Johann Schuback d. Ä., geboren 24.6.1667 in Jork/Altes Land, gestorben 22.1.1747 ebd., Sohn des Hofbesitzers Klaus Schuback und der Bauerntochter Anna Köpke. Übernahm den Hof seines Vaters, tätig auch als Kaufmann und Kirchgeschworener. Erste Eheschließung 3.7.1694 mit der Hofbesitzertochter Metta Köpke (gest. 1720), Wiederverheiratung 4.2.1721 mit Rix Lindemann, verw. Vett.
Johannes Schuback, in Hamburg geboren als Sohn eines Bürgermeisters, reiste 1748 nach Lissabon, um dort den Handel zu erlernen. Während seiner Zeit dort überlebte er knapp das Erdbeben am 1. November 1755. Nach Hamburg zurückgekehrt, wurde der am 22. Oktober 1761 am Bürgerzoll gewählt. 1762 wurde der Adjunct im Kirchenkolleg zu St. Katharinen, Richter am Niedergericht und Bürger am Admiralitätszoll. 1763 war er Verantwortlicher bei dem Mehlkauf, 1764 bei der Artillerie, 1765 wurde er zum Hundertachtziger gewählt. 1...
Als Spross einer alten Familie aus dem Alten Land, am 15. Februar 1700 in Yorck geboren, wurde er zur wissenschaftlichen Ausbildung seinem in Hamburg tätigen Onkel Claus Schuback zur Erziehung übergeben und widmete sich nach dem Besuch des Johanneums an verschiedenen Universitäten juristischen Studien, die er 1725 als Lizentiat beider Rechte abschloss, um sich dem Dienst der Stadt Hamburg zu widmen, die ihn zum Vizepräses des Niedergerichts berief und 1730 dessen Vorsitz anvertraute, in dem er sich so große Verdien...
Abraham Philipp Schuldt war ein Hamburger Kaufmann und Stifter. Sein Vater, Joachim Michael Schuldt, war der Alleininhaber der Firma J. C. Haack & Schuldt, einem Kommissions- und Speditionsgeschäft. Überwiegend hat sich die Firma mit dem Import russischen Getreides beschäftigt. Er hatte einen älteren Bruder, Martin Heinrich Schuldt. Die Kindheit verlebten die beiden Brüder in der sogenannten Hamburger Franzosenzeit. Kurz vor seinem Tod gründete er die „Abraham Philipp Schuldt-Stiftung“. Sie soll günstige Wohnungen...
Nach dem Tod von Bürgermeister Moller 1667 wurde der Senator Johannes Schulte in das höchste Amt gewählt, dessen Vorfahren der Stadt schon 100 Jahre zuvor als Senatoren gedient hatten. 1621 geboren, nach sorgfältigen Studien und ausgedehnten Reisen ebenfalls Lizentiat beider Rechte, vertrat er die Stadt gleich nach dem Studium beim Reichsgericht in Speyer, wirde 1658 Senator und erreichte dann Hamburgs Befreiung von der englischen Navigationsakte ???, die alle anderen auswärtigen Schiffe vom Verkehr mit englischen...
Ursprünglich sollte Clemens Schultz auf Wunsch des Vaters - er war Direktor einer Seeversicherungsgesellschaft - den Kaufmannsberuf erlernen. Nach Vaters frühen Tod entschied sich Clemens für das Theologiestudium, das er bis 1890 in Jena und Berlin absolvierte. Zurück nach Hamburg, wurde ihm 1896 das Pastorenamt an der St. Pauli Kirche zugewiesen. Zu jener Zeit hatte der Stadtteil mit schwierigen sozialen Problemen zu kämpfen - Schultz erkannte die Situation und erzielte mit der Gründung seiner "Vereinigung St. Pau...
Nach dem Abitur studierte er von 1921-1924 Jura an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Köln. In Köln 1924 Referendar und 1925 Promotion zum Dr. jur. 1928 Gerichtsassessor in Berlin und Eintritt in den Dienst der Bezirksfinanzverwaltung in Düsseldorf. Im Mai 1934 wurde ihm dort die Leitung der Überwachungsabteilung der Devisenstelle übertragen. Am 1. Oktober 1934 zum Reichswirtschaftsministerium (Devisen-Abteilung) abgeordnet, blieb er auf seinem Spezialgebiet tätig, leitete seit dem Frühjahr 1938 das Grundsat...
