Johanna Schütz-Wolff, geb. Wolff war eine in Hamburg wirkende Künstlerin. Sie schloss 1913 das Lyzeum in Halle ab, besuchte dort ein Seminar für Handarbeitslehrerinnen und nahm in Weimar Zeichenunterricht. Nach dem freiwilligen Dienst beim Roten Kreuz besuchte sie die von 1915 bis 1918 die Handwerkerschule in Halle, von 1918/19 studierte sie an der Münchner Kunstgewerbeschule. Von 1920 bis 1925 baute sie die Textilwerkstatt der Burg Giebichenstein auf und schuf ihre ersten großformatigen figürlichen Gobelins. 1925...
George Gilbert Scott, geboren 13.7.1811 in Gawcott bei Buckingham/ England, gestorben 27.3.1878 in London, Sohn eines Geistlichen. Studium der Architektur an der Akademie in London. Bedeutendster neugotischer Architekt Englands, seit 1849 Bauinspektor der Westminster Abbey, Erbauer der neuen Nikolaikirche in Hamburg.
Erwin Seeler war ein erfolgreicher Hamburger Fußballspieler. Schon als Junge spielte er bei Rothenburgsort 96 und später beim Arbeitersportverein SC Lorbeer 06. Als 16jähriger stand er 1926 zum ersten Mal als Stürmer in der ersten Mannschaft des Vereins auf dem Platz. 1929 und 1931wurde er mit Lorbeer 06 ATSB-Bundesmeister. Die Fußballabteilung des Arbeiter-Turn und Sportbundes war eine Konkurrenzgründung zum bürgerlich geprägten DFB. Bei der Arbeiter-Olympiade 1931 erzielte Erwin Seeler im Viertelfinalspiel gegen...
Hans-Joachim Seeler war ein Hamburger Jurist und Politiker. Nach diversen kriegsbedingten Schulwechseln legte der Pastorensohn 1949 am Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek die Reifeprüfung ab. Er begann das Jurastudium in Kiel und wechselte 1951 nach Hamburg. Im Juli 1953 legte er dort das erste Staatsexamen, 1958 das zweite ab. In Kiel wurde er 1956 promoviert. Seit 1954 war er wissenschaftliche Hilfskraft bzw. Assistent an der Forschungsstelle Völkerrecht der Universität Hamburg. In diesem Zusammenhang verfass...
1917-1925 Besuch der Volksschule 1925-1928 Maurerlehre 1928 Maurergeselle 1928-1929 Praktikum in einem Betonwerk 1929-1932 Höhere Technische Lehranstalt Nürnberg 1932 Abschlussprüfung 1932-1934 Staatsschule für angewandte Kunst in Nürnberg 1934 Abschlussprüfung 1934-1941 Mitarbeiter im Architekturbüro Ludwig Ruff, Kongresshalle, Parteitagsgebäude der NSDAP 1941-1944 Wehrmacht 1944-1945 Als Bauleiter zur Firma Thormann Stiefel verpflichtet 1945-1949 Freischaffender Architekt 1949-1952 Stadtbaurat in Leverkusen 1953-...
Gottfried Semper, geb. 29.11.1803 in Hamburg, gest. 15.5.1879 in Rom, Sohn des Hamburger Fabrikanten Gottfried Emanuel Semper und der Johanna Maria Paap. Nach Jura- und Mathematikstudien an der Universität Göttigen 1825 Beginn des Architekturstudiums bei Friedrich von Gärtner in München. Reisen nach Italien und Frankreich. 1834 erste Architektentätigkeit, im selben Jahr Berufung als Professor an die Akademie in Dresden (bis 1849). 1835 Eheschließung mit Bertha Thimig. 1849-1855 Aufenthalt in Paris und London, 1855-...
Heinrich Matthias Sengelmann kam in Hamburg zur Welt. Sein Vater war ein Gastwirt und Viehhändler. Nach der Schule fing er an Theologie an der Universität Leipzig zu studieren. Jahre später war er als Hauslehrer in Hamburg tätig. 1853 wurde er Pastor der St. Michaelis-Kirche. In Moorfleet errichtete er eine christliche Arbeitsschule, welche er im Laufe der Zeit immer weiter ausbaute bis es schließlich zu den Alsterdorfer Anstalten wurde. Zu Sengelmanns Lebzeiten wohnten dort mehr als 600 geistig, körperlich und see...
Otto Sickert war ein Hamburger Lehrer und Ingenieur. Er wuchs in London auf, bis seine Familie 1918 ausgewiesen wurde. In Blexersande und Nordenham besuchte er deutsche Schulen und legte im Herbst 1927 die Reifeprüfung ab. Ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes ermöglichte ihm das Studium der Ingenieurwissenschaften Fachrichtung Elektrotechnik, dann Eisenbahnwesen sowie Englisch und Russisch an der Technischen Hochschule Berlin. 1931/32 leitete er die Außenstelle der Studienstiftung in Charlottenbu...
Arthur Siebelist war vor allem vom späten französischen Impressionismus geprägt, den er auf die norddeutsche Landschaft übertrug. Neben Gemälden entstanden auch Zeichnungen und Lithographien. 1884 begann Arthur Siebelist, der in Hamburg aufwuchs, eine Lehre als Kunstgewerbezeichner bei Georg Hulbe. Im Jahre 1890 folgte ein Studium an der Kunstgewerbeschule in München. Zu Studienzwecken reiste Siebelist in der Folgezeit viel und besuchte Amsterdam, Florenz, Rom, Paris, London und Kopenhagen; wieder in Hamburg, gehör...
Hermann Sielcken verließ 1868 Hamburg, um für eine deutsche Firma in Costa Rica zu arbeiten. Ein Jahr später ging er nach Kalifornien, wo er als Schiffsagent tätig war. 1876 fand er eine Anstellung bei W. H. Crossman & Son, einer Im- und Exportfirma, die u.a. mit Kaffee auf Provisionsbasis handelte. Sielcken arbeitete für diese als Verkäufer in Südamerika derart erfolgreich, dass er zunächst Junior-, später Seniorpartner wurde. 1894 wurde der Firmenname in Crossman & Sielcken geändert und Sielcken in der Folgezeit...
Bereits im Alter von 21 Jahren eröffnete Edmund Siemers eine eigene Firma, die sich dem Petroleumimport widmete. 1864 wurde er dann Teilhaber, 1876 Alleininhaber der von seinem Großvater begründeten Firma G. J. H. Siemers & Co. Mit seinem Einstieg 1864 begann deren wichtigste und mit Abstand erfolgreichste Epoche, in der Siemers den Petroleumhandel in Deutschland zu hoher Blüte führte. Als erster Hamburger Reeder ließ er zwischen 1887 und 1890 drei eigene Tankdampfer bauen. Nachdem die Petroleumgeschäfte seiner Fir...
Georg Johann Heinrich jr. war eines von acht Kindern der Eltern Georg Johann Heinrich sen. Siemers (1763-1846) und seiner Frau Catharina Elisabeth Johanna, geb. Zastrow (1772-1854). Er selbst heiratete 1822 Lisette Amalie Schultz (1803-1876), mit der er sieben Kinder hatte. Darunter waren Rudolph Hermann (1829-1892), Ernst Adolph (1836-1910) und Edmund Julius Arnold (1840-1918). Georg Johann Heinrich jr. gründete in Hamburg die Firma G.J.H. Siemers & Co., die ihren Schwerpunkt in Bankier- und Warengeschäften hatte....
Kurt Siemers war der Sohn des Kaufmanns und Reeders Edmund Siemers, der Inhaber der Fa. G.J.H. Siemers in Hamburg und seiner Frau Susanne. Er selbst war seit 1904 mit Olga, geb. Donner, verheiratet. Das Ehepaar hatte drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne. Kurt Siemers ging auf die Gelehrtenschule des Johanneums, später besuchte er das Wilhelm-Gymnasium in Hamburg. Darauf folgte ein Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg, Straßburg und Berlin. Im Jahr 1897 wurde Kurt Siemers Referendar in seiner Heimatsta...
Christa Siems wurde am 28. Juni 1916 in Hamburg geboren. Nach der Schauspielschule in Düsseldorf erhielt sie Engagements in Flensburg, Neuss und Halle. Seit 1946 lebte sie wieder in Hamburg und spielte vor allem am St. Pauli-Theater. Auf dem Gemälde sieht man sie in einer ihrer Glanzrollen, der Titelpartie von Paul Möhrings Volksstück "Die Zitronenjette". Neben dem Wasserträger "Hummel" zählt die „Zitronenjette“, im wahren Leben Henriette Müller, zu den bekanntesten historischen Hamburger Originalen. In ihrer geist...
Peter Siemsen, geb. 06.10.1787 in Hamburg, gest. 29.10.1854 ebd., Sohn des Kaufmanns Lüppe Siemsen und der Margaretha Keetmann. Kaufmann in Hamburg. Seit 1833 Senator in Hamburg, der erste hamburgische Senator reformierter Konfession. Vermählt 1815 mit der Dom-Sekretärs-Tochter Catharina Amalia Beckmann.
Erwin Sietas war einer der erfolgreichsten Sportler Hamburgs. Der Schwimmer nahm an drei Olympischen Spielen teil, bei denen er jeweils das Finale über 200 Meter Brust erreichte. In Amsterdam 1928 und Los Angeles 1932 wurde er jeweils Vierter, 1936 in Berlin gewann er hinter dem Japaner Tetsuo Hamuro die Silbermedaille. Er war Weltmeister über 200 Meter, Europameister und sieben Mal Deutscher Meister. Auch als Wasserballer war er erfolgreich und bei Länderspielen gegen Italien und Serbien im Team. Nach seiner aktiv...
Bereits mit 21 Jahren war Ernst Friedrich Sieveking nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen, Leipzig und Jena promovierter Jurist. Ein Jahr später, 1858, ließ er sich als Anwalt in Hamburg nieder. 1874 wurde Sieveking Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und drei Jahre später – widerwillig – Senator. Seine eigentliche Bestimmung fand er, als er 1879 zum ersten Präsidenten des neu gegründeten Hanseatischen Oberlandesgerichts ernannt wurde. Als solcher galt sein Interesse vor allem dem Handels-, See...
Kaufmann, Hanseat und Anhänger der Aufklärung Georg Heinrich Sieveking entwickelte früh ein Intresse an der Literatur. Gemeinsam mit seinen etwa gleichaltrigen Freunden Johann Michael Hudtwalcker - dem späteren Bruder Freimaurer - und Caspar Voght, verfasste er Gedichte und Prosa. Im Kreis von Hudtwalckers Schwestern führten die Freunde Theaterstücke auf. Sievekings Frau Johanna Magdalena, geb. Reimarus, führte in Hamburg einen litherarischen Salon, in dem ebenfalls seine aufklärerischen Ideen gepflegt wurden. Zu d...
Karl Sieveking, geb. 08.11.1863 in Hamburg, gest. 02.05.1932 ebd., Sohn des Hamburger Senatssekretärs Dr. jur. Hermann Sieveking und der Hamburger Kaufmannstochter Maria Merck. Nach Studium in Leipzig, Genf und Berlin Promotion zum Dr. jur., danach in preußischen Diensten in der Verwaltung im Elsaß tätig. Seit 1913 letzter außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister der drei Hansestädte in Berlin. 1920 Eintritt in den Ruhestand. Heirat am 12.04.1890 mit Luise Back.
Kurt Sieveking wurde am 21.2.1897 in Hamburg geboren. Nach seiner Kriegsteilnahme absolvierte er ein Jurastudium. Anschließend machte er ein Referendariat im Bankwesen und in der Amerikastelle des Berliner Auswärtigen Amtes, das er mit Promotion abschloss (1924). 1925 trat er einer Anwaltssozietät bei, die vor allem im Bereich Seeversicherungen tätig war. Außerdem war er politisch in der DVP aktiv, in der 1929 die Dezember-Gemeinschaft unter Führung von Sieveking und Eric Warburg entstand. Zusammen mit Warburg, de...
Geboren am 15. Juni 1676, Urgroßneffe des Senators Jacob Sillem (1620-1693), kehrte er nach Studium und Reisen 1708 nach Hamburg zurück, wurde 1710 vierter Syndikus und führte 1712 und 1713 umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung der damals hier ausgebrochenen Pest durch. Die notleidende Bevölkerung versorgte er mit Ärzten, Heil- und Nahrungsmitteln; die Kranken ließ er in besonderen Händen pflegen. Anschließend oblag ihm die Pflege der auswärtigen Beziehungen: auf Gesandtschaften zu Königen und Fürsten sorgte er ste...
1919 wurde die in der Hagedornstraße 20 im vornehmen Stadtteil Harvestehude wohnende Helene Sillem zur Kirchenvorsteherin von St. Jakobi gewählt. Sie kam aus einem gläubigen Elternhaus. Ihr Vater, Dr. Carl Hieronymus Wilhelm Sillem, hatte Theologie studiert und später die Bülowsche Erziehungsanstalt für Knaben in Bergedorf übernommen. 1875 war er Oberlehrer an der Höheren Hamburger Bürgerschule geworden und hatte die Geschichte der hamburgischen Reformation geschrieben. „Fräulein“ Helene Sillem war sechzehn Jahre l...