Ehefrau Anna Magdalena geboren. Seit früher Jugend sammelte er mit großem Eifer alle für ihn erreichbaren Gegenstände aus den Gebieten Natur und Kunst und brachte es so zu einer derart umfangreichen Sammlung, dass sie seit 1804 als "Museum für Natur und Kunst" zu Hambu...
Wilhelm Röttiger war Lehrer und von 1904 bis 1924 Direktor der Realschule bzw. Oberrealschule Eppendorf. Nach der Reifeprüfung 1877 studierte er zunächst zwei Semester Mathematik in Jena, anschließend neuere Sprachen in Göttingen. 1883 wurde er dort promoviert. Die beiden Staatsprüfungen legte er 1884 und 1885 ebenfalls in Göttingen ab und erwarb die Lehrbefähigung für die Fächer Französisch und Englisch in allen Stufen sowie Religion und Latein in der Mittelstufe an Gymnasien. 1885 wurde er wissenschaftlicher Lehr...
Alfred Rücker war Jurist, Diplomat und Senator. Er wurde am 25.6.1825 in Wendemuth bei Wandsbek geboren und stammte aus einer einflussreichen Hamburger Kaufmannsfamilie. Sein Großvater mütterlicherseits war der Senator Martin Johann Jenisch. Rücker besuchte das Katharineum in Lübeck, studierte anschließend Rechtswissenschaften und wurde 1848 in Heidelberg promoviert. 1849 erhielt er das Hamburgische Bürgerrecht und etablierte sich als Anwalt. 1852 legte Rücker seine Arbeit jedoch nieder und wechselte in den Diploma...
Hinrich Rücker, geboren am 21.06.1721 in Hamburg, gestorben am 21.10.1809 ebd. Sohn des Kaufmanns Siegmund Rücker und der Anna Brameyer. Kaufmann in Hamburg, seit 1767 Senator. Vermählt am 22.02.1746 mit Anna Luisa Frederking.
Peter Rühmkorf gilt als Hamburger Dichter mit einem ausgeprägten Lokalbezug, zumal er der Stadt bis zu seinem Lebensende treu geblieben ist. Er hat sich als in Gesellschaft und Zeit engagierter Intellektueller und mit seiner riskanten Artistik auf dem „Hochseil“ der Lyrik in die deutsche Literaturgeschichte eingeschrieben. Dabei verstand sich Rühmkorf als „Berufshamburger“. Den Blick aus seiner Wohnung in Övelgönne auf Elbe und Wanderweg beschrieb er in „Tabu I“. Elbe, Hafen und Huren gehören zu den Motiven seiner...
Der Hamburger Journalist und Architekturkritiker Dr. Manfred Sack ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Als Redakteur und Autor der ZEIT, der er seit 1959 angehörte, hat er die öffentliche Debatte über Architektur und Städtebau, aber auch über Musik, Design und Fotografie in Deutschland ganz wesentlich geprägt. Er hat Monografien über bedeutende Architekten wie Richard Neutra, Gottfried Böhm, César Manrique oder Günter Behnisch sowie zahlreiche Fachbücher verfasst. Von den vielen Ehrungen seien stellvertretend die Eh...
August Sanders kam 1823 nach Hamburg und absolvierte eine Kaufmannslehre. Bereits 1831 gründete er seine eigene Firma. Nach dem Eintritt seines Bruders Julius im nächsten Jahr erhielt die Firma den Namen August Sanders & Co. Im Januar 1844 folgte die Gründung einer Handelssozietät in Glasgow unter dem Namen Sanders Brothers. Am 31. Dezember 1853 wählte die Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns August Sanders in die Commerzdeputation. Er war das erste jüdische Mitglied in der Vertretung der Kauf-mannschaft. Der Comme...
1942 Maurergeselle mit Auszeichnung 1942-1948 Fachhochschule Hamburg mit Auszeichnung abgeschlossen, Gastvorlesungen Landeskunstschule Lerchenfeld 1942- 1945 Unterbrechung des Studiums durch Einberufung - Leutnant der Reserve 1948-1955 Führender Mitarbeiter bei Werner Kallmorgen, ab 1950 als selbstständiger Architekt und freier Mitarbeiter 1957-1963 Partnerschaft Horst Sandtmann und Friedhelm Grundmann 1963 Eigenes Büro in Hamburg 1989 Operation, danach nur noch “auf Sparflamme” tätig __Quelle: http://www.architekt...
Emma Sauber (geb. Bösch) war mit Hermann Sauber verheiratet, dem Inhaber der Firmen Sauber Gebr. (Kohlenimport und Reederei) und Heinrich Brandenburg (Schiffswerft). Seit 1882 wohnte das Ehepaar in Wandsbek. Nach dem Tod ihres Mannes 1894 wurde Emma Sauber alleinige Inhaberin der Firma Sauber Gebr., da der einzige Sohn Herman erst 12 Jahre alt war. Die aktive Leitung der Firma lag in den Händen von Ernst J. F. Commentz, Emma Sauber unterrichtete sich jedoch über alle Vorgänge persönlich und traf bei allen wichtigen...
Herwarth Freiherr von Schade war lutherischer Theologe, Pastor, Oberkirchenrat und von 1980 bis 1988 Kirchenbibliotheksdirektor. Seit 1929 lebte er in Hamburg. 1943 wurde er Luftwaffenhelfer, 1944/45 war er Soldat in Schlesien. In der französischen Kriegsgefangenschaft von 1945 bis 1947 erfolgte seine Hinwendung zur Theologie; im Lager in Montpellier studierte er zwei Semester an der Ecole de Théologie Protestante. Das Studium setzte er dann an der Universität Tübingen und an der Kirchlichen Hochschule Hamburg fort...
Eine Kurzbiographie liegt für diese Persönlichkeit aktuell noch nicht vor. Es wird auf den ausführlichen Nachruf verwiesen, der noch nicht aus dem Lateinischen übersetzt ist..
Friedrich Schaper, geb. 13.11.1869 in Braunschweig, gest. 21.02.1956 in Hamburg. Nach Dekorationsmalerlehre in Hamburg 1889-1890 Studium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, 1890-1894 an der Kunstgewerbeschule und an der Akademie in Berlin. 1894 Rückkehr nach Hamburg, 1897 Gründungsmitglied des Hamburger Künstlerclubs. Seit 1902 Lehrtätigkeit an verschiedenen Hamburger Ausbildungsstätten, zuletzt an der Landeskunstschule. Ab 1923 freischaffend tätig.
Rosa Schapire wurde als viertes von fünf Kindern einer angesehenen jüdischen Familie in Ostgalizien geboren. Sie studierte als eine der ersten Frauen Kunstgeschichte. Rosa Schapire verdiente sich ihr Studium mit Übersetzungen und Sprachunterricht und promovierte in Heidelberg. Sie wurde passives Mitglied der Künstlergruppe die „Brücke“, die 1905 von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl gegründet worden war. 1908, nach einigen unruhigen Wanderjahren, die Rosa Schapire auch nach...
1871 geboren in Stuttgart; Architekturstudium an den Technischen Hochschulen in Stuttgart und Wien; Mitarbeiter von Skjold Neckelmann in Stuttgart, Ernst von Ihne in Berlin und Paul Wallot in Dresden; 1901 eigenes Architekturbüro in Berlin; Zahlreiche Projekte in Hamburg, darunter das Bismarck-Denkmal; 195? Tod in Berlin
Heinrich Scheidemann war Sohn und Nachfolger des Katharinenorganisten David Scheidemann, der aus Dithmarschen stammte. Scheidemann wurde von 1611 bis 1614 bei dem berühmten Jan Pieterszoon Sweelinck in Amsterdam an der Orgel ausgebildet, auf Kosten der Gemeinde St. Katharinen. Circa 1628 übernahm er das Amt. Als erster Kirchenmusiker an St. Katharinen hinterließ er auch ein umfangreiches kompositorisches Werk, insbesondere für die Orgel. Sein Ruhm drang bis in die Niederlande vor, wo verschiedene Huldigungsgedichte...
Matthias Scheits ist einer der wichtigsten Künstler Hamburgs des 17. Jahrhunderts. Unter seinen Gemälden finden sich biblische Szenen, Schilderungen der Gesellschaft aber auch des Volkslebens. Viele seiner Zeichnungen wurden als Vorlagen für Kupferstiche benutzt. Einfluss auf sein Werk hatten neben Rembrandt besonders Adriaen van Ostade und David Teniers mit ihren genrehaften Schilderungen des bäuerlichen Lebens. Im Jahr 1640 oder 50 reiste Scheits nach Holland, um unter anderem beim Maler Philips Wouvermann zu ler...
Von dem heute vergessenen Literaten Hermann Schiff (1801-1867) sollte im Gedächtnis bleiben, dass er das jüdische Leben des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts sozial engagiert in seinen Novellen und Romanen als bevorzugtes Thema gestaltet hat und damit neben seinen Stiefvetter Heinrich Heine (1797-1856) gestellt werden muss. Außerdem hat er mit seinen „Lebensbildern“ 1830 Honoré de Balzac (1799-1850) in Deutschland bekannt gemacht und damit den sozialrealistischen Blick der deutschen Schriftsteller und Poe...
Karl Schiller wuchs in einfachen Verhältnissen bei seiner Mutter auf. Maria Schiller war geschieden und arbeitete in Kiel als Sekretärin und Haushaltshilfe. Sie ermöglichte ihrem Sohn den Abiturabschluss. Seit 1931 studierte dieser Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft in Kiel, Frankfurt am Main, Berlin und Heidelberg und wurde 1935 zum Dr. rer. pol. promoviert. Sein Studium wurde mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. In den Jahren 1935 bis 1941 arbeitete Schiller als Leite...