Elisabeth Schulz war eine in Hamburg wirkende Lehrerin, Schulleiterin und ab 1955 Oberschulrätin. Die Tochter des Pfarrers und Rektors der Deutschen Schule in Concepión/Chile wuchs ab 1906 in Deutschland auf absolvierte 1922 die Reifeprüfung am Oberlyzeum in Potsdam. Anschließend besuchte sie dort bis 1923 die Seminarklasse und erlangte die Lehrbefähigung für Lyzeen. Im März 1924 legte sie zudem die Reifeprüfung des Humanistischen Gymnasiums ab. Von 1923 bis 1928 studierte Schulz evangelische Theologie, Germanistik...
Friedrich Wilhelm Schumacher, auch Fritz genannt, besuchte von 1883-1889 das Alte Gymnasium in Bremen bis zum Abitur. An der Technischen Hochschule München studierte er von 1889-1896 Mathematik, Naturwissenschaften und Architektur. Er arbeitete von 1895-1901 am Bau des Neuen Leipziger Rathauses mit. Von 1901-1909 lehrte er als Professor an der Technischen Hochschule Dresden. 1906 organisierte er die 3. Deutsche Kunstgewerbeausstellung in Dresden. Er gründete 1907 den "Deutschen Werkbund". Von 1909-1920 wurde er zum...
Margarete Schuster war eine der ersten Theologinnen in der Evangelisch-lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate, konnte aber zwanzig Jahre nur in der deutlich geringer bezahlten und angesehenen Position einer Gemeindehelferin an der Hauptkirche St. Michaelis wirken. Die Tochter eines Gymnasialprofessors studierte unter schwierigen finanziellen Bedingungen Theologie, legte 1925 in Erlangen und 1930 in Hamburg die theologischen Examina ab. Seit 1926 arbeitete sie als Gemeindehelferin am „Michel“. Zuständig war Mar...
Nach seinem Abitur am Wilhelmgymnasium studierte Emil Schwencke von 1890 bis 1893 in Göttingen und München Jura und wurde Ende 1893 zum Dr. jur. promoviert. Seit Juli 1899 „Rath bei der Behörde für das Schankkonzessionswesen“, bewarb er sich im Februar 1900 um die von der Handelskammer ausgeschriebene Stelle eines dritten Sekretärs und wurde vom Plenum am 9. Februar dazu gewählt. Am 1. März 1900 trat er den Kammerdienst an. Die beiden dienstälteren Sekretäre traten am 1. Oktober 1907 in den Ruhestand, von diesem Ta...
Heinz Schwitze war Schriftsteller, Publizist und Rundfunkredakteur. In seiner Hamburger Zeit als Leiter der Hörspielabteilung des Nordwestdeutschen bzw. Norddeutschen Rundfunk (NWDR, bzw. NDR) wurde er zum sogenannten „Hörspiel-Papst“ der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit. Er wurde als der Urheber einer vielfach gerühmten „Hamburgischen Dramaturgie des Hörspiels“ angesehen und galt als Freund und Förderer zahlreicher Schriftsteller in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ausführlichere Infor...
Auch wenn Albert Schäfer bei seiner Wahl zum Präses der Handelskammer Hamburg selbstironisch kommentierte, er sei für das Amt eigentlich ungeeignet, weil Kölner, spielte er eine bedeutende Rolle in der Hamburger Wirtschaft. Nicht nur als Direktor der Phoenix-Gummiwerke AG die er ab dem 1. April 1933 leitete oder ab 9. Dezember 1946 als Präses der Handelskammer Hamburg. Schäfer war auch einer von drei Parlamentären, die Ende April 1945 die Frontlinie südlich von Harburg überquerten, um mit den britischen Befehlshabe...
Johann Simon Schöffel wurde 1933 der erste lutherische Landesbischof Hamburgs. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums 1903 war er Hofkaplan in Schönberg/Hessen, absolvierte das Vikariat und legte 1908 das zweite theologische Examen ab. 1909 übernahm er eine Pfarrstelle in Schweinfurt, 1921 dort das Dekanat. An der Erlanger Universität wurde er mit Arbeiten zur Schweinfurter Kirchengeschichte 1916 zum Dr. phil und 1918 zum Lic. theol. promoviert, 1922 erhielt er dort die theologische Ehrendoktorwürde. 1921 wählte...
Alexander Schön wurde als Sohn des Unternehmers und Politikers Gustav Adolf Schön am 20.8.1864 in Hamburg geboren. Er studierte Jura in Heidelberg, Tübingen und Straßburg, das er 1887 mit seiner Promotion abschloss. Nach dem Studium absolvierte er seinen Militärdienst. 1891 ließ Schön sich als Rechtsanwalt in Hamburg nieder. 1899 wurde er Rat im Seeamt und dann dessen Vorsitzender. Ab 1901 war er für fünf Jahre Mitglied des Academischen Clubs zu Hamburg. Zwischen 1909 und 1919 gehörte er der Hamburgischen Bürgersch...
Schön ging in jungen Jahren als Kaufmann nach St. Thomas (Dänisch-Westindien) und wurde bereits nach wenigen Jahren Teilhaber der Firma Overmann & Co. Nach dem Eintritt Carl Heinrich Willinks, der zu Beginn der dreißiger Jahre nach St. Thomas gekommen war, erhielt die Firma den Namen A. J. Schön & Co. Schön kehrte im September 1838 zurück und gründete am 1. Juli 1847 zusammen mit Willink die Hamburger Niederlassung der Firma A. J. Schön & Co. Schön ließ die Schiffe seiner Firma ab 1840 in Hamburg registrieren. Schö...
Sohn von August Joseph Schön (Mitglied der Commerzdeputation, Präses 1952. Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete Gustav Adolph Schön zunächst in St. Thomas, bis er Westindien aus Gesundheitsgründen verlassen musste. Seit Mitte Oktober 1856 lebte er in Hamburg, wo er am 16. Januar 1857 das Bürgerrecht erwarb. Er trat als Teilhaber in die väterliche Firma A. J. Schön & Co. ein und gehörte ihr an, bis sie am 31. Dezember 1875 in Liquidation trat. Am 13. Februar 1865 trat Schön in die Commerzdeputation ein. Er führ...
Adolph Schönfelder wurde am 5.4.1875 in Hamburg geboren und wuchs im Stadtteil Barmbek auf. Sein Vater, Louis Gustav, war ein gelernter Tischler und Konstabler, seine Mutter Maria Sophia arbeitete als Dienstmädchen. Zunächst wurde er Zimmerer und war u. a. an den Bauarbeiten des Hochbahnhauses an der Steinstraße, dem Ziviljustizgebäude und dem Haus der Hamburger Feuerkasse beteiligt. 1901 wurde er Mitglied der SPD und 1919 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, wo er sich der Bildungspolitik widmete. Er interessierte...
Fritz Schött war ein aus der christlichen Jugendbewegung kommender Volksschullehrer, der im Nationalsozialismus in der Hitler-Jugend als Stammführer aktiv war. Er wurde überregional bekannt durch die Übernahme des Unterrichts auf der Insel Neuwerk in seinem Ruhestand. Nach dem Abitur 1929 absolvierte Schött an der Hamburgischen Universität die Ausbildung zum Volksschullehrer mit dem Wahlfach Leibesübungen. Im Dezember 1933 bestand er die erste, im März 1938 die zweite Prüfung. Praktische Unterrichtserfahrungen samm...
Advokat, Schriftsteller, Publizist, Theaterleiter und Übersetzer Friedrich Wilhelm von Schütz entstammte einer alten sächsischen Adelsfamilie. Sein Vater Julius Ernst von Schütz war Kreishauptmann und verstarb sehr wohlhabend am 4. April 1793. In den Jahren 1777 bis 1779 studierte der junge Friedrich Wilhelm in Leipzig die Jurisprudenz, wo er auch promovierte. Den Beruf des Advokaten übte er hier nur für kurze Zeit aus. Von Schütz fühlte sich in Leipzig mehr der Literatur und dem Theaterleben hingezogen. Ab 1782 un...
Paul Schütz war lutherischer Theologe und Hauptpastor an der Hamburger Kirche St. Nikolai. Der Sohn eines Methodistenpredigers studierte ab 1910 evangelische Theologie und Philosophie in Berlin und Jena, arbeitete 1912 als Hauslehrer in Soldin und wurde 1914 zum Dr. phil. promoviert. Er nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. 1918 legte er in Koblenz das erste und 1922 in Magdeburg das zweite theologische Examen ab, wo er 1924 ordiniert wurde. 1919 arbeitete er als Inspektor am Johannesstift in Berlin-Spand...