Nachdem er seine Reifeprüfung an der Königlichen Realschule in Berlin bestanden hatte, ging Alfred Calmon bei C. Wilezinski in die Lehre. Der Betrieb hatte sich auf den Import amerikanischer und kanadischer Maschinen spezialisiert. Seine technische Ausbildung absolvierte Calmon bei W. Ritter, einer Maschinenfabrik in Altona. 1886 gründete er ein technisches Gummiwaren- geschäft unter dem Namen Alfred Calmon. 1894 wandelte er das Unternehmen in Gemeinschaft mit der AEG in eine GmbH um, zwei Jahre später in die Asbes...
Nach dem Besuch des Johanneums wurde Otto Joachim de la Camp noch vor Beendigung der kaufmännischen Lehre Soldat. Seit 1924 war er Teilhaber der Firma Markwitz, de la Camp & Co., einer Firma, die sich vorwiegend mit dem Import von Häuten und Fellen beschäftigte. Seine Bestellung zum Plenarmitglied der Handelskammer erfolgte am 16. Juni 1933, nachdem er vom 17. April 1933 an als einer von vier Staatskommissaren vom Senat zur „Vorbereitung der Gleichschaltung“ der Handelskammer in deren Präsidium delegiert worden war...
Julius Campe war ein bedeutender Hamburger Verleger. Die Campesche Buchhandlung, die er zwischen 1823 und 1867 leitete, zählt als Verlagshaus Hoffmann und Campe seither zu den großen deutschen Buchverlagen. Die Campesche Buchhandlung, zunächst in der Hamburger Bohnenstraße, später in der Schauenburgerstraße, entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem literarischen Zentrum, dessen Einfluss weit über Hamburg hinausstrahlte. Während Julius Campe den Verlag leitete, erschienen rund 1.100 Titel. Es waren beson...
Wilhelm Carstens war der Sohn von Johann Jacob Carstens und seiner Frau Dorothea. Im Jahr 1912 zog er nach Hamburg und gründete am 1. April 1912 seine erste Firma. Am 20. November heiratete er Erna Auguste. Das Ehepaar hatte einen Sohn. Die Firma „Wilhelm Carstens GmbH“, die im Laufe der Zeit zu einer Gesellschaft wurde, stellte Isoliermaterial, Lacke, Glimmer usw. her. Später übernahm er noch eine zweite Firma.Wilhelm Antony Carstens hatte nach seinem Tod einen erheblichen Teil seines Vermögens in eine gemeinnützi...
Von 1919 bis 1933 gehörte der Philosoph Ernst Cassirer (1874-1945) zu den prägenden Persönlichkeiten an der gerade gegründeten Hamburgischen Universität und im Kulturleben der Hansestadt. Hier schuf er in engem Kontakt mit der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg einige seiner wichtigsten philosophischen Werke, allen voran die dreibändige Philosophie der symbolischen Formen. Zugleich gab er in diesen Jahren, die auch Anfang und Ende der Weimarer Republik markieren, der jungen deutschen Demokratie mit den ihm...
Christian Charlybaeus war lutherischer Pastor in Hamburg und Schleswig-Holstein. Nach dem Abitur 1895 studierte er evangelische Theologie in Halle, Tübingen, Berlin und Kiel. 1899 legte er das erste, 1902 das zweite theologische Examen in Kiel ab. 1903 wurde er in Flensburg ordiniert und war dort in der Kirchengemeinde St. Marien zunächst Hilfsgeistlicher und ab dem 26. Mai 1908 Pastor. 1918 wechselte er als Pastor nach Nienstedten. Von dort wurde er 1934 an die Ansgar-Kirchengemeinde in Kiel versetzt, da man ihm p...
Jaques Henri (Jacob Heinrich) war das dritte von sechs Kindern der Eheleute Jean Jaques de Chapeaurouge (1750-1789) und Marie Catherine, geb. de la Corbière (1756-1810). Vater Jean Jaques war der Bruder von Jaques (Jacob) de Chapeaurouge (1744-1805). Jaques Henri kam 1794 nach Hamburg, um sich hier kaufmännisch zu betätigen. Am 1. September 1803 wurde er Mitinhaber der Familien-Firma "De Chapeaurouge u. Co." und ab 1839 im Bankhaus "J. H. u. A. De Chapeaurouge". Er betätigte sich sehr engagiert in unterschiedlichen...
Jaques (Jacob) war das vierte von sieben Kindern der Eheleute Ami de Chapeaurouge (1703-1761) und Anne Elisabeth, geb. Boissier. Sein Bruder war Jean Jaques (1750-1789), Vater von Jaques Henri (1780-1854). Er kam 1764 nach Hamburg, um sich hier in dem Bank- und Reederei-Geschäft "Diodati u. Poppe" kaufmännisch zu betätigen. 1768 wurde er Teilhaber in dem nun firmierenden Unternehmen "Diodati, Poppe u. Co", später "Poppe, De Chapeaurouge u. Co.", und seit 1789 "Jacob De Chapeaurouge". Am 18. Januar 1769 legte er in...
1818 begann er ein Studium in Paris, das er nach kurzer Zeit in Karlsruhe bei Friedrich Weinbrenner fortsetzte. Reisen nach Italien und Griechenland folgten. Vor allem der Italienaufenthalt hatte dauerhafte Wirkungen auf seine Entwürfe (erwähnt seien hier das heute „Alte Post“ bezeichnete Postgebäude und die Alsterarkaden). Nach seiner Rückkehr 1821 ließ er sich als Architekt in Hamburg nieder. Er legte viel beachtete Entwürfe, so für den Bau des Johanneum auf dem Domplatz (1827) vor, die unter anderem von Schinkel...
Friedrich Chrysander, Sohn des Mühlenbesitzers Johann Friedrich August Chrysander und seiner Frau Marie Dorothea Elisabeth Burmeister, trat 1847 in das Lehrerseminar Ludwigslust ein. 1849 wurde er Bürgerschullehrer in Doberan. In dieser Zeit wandte er sich der Musikforschung zu. 1855 wurde er an der Universität Rostock zum Dr. phil. promoviert. Seit 1866 in Bergedorf als freier Musikwissenschaftler mit nebenbei betriebener Gärtnerei ansässig, wurde er 1868 Redakteur der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" und gründ...
Hildegard Claassen, geb. Brüggemann war die Tochter eines Pfarrers. Zwischen 1916 und 1920 studierte sie Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte an der Universität München und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Sie verfasste ihre Dissertation über Johann Gottfried Herder. Von 1921 bis 1925 war sie dann als Leiterin einer Kunstgalerie in München und Berlin beschäftigt. 1925 zog sie nach Frankfurt a. M. und heiratete Dr. Eugen Claassen, den Leiter des dortigen Societäts-Verlages. 1934 gründete das Ehepaar...
Johann Hermann Clasing, geboren 4.7.1779 in Hamburg, gestorben 8.2.1829 ebd., Sohn des Hamburger Totengräbers Johann Christian Clasing und der Anna Margaretha Huppe. Schüler des Hamburger städtischen Musikdirektors und Kantors Christian Friedrich Gottlieb Schwencke. 10.10.1812 Heirat mit Magdalena Dorothea Wilhelmine Cölln aus Hamburg. Als Konzertpianist, Chorleiter und Komponist in Hamburg tätig, von gewichtigem Einfluß auf die Hamburger Musikpflege im 19. Jahrhundert, Wegbereiter der späteren Hamburger Singakadem...
Johannes Classen war ein Physiker und Gründer des elektrischen Prüfungsamtes in Hamburg. Nach der Reifeprüfung am Realgymnasium des Johanneums 1883 studierte er in Breslau und Jena Physik und Mathematik. 1889 wurde er mit einer Arbeit über die spezifische Wärme des flüssigen Schwefels in Jena promoviert. Seit 1887 war Classen als wissenschaftlicher Assistent am Physikalischen Staatslaboratorium in Hamburg tätig, 1902 wurde er Gründer und erster Vorsteher des elektrischen Prüfungsamtes und erhielt 1903 den Professor...
Walt(h)er Classen war ein in Hamburg wirkender Theologe und Pädagoge. Er studierte Theologie, absolvierte in Hamburg 1896 und 1899 die beiden theologischen Examina und wurde 1903 ordiniert. Als Hilfsgeistlicher war er zunächst vor allem in der Jugendpflege tätig. Ab 1898 leitete er den Lehrlingsverein im Stadtteil Eilbek. Im April 1901 gründete er zusammen mit dem Richter und späteren Direktor der Jugendbehörde Dr. Wilhelm Hertz und dem Kaufmann und späteren Senator Dr. Heinrich Traun das durch Stiftungen und...
Hermann Claudius, geboren 24.10.1878 in Langenfelde bei Altona, gestorben 8.9.1980 in Grönwohld bei Trittau, Sohn des Bahnmeisters Hermann August Claudius und der Ida Francke. Nach Lehrerausbildung 1900-1933 als Volksschullehrer in Hamburg tätig, seitdem freier Schriftsteller. Erste Eheschließung 4.10.1904 mit Franziska Blaschka (gestorben 1942), zweite Eheschließung 8.8.1944 mit Gisa von Voigt.
Matthias Claudius, geb. 15.08.1740 in Reinfeld, gest. 21.01.1815 in Hamburg, Sohn des Pastors Matthias Claudius und der Flensburger Ratsherrentochter Maria Lorck. Nach theologischem Studium u.a. Zeitungsredakteur in Hamburg, Wandsbek und Darmstadt, beim "Wandsbeker Boten", Dichter; sein Wohnsitz Wandsbek durch ihn zu einem der literarischen Mittelpunkte seiner Zeit geworden. 15.03.1772 Heirat mit Anna Rebecca Behn.
Carl Johann Cohn war ein Hamburger Überseekaufmann, Politiker und Senator. Er wurde am 19.11.1857 als Sohn einer jüdischen Familie in Neustrelitz geboren, wo er das Gymnasium Carolinum besuchte. 1877 begann er eine Lehre in der Hamburger Firma David Lippert & Co., die Wollhandel mit Südafrika betrieb. Cohn war beruflich in England, Schottland und Südafrika tätig. Als Lippert & Co 1882 Konkurs ging, gründete er ein Jahr später die Firma Arndt & Cohn mit Niederlassungen in Durban, Port Elizabeth, Johannesburg und Kap...
Joachim Coldorff, geb. 01.01.1657, gest. 23.11.1749 in Hamburg. Als Kaufmann in Hamburg tätig, seit 1710 Ratsherr in Hamburg. Vermählt 25.07.1688 mit Margareta Lütkens.
Der Bau- und Tischlermeister (Schnitger) Christoph Corbinus, geboren in Altona und und als Kirchbaumeister 1638-52 tätig gewesen in Hamburg, hatte während dieser Zeit folgende kirchliche Bauten und Einrichtungen geschaffen: für die Hauptkirche St. Katharinen 1638/39 einen hölzernen Aufbau für den neuen Hauptaltar und 1652 einen Taufdeckel für die St. Jacobikirche. Nach dem Einsturz des Turmes von St. Katharinen 1648 wurde von Corbinus 1648/49 zunächst ein Plan für die Wiederherstellung des Turmhelmes aufgestellt, w...
Gerhard Julius Cords erblickte im Haus Grimm 19 als jüngstes von sieben Kindern das Licht der Welt. Die Eltern waren der angesehene Weinhändler David Andreas und seine Frau Auguste Dorothea Wilhelmine Henriette, geb. Moers. Getauft und konfirmiert wurde der junge Cords in der Hauptkirche St. Katharinen. Im väterlichen Betrieb erlernte er als Kommis den Beruf des Weinhändlers. Sein Vater schickte ihn nach Bordeaux, um das Handwerk des Winzers zu studieren. 1859 leistete er vor der Stadt Hamburg den Eid als Großbürge